Chirurgische Therapie des Pankreaskarzinoms
Das Pankreaskarzinom weist eine steigende Inzidenz auf und stellt die 3.-häufigste Todesursache unter den bösartigen Tumoren dar. Die Prognose ist weiterhin schlecht, obwohl multimodale Konzepte mit Operation und Chemotherapie vielfach weiterentwickelt wurden. Nach wie vor stellt die chirurgische Therapie – wenn vom Tumorstadium her möglich – die einzige Chance auf ein Langzeitüberleben dar. Das 5-Jahres-Überleben liegt in großen Serien bei 25–30 %. Dabei ist die möglichst komplette Tumorentfernung (R0-Situation) von entscheidender prognostischer Bedeutung. Aufgrund ihrer Komplexität sollten Pankreasoperationen in entsprechenden Zentren mit großem Patientenvolumen durchgeführt werden. Für das optimale Outcome von operierten Pankreaskarzinompatienten ist eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit notwendig. Besondere Bedeutung kommt außerdem der Erkennung und rechtzeitigen Resektion von (zystischen) Vorläuferläsionen zu, insbesondere des IPMN (intraduktal papillär-muzinöse Neoplasie).