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22.01.2019 | Originalarbeit | Ausgabe 1/2019

Forensische Psychiatrie, Psychologie, Kriminologie 1/2019

Neugestaltung einer Akutpsychiatrie – ein Werkstattbericht

Zeitschrift:
Forensische Psychiatrie, Psychologie, Kriminologie > Ausgabe 1/2019
Autoren:
Dr. Daniel Schöttle, Prof. Dr. Jürgen Gallinat

Zusammenfassung

Zwangsmaßnahmen sind trotz der Bemühungen um deren Vermeidung Teil des Alltags auf psychiatrischen Akutstationen. Diese werden durch verschiedene Faktoren begünstigt, die den vor-, den stationären und poststationären Bereich betreffen. Es werden in diesem Artikel, basierend auf der klinischen Erfahrung auf unserer Akutstation, Lösungsansätze vorgeschlagen und diskutiert, die dazu beitragen können, Zwangsmaßnahmen zu reduzieren. Diese umfassen neben baulichen Maßnahmen u. a. die Implementierung von sektorenübergreifenden, niedrigschwelligen, bedürfnisorientierten und flexibel angepassten Behandlungssystemen (z. B. Integrierte Versorgung (IV), Stationsäquivalente Behandlung [STÄB]), ausreichend verfügbares Personal, in komplexen, deeskalierenden Kommunikations- und Interaktionsstrategien geschulte Mitarbeiter, die ein breit angelegtes therapeutisches Gesamtkonzept umsetzen, Genesungsbegleiter, Nachbesprechungen, Behandlungsvereinbarungen und eine enge Vernetzung innerhalb und außerhalb der Klinik mit verschiedenen Leistungsanbietern. Hinzu kommt die kritische Auseinandersetzung mit den Behörden und der Politik über die oft unzureichenden Möglichkeiten, Patienten in offene oder geschützte Wohneinrichtungen wohnortnah weitervermitteln zu können.
Auch wenn sich Zwangsmaßnahmen nicht gänzlich vermeiden lassen, so bedarf es einer kritischen und verantwortungsvollen Auseinandersetzung in Einsatz und Umgang mit diesen sowie längerfristiger therapeutischer ambulanter und stationärer eng verzahnter Konzepte. Diese setzen einen ausreichenden Personalschlüssel und die Aufhebung der Sektorengrenzen voraus. Entscheidend für den Erfolg dieser Maßnahmen ist zudem die Haltung der therapeutischen Teams.

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