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10.06.2020 | Karpaltunnelsyndrom | CME | Ausgabe 3/2020

Operative Orthopädie und Traumatologie 3/2020

Operative Behandlung des Karpaltunnelsyndroms: offene Retinakulumspaltung und Hypothenarfettlappenplastik beim Rezidiv

Zeitschrift:
Operative Orthopädie und Traumatologie > Ausgabe 3/2020
Autoren:
A. Ayache, F. Unglaub, M. F. Langer, L. P. Müller, J. Oppermann, S. Löw, PD Dr. C. K. Spies
zum Fragebogen im Kurs
Wichtige Hinweise

Wissenschaftliche Leitung

K. Dresing, Göttingen
F. Unglaub, Bad Rappenau

Zeichnungen

H.J. Schütze, Köln

Zusammenfassung

Operationsziel

Langstreckige Dekompression des N. medianus durch vollständige Spaltung des Retinaculum flexorum einschließlich des Übergangs in die distale Fascia antebrachii. Im Revisionsfall ggf. Einbettung des N. medianus in narbenfreies Gewebe.

Indikationen

Die Indikation zur Karpaldachspaltung besteht nach entsprechender diagnostischer Abklärung bei schmerzhaften Parästhesien sowie bei anhaltenden sensiblen oder motorischen Ausfällen mit beispielsweise Nachlassen der Abduktions- und Oppositionskraft des Daumens. Die Hypothenarfettlappenplastik kann indiziert sein im Revisionsfall, falls die Schaffung einer suffizienten, vitalen Abdeckung des N. medianus im Karpaltunnel notwendig ist und zur Wiederherstellung der Nervengleitfähigkeit.

Kontraindikationen

Allgemeine operative Kontraindikationen im Falle der Karpaldachspaltung. Die Hypothenarfettlappenplastik ist im Revisionsfall kontraindiziert, wenn die Medianusirritation nicht durch Vernarbungen des Nervens an seine Umgebung verursacht wird, sondern etwa durch primäre Nervenläsionen oder Synovialitiden der Beugesehnen.

Operationstechnik

Longitudinaler Hautschnitt in der proximalen Hohlhand in Richtung des dritten Interdigitalraums. Spreizen der Subkutis. Längsspaltung der Palmaraponeurose. Möglichst weit ulnarseitiges Eröffnen des Retinaculum flexorum. Weichteilschonendes Spalten der distalen und proximalen Retinakulumanteile sowie des distalen Anteils der Unterarmfaszie. Inspektion des N. medianus und Austasten des Karpaltunnels und ggf. Resektion komprimierender Strukturen. Im Revisionsfall, bei Bedarf, Heben eines Hypothenarfettlappens. Spannungsfreie Mobilisierung des Lappens nach radial über den N. medianus. Fixieren des Lappens an die radiale Wand des Karpaltunnels.

Weiterbehandlung

Frühfunktionelle Mobilisierung; eine ggf. mehrtägige Ruhigstellung ist optional. Nach Revision und Hypothenarfettlappenplastik wird die Ruhigstellung für 1 Woche empfohlen.

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