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Die Onkologie

Diagnostik und Therapie des Hodgkin-Lymphoms

Erschienen in:

Zusammenfassung

Das Hodgkin-Lymphom (HL) ist die häufigste hämatologische Neoplasie bei jungen Erwachsenen. Über 80 % der Patienten können mit einer risikoadaptierten Chemo- und/oder Radiotherapie geheilt werden. Die Stadieneinteilung erfolgt abhängig von der Tumorlast und anderen Risikofaktoren in frühe, intermediäre und fortgeschrittene Stadien. Die gründliche Diagnostik vor Therapieeinleitung ist zur korrekten Risikoklassifikation unerlässlich. Die Erstlinientherapie besteht für frühe und intermediäre Stadien aus einer kombinierten Chemo- und Strahlentherapie, wobei frühe Stadien nur 2 Zyklen ABVD (Doxorubicin, Bleomycin, Vinblastin, Dacarbazin) benötigen und intermediäre Stadien mit 2 Zyklen BEACOPPesk (Bleomycin, Etoposid, Doxorubicin, Cyclophosphamid, Vincristin, Prednisolon, Procarbazin), gefolgt von 2 Zyklen ABVD behandelt werden. Fortgeschrittene Stadien werden mit 6 Zyklen BEACOPPesk therapiert, und nur im Fall einer metabolisch aktiven Resterkrankung lokal konsolidierend bestrahlt. Im Rezidiv werden die meist jungen Patienten mit einer Hochdosischemotherapie in kurativer Intention behandelt. Die besonderen Bedürfnisse junger Erwachsene mit Krebs sind vor, während und nach der Therapie zu beachten.
Titel
Diagnostik und Therapie des Hodgkin-Lymphoms
Verfasst von
Carolin Bürkle
Prof. Dr. med. Peter Borchmann
Publikationsdatum
27.06.2016
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Erschienen in
Die Onkologie / Ausgabe 8/2016
Print ISSN: 2731-7226
Elektronische ISSN: 2731-7234
DOI
https://doi.org/10.1007/s00761-016-0057-x
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