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01.02.2019 | Leitthema | Ausgabe 2/2019

Der Ophthalmologe 2/2019

Aktuelle und experimentelle Therapieansätze bei neurotropher Keratopathie

Zeitschrift:
Der Ophthalmologe > Ausgabe 2/2019
Autoren:
J. Alder, S. Mertsch, J. Menzel-Severing, G. Geerling

Zusammenfassung

Neurotrophe Keratopathie

Die neurotrophe Keratopathie (NK) ist eine seltene Hornhauterkrankung, die durch eine gestörte korneale Innervation entsteht. Sie führt zu spontanen, rezidivierenden Epitheldefekten bis hin zur Hornhautulzeration und -perforation. Um schwere Hornhautschäden zu vermeiden, ist eine prompte und stadiengerechte Therapie der neurotrophen Keratopathie notwendig. Diese gilt als anspruchsvoll. Bislang war mangels echter kausaler Therapieoptionen hauptsächlich eine supportive Therapie möglich.

Etablierte Therapieverfahren

Als Basistherapie der neurotrophen Keratopathie ist eine intensive Oberflächenpflege mit konservierungsmittelfreien Tränenersatzmitteln notwendig. Epitheltoxische Medikamente müssen abgesetzt und begleitende Augenoberflächenerkrankungen bestmöglich therapiert werden. In fortgeschrittenen Stadien kommen mit Amnionmembrantransplantation, Tarsorrhaphie und Bindehautdeckung z. T. chirurgische Verfahren zur Anwendung, aber auch Eigenserum kann zum Epithelschluss beitragen.

Neue und experimentelle Therapieverfahren

Neuerdings ist mit Cenegermin ein rekombinanter Nervenwachstumsfaktor verfügbar, der zur kausalen Therapie fortgeschrittener Stadien der NK verwendet werden kann. Die klinische Erfahrung mit diesem Medikament ist aber noch limitiert. Das in anderen Fachrichtungen etablierte Verfahren der kornealen Neurotisation wird seit Kurzem ebenfalls für die NK evaluiert. Eine Keratoplastik wird bislang in der Regel nur zur Notfallversorgung, z. B. bei Hornhautperforation, eingesetzt, da sie mit einer hohen Gefahr eines Rezidivs des neurotrophen Hornhautulkus verbunden ist. Die verschiedenen Techniken der Hornhauttransplantation und der zwingend erforderlichen Begleittherapie werden ebenso dargestellt.

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