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19.05.2020 | Leitthema | Ausgabe 6/2020

coloproctology 6/2020

Sphinkterschonende operative Therapie der chronischen Analfissur durch primäre plastische Deckung

Zeitschrift:
coloproctology > Ausgabe 6/2020
Autor:
Prof. Dr. med. E. Hancke

Zusammenfassung

Hintergrund

In der chirurgischen Behandlung der chronischen Analfissur werden konkurrierende operative Verfahren mit unterschiedlichen Heilungsraten und Auswirkungen auf die anale Kontinenz eingesetzt.

Ziel der Arbeit

Ziel dieser Übersichtsarbeit ist es, die verschiedenen operativen plastischen Verfahren zur Therapie der chronischen Analfissur darzustellen und deren Vor- und Nachteile gegenüber der konventionellen lateralen internen Sphinkterotomie und der Fissurektomie aufzuzeigen.

Material und Methoden

Relevante Publikationen wurden der Datenbank PubMed und dem Internet entnommen und analysiert.

Ergebnisse

Zur Therapie der chronischen Analfissur mit plastischen Operationsverfahren werden Vorschublappen der Rektummukosa, anokutane Advancement-Flaps und Insellappen verwendet. Die Mukosa-Lappenplastik hat keinen Vorteil gegenüber der Fissurektomie. Nach anokutanen Advancement-Flaps sind die Patienten häufiger beschwerdefrei als nach Fissurektomie, die Wunden heilen schneller ab, und die Rate an Rezidivfissuren ist gering. Postoperative Inkontinenzbeschwerden sind im Langzeitverlauf nach anokutanen Advancement–Flaps/Insellappen sehr selten, nach konventioneller lateraler interner Sphinkterotomie aber häufig. Die Lappenplastiken erfordern Erfahrung in den plastischen Operationstechniken bei proktologischen Eingriffen und einen geringen zusätzlichen Zeitaufwand.

Schlussfolgerung

Anokutane Advancement-Flaps können als primäres chirurgisches Behandlungsverfahren bei der chronischen therapierefraktären Analfissur eingesetzt werden. Die partielle laterale interne Sphinkterotomie sollte die chirurgische Reserveoption für Patienten mit hohem Sphinktertonus und einem Fissurrezidiv nach plastischen Operationsverfahren bleiben.

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