Störungen der Magenentleerung (Gastroparese, Dumping-Syndrom)
Eine Gastroparese ist eine funktionelle, klinisch relevante Verzögerung der Magenentleerung ohne ursächliche mechanische Obstruktion. Symptome bei Gastroparese können Völlegefühl, frühe Sättigung, Übelkeit, Blähungen und abdominelle Schmerzen, aber auch Erbrechen und in schweren Fällen Gewichtsabnahme und andere Zeichen der Malnutrition sein. Das Dumping-Syndrom tritt meist postoperativ auf und wird durch Kreislaufsymptome und/oder Zeichen der Blutzuckerdysregulation in Assoziation mit einer beschleunigten, sturzartigen Magenentleerung charakterisiert. Bestandteil der Diagnostik sind bildgebende Verfahren (Endoskopie, Magen-Darm-Passage) und Laboruntersuchungen sowie Magenentleerungsszintigraphie und 13C-Atemtest bei Gastroparese und Provokationsmahlzeit bei Dumping-Syndrom. Therapieoptionen sind Ernährungstherapie und medikamentöse Therapie sowie gastraler Neurostimulator (bei Gastroparese).