Praktische Krankenhaushygiene und Umweltschutz
Autoren
Thomas Neß und Uwe Frank

Augenheilkunde: Hygienische Maßnahmen

Infektionen am oder im Auge bedrohen das Sehvermögen und können im schlimmsten Fall zu einer ein- oder beidseitigen Erblindung führen. Infektionsprävention spielt daher in der Augenheilkunde eine große Rolle. Da in der Augenheilkunde eine Reihe von Gerätschaften und Instrumenten verwendet werden, muss bei deren fachgerechtem Einsatz eine Vielzahl von Gesetzen und Verordnungen beachtet werden. Im Einzelnen sind dies: Infektionsschutzgesetz (IfSG) mit Meldepflicht, das Medizinproduktegesetz (MPG), die dazugehörige Medizinprodukte-Betreiberverordnung (MPBetreibV), die Biostoffverordnung (BioStoffV) sowie berufsgenossenschaftliche Regeln und Empfehlungen der Fachgesellschaften (DOG, RG, DGKH, CDC, SHEA).
Infektionen am oder im Auge bedrohen das Sehvermögen und können im schlimmsten Fall zu einer ein- oder beidseitigen Erblindung führen. Infektionsprävention spielt daher in der Augenheilkunde eine große Rolle. Da in der Augenheilkunde eine Reihe von Gerätschaften und Instrumenten verwendet werden, muss bei deren fachgerechtem Einsatz eine Vielzahl von Gesetzen und Verordnungen beachtet werden. Im Einzelnen sind dies: Infektionsschutzgesetz (IfSG) mit Meldepflicht, das Medizinproduktegesetz (MPG), die dazugehörige Medizinprodukte-Betreiberverordnung (MPBetreibV), die Biostoffverordnung (BioStoffV) sowie berufsgenossenschaftliche Regeln und Empfehlungen der Fachgesellschaften (DOG, RG, DGKH, CDC, SHEA).

Epidemiologie

Nosokomiale Augeninfektionen gelten als selten, können aber schwerwiegende Folgen mit Visusverlust und Langzeitinvalidität haben (Das et al. 2003). In den USA wird ein Anteil von 0,3 % an allen nosokomialen Infektionen berichtet, für Deutschland werden Angaben von unter 1 % gemacht (Bialasiewicz und Rohrschneider 1993; Peacock 2003). Die tatsächliche Anzahl wird aber beträchtlich höher sein, da viele Fälle insbesondere der Viruskonjunktivitis nicht gemeldet werden (Meyer-Rüsenberg et al. 2011; Adlhoch et al. 2010). Für die Augenheilkunde ist die Änderung der Definition der nosokomialen Infektionen sinnvoll. Diese war früher nur zutreffend auf stationäre Behandlungen. In der Augenheilkunde wird die überwiegende Anzahl der Eingriffe ambulant durchgeführt. Mit der Definition der „Healthcare-associated Infection“, in der auch die Konjunktivitis und die Endophthalmitis explizit definiert sind, hat sich dies geändert (Horan et al. 2008; Garner et al. 1988).
Trennen sollte man aber die so definierten nosokomialen Infektionen in operationsbezogene Infektionen und nicht operationsbezogene Infektionen. Die postoperativen Infektionen treten innerhalb von 30 Tagen nach einem Eingriff auf. Ausnahmen sind die Late-onset-Endophthalmitis nach einer Kataraktoperation mit gering pathogenen Keimen (z. B. Propionibacterium acnes), die auch noch Monate bis Jahre nach dem Eingriff klinisch manifest werden kann, und die akute Sickerkisseninfektion nach fistulierender Operation beim Glaukom.
Erreger, die zu einer nosokomialen Infektion am Auge führen können, insbesondere bei nicht operationsbezogenen Infektionen, werden überwiegend durch die Hände von Personal, Mitpatienten oder gelegentlich auch Besuchern übertragen. Eine hohe Compliance der Händehygiene ist daher auch bei der Prävention von Infektionen im Augenbereich essenziell. Eine Quelle sind zudem die verwendeten Untersuchungsgeräte oder -instrumente und Verbrauchsmittel wie Medikamente, Implantate oder Spüllösungen.

Infektionen

Nicht operationsbezogene Infektionen

Blepharitis
Eine Blepharitis ist eine Entzündung der Augenlider, insbesondere der Lidränder, und der Meibom-Drüsen. Sie ist ein sehr häufiges Krankheitsbild (8–47 % aller Patienten) (Viso et al. 2012; Pflugfelder et al. 2014; Lemp und Nichols 2009) und vergesellschaftet mit Hauterkrankungen (v. a. mit Rosazea, Akne und atopischer Dermatitis). Typische Erreger der Blepharitis sind Staphylococcus aureus, Staphylococcus epidermidis, Propionibacterium acnes, Demodex folliculorum/brevis oder auch Herpes simplex. In der Folge kann es zur Ausbildung einer Tränenbenetzungsstörung oder eines Hordeolums kommen. Die Blepharitis selbst ist fast ausnahmslos eine endogene Infektion, gilt aber als Risikofaktor für postoperative (nosokomiale) intraokulare Infektionen (z. B. Endophthalmitis). Die Behandlung erfolgt durch Lidrandhygiene (Reinigen der Drüsenausführungsgänge), Antibiotika- und/oder Kortikosteroid-haltige Tropfen oder Salben.
Bakterielle Konjunktivitis
Eine bakterielle Konjunktivitis ist selten. Die meisten Bindehautentzündungen sind viraler Genese. Erreger einer bakteriellen Konjunktivitis können Chlamydien, Gonokokken, aber auch Staphylococcus aureus, Pneumokokken, Pseudomonas aeruginosa oder Moraxella spp. sein (Behrens-Baumann et al. 2010). Nosokomial sind insbesondere intubierte Patienten betroffen. Hierbei infizieren sich bis zu 16 % der Patienten im Laufe des stationären Aufenthaltes auf der Intensivstation (Grixti et al. 2012). Besonders betroffen sind Neu- und Frühgeborene (Haas et al. 2005). Liegt zudem eine Infektion des Respirationstraktes vor, steigt das Risiko deutlich. Ein zusätzlicher Risikofaktor bei diesen Patienten ist ein unvollständiger Lidschluss (Lagophthalmus). In der Folge kann ein Hornhautgeschwür entstehen (Grixti et al. 2012).
Virale Konjunktivitis
Die virale Konjunktivitis ist ein sehr häufiges Krankheitsbild. Sie kann im Rahmen vieler generalisierter oder respiratorischer viraler Infektionen auftreten. Im Rahmen von nosokomialen Infektionen haben Adenoviren die größte Bedeutung. Auf die Besonderheiten der epidemischen Adenoviruskonjunktivitis wird gesondert eingegangen. Die nicht epidemische virale Konjunktivitis heilt ohne Behandlung ebenso wie eine unkomplizierte bakterielle Konjunktivitis innerhalb von ca. 7 Tagen aus. Die Gabe von Antibiotika ist nicht sinnvoll, da sie den Krankheitsverlauf nicht verkürzt, aber das Risiko der Selektion multiresistenter Erreger fördert (Behrens-Baumann et al. 2010).
Keratokonjunktivitis epidemica (Adenoviruskonjunktivitis)
Aus krankenhaushygienischer Sicht von größter Bedeutung ist die epidemische Adenoviruskonjunktivitis (Adlhoch et al. 2010). Sie wird durch bestimmte Serotypen der Adenoviren verursacht (Typen: 8, 3, 7, 19/37). Ausbrüche werden weltweit beobachtet. Die Verbreitung erfolgt sowohl über Augenarztpraxen, Ambulanzen oder auch unabhängig in der Bevölkerung. Die Viren bleiben auf Oberflächen (z. B. Türgriffen) bis zu 35 Tagen infektiös. Asymptomatische Träger in der Bindehaut wurden beobachtet. Durch Trübungen in der Hornhaut (Nummuli) kann es zu einer dauerhaften Minderung der Sehfunktion kommen. Eine etablierte Therapie der Adenoviruskonjunktivitis gibt es nicht. Kortikosteroid- oder Cyclosporin-haltige Augentropfen können zu einer Rückbildung der Hornhauttrübungen führen (Meyer-Rüsenberg et al. 2011). In Deutschland existiert eine Meldepflicht für das epidemische Auftreten sowie eine Labormeldepflicht für den Nachweis der Adenoviren.
Kontaktlinsen-assoziierte Infektionen
Kontaktlinsen, insbesondere weiche, können Hornhautinfektionen verursachen. Streng genommen handelt es sich hierbei nicht um nosokomiale Infektionen. Die typischen Erreger sind gramnegative Bakterien (insbesondere Pseudomonas aeruginosa) oder Pilze (insbesondere Candida spp.). Gefürchtet ist die Infektion mit Akanthamöben, die nur sehr schwer behandelbar ist (Stapleton und Carnt 2012).
Endogene Endophthalmitis
Die endogene Endophthalmitis ist Folge einer hämatogenen Streuung der Erreger. Risikofaktoren sind ein Diabetes mellitus, lymphoproliferative Erkrankungen, Malignome, Immunsuppression, Drogenabusus, längere parenterale Ernährung oder eine infektiöse Endokarditis. Zur Hälfte findet man als Erreger Pilze (90 % Candida spp.). In Nordamerika und Europa finden sich unter den bakteriellen Formen vor allem grampositive Keime (Staphylokokken und Streptokokken, auch MRE), in Asien vorwiegend gramnegative Erreger. Ursache scheint ein differentes Spektrum an zugrunde liegenden Erkrankungen zu sein (Ness et al. 2007).
Posttraumatische Endophthalmitis
Die posttraumatische Endophthalmitis ist Folge einer bulbuseröffnenden Verletzung. Da der Erregereintrag durch das Trauma erfolgt, sind die Umstände der Verletzung für die zu erwartenden Keime ausschlaggebend. Das Erregerspektrum ist sehr variabel und zeigt oft Mischinfektionen (10–50 %). Die Prognose ist weitgehend abhängig vom ursächlichen Infektionserreger (Alfaro et al. 1994).

Operationsbezogene Infektionen

Tränenwegseingriffe
Nach Eingriffen an den Tränenwegen, insbesondere nach einer Dakryozystorhinostomie mit Einlage eines Schlauchsystems, sind postoperative Infektionen im Bereich des Tränensackes möglich. Die Keime unterscheiden sich nicht von denen einer Dakryozystitis ohne vorherigen Eingriff.
Eindellende Eingriffe am Bulbus
Die Inzidenz einer Infektion nach eindellender Chirurgie zur Behandlung einer Netzhautablösung liegt unter 1 % (Chhablani et al. 2013). Als Ursache wird eine Verschleppung von Haut- und Bindehautflora in die Tiefe angenommen. Es folgt daraus eine Episkleritis oder eine Orbitaphlegmone. Am häufigsten wird Staphylococcus epidermidis, gefolgt von Mycobacterium spp. und Corynebacterium spp. nachgewiesen. Unter den gramnegativen Keimen ist Pseudomonas aeruginosa am häufigsten (Chhablani et al. 2013; Wirostko et al. 2009). In den meisten Fällen muss die Plombe oder Cerclage entfernt werden, um die Infektion zu kontrollieren. Die Infektion tritt im Mittel mit einer Latenz von 30 Tagen zum operativen Eingriff auf (Chhablani et al. 2013).
Refraktive Hornhautchirurgie
Die wichtigsten refraktiven Eingriffe an der Hornhaut sind die PRK (photorefraktive Keratektomie) und die Lasik (Laser-in-situ-Keratomileusis). Bei beiden Verfahren sind postoperative Infektionen als sehr selten beschrieben (Inzidenz: 0,035 %) (Linke et al. 2011). Typische Keime sind grampositive Erreger und atypische Mykobakterien. In der Konsequenz bleibt auch nach überstandener Infektion oft eine Visusminderung oder zumindest eine deutlich erhöhte Blendungsempfindlichkeit zurück.
Keratoplastik
Die Erregerübertragung im Rahmen einer Keratoplastik erfolgt durch kolonisiertes Spendermaterial. Neben bakteriellen und fungalen Erregern können auch einige Viren übertragen werden. Beim Spender sollten Infektionen mit HIV, Hepatitis B, Hepatitis C sowie eine aktive CMV-Infektion ausgeschlossen sein.
Intraokulare Eingriffe
Eine Endophthalmitis ist eine seltene, aber die gravierendste Komplikation nach einem intraokularen Eingriff. Der häufigste verursachende Eingriff weltweit ist die Kataraktoperation. Die Häufigkeit einer postoperativen Endophthalmitis wird bei der Kataraktoperation mit 0,03–0,4 %, für Glaskörpereingriffe mit 0,03–0,96 % und nach fistulierenden Eingriffen beim Glaukom mit 0,09 % ohne antiproliferative Substanzen und mit diesen mit bis zu 11 % angegeben. Als Risikofaktoren für eine postoperative Endophthalmitis werden Diabetes mellitus, insuffizienter Wundverschluss, verlängerte Operationsdauer, kontaminierte Lidränder (Blepharitis) und ein Glaskörperverlust bei der Operation angesehen (Hatch et al. 2009; Anonymous 2007). Für ausbruchsartige Häufungen postoperativer Endophthalmitiden waren in der Vergangenheit kontaminierte Instrumente, Lösungen oder Medikamente verantwortlich (Janknecht et al. 2002).
Durch eine Endophthalmitis droht die Erblindung des Auges (10–20 %). Eine Lesefähigkeit erreichen nach überstandener Infektion nur ein Drittel der Patienten. Als Erreger finden sich überwiegend grampositive Kokken (70 % koagulasenegative Staphylokokken, 10 % Staphylococcus aureus). In der Regel stammen die Keime aus der endogenen Flora des Patienten und werden während der Operation in den Augapfel verschleppt. Die Infektion manifestiert sich in aller Regel innerhalb der ersten 7 Tage nach der Operation. (Ausnahme: Late-onset-Endophthalmitis durch weniger pathogene Keime).
Intraokulare Injektionen, intravitreale operative Medikamentengabe (IVOM)
Zur Behandlung der altersabhängigen Makuladegeneration, aber auch anderer Erkrankungen, werden immer häufiger Medikamente direkt intravitreal injiziert. Die Infektionsrate nach IVOM liegt unter 0,1 % (Artunay et al. 2009). Eine Endophthalmitis nach IVOM hat in der Regel aber schwerwiegendere Konsequenzen als nach einer Kataraktoperation, da der Erregereintrag direkt in den Glaskörperraum erfolgt und somit eine Schädigung der Netzhaut schneller und stärker eintritt.

Labordiagnostik

Bakterien

Kultur/Direktnachweis

Keime auf der Haut oder Bindehaut lassen sich mit mikrobiologischen Standardverfahren untersuchen. Der Nachweis von Erregern aus dem Kammerwasser und dem Glaskörper ist durch das kleine Probenvolumen, die geringe Anzahl an Erregern und eine bakteriostatische Wirkung des Kammerwassers erschwert. Die Nachweisquote wird in der Literatur mit 30–95 % angegeben. Bewährt hat sich ein umgehender Transport des Material in das mikrobiologische Labor oder die Weiterverarbeitung des Probenmaterial bereits im Operationssaal durch Auftragen auf geeignete Kulturmedien (Ness und Pelz 2000; Ness und Serr 2008). Der Nachweis aus dem Glaskörper gelingt häufiger als aus der Vorderkammerflüssigkeit (Sharma et al. 1996). Die Anzucht der Keime hat den Vorteil, dass alle gängigen Verfahren zur Resistenztestung durchgeführt werden können. In aller Regel liegt ein erstes Ergebnis nach 24 Stunden, die Resistenztestung nach spätestens 48 Stunden vor.

Molekularbiologische Verfahren

Parallel zum kulturellen Nachweis kann ein molekularbiologischer Nachweis des Erregers durchgeführt werden. Dieser kann unter optimalen Bedingungen schneller als mit der Kultur erfolgen, hat aber den Nachteil, dass eine Resistenzbestimmung nicht oder nur mit großem Aufwand möglich ist (Sharma et al. 2002).

Viren

Der Nachweis von Viren spielt unter krankenhaushygienischen Aspekten nur bei Adenoviren eine Rolle. Hier ist er insbesondere aus epidemiologischen Gründen wichtig (Adlhoch et al. 2010; Darougar et al. 1983).

Schnelltest

Für den Gebrauch in der Praxis stehen chromatographische Immunoassys zum Nachweis von Adenoviren zur Verfügung. Nach Entnahme von Tränenflüssigkeit kann der Nachweis einer Infektion bereits in der Augenarztpraxis geführt werden. Zu beachten ist dabei die Labormeldepflicht für den Test. Leider prüfen die Tests nicht alle Subtypen, sodass ein negativer Befund eine Infektion mit Adenoviren nicht ausschließt.

Molekularbiologische Verfahren

Mittels PCR und gegebenenfalls nachfolgender Sequenzierung können Adenoviren nachgewiesen und für epidemiologische Untersuchungen nachverfolgt werden (Darougar et al. 1983).

Prävention

Allgemein

Im Operationssaal gelten dieselben Verhaltens- und Vorsichtsmaßnahmen wie in jedem anderen Fach. Bei der Patientenuntersuchung sollte Händehygiene selbstverständlich sein. Auf die Besonderheiten in der Augenheilkunde soll im Folgenden eingegangen werden.

Prä-/postoperative Prophylaxe

Präoperative Risikofaktoren
Ein erhöhtes Risiko für eine Endophthalmitis besteht bei Vorliegen von Hauterkrankungen an den Lidern, wie einer Blepharitis, Rosazea oder Neurodermitis. Diese Erkrankungen sollten, so gut es möglich ist, vor einem intraokularen Eingriff behandelt werden, und im Falle einer Exazerbation am Operationstag sollte die Operation verschoben werden. Lidfehlstellungen oder ein Verschluss der ableitenden Tränenwege sollten zunächst operativ korrigiert werden (Behrens-Baumann und Kramer 2002).
Präoperative Antibiotikaprophylaxe
Es gibt Empfehlungen, 24–48 Stunden vor einem intraokularen Eingriff lokal eine Antibiotikalösung zu tropfen (Anonymous 2007). Zwar wird hierdurch die Keimbelastung der Augenoberfläche gesenkt, aber nicht additiv zur obligaten direkt präoperativen Desinfektion mit PVP-Jod oder Polihexanid. Im Gegenteil besteht die Gefahr der Selektion multiresistenter Erreger, sodass von dieser Maßnahme deutlich abgeraten wird (Moss et al. 2009).
Vorbereitung im Operationssaal
Die Gesichtshaut und die Lider werden mit 10 % PVP-Jod-Lösung desinfiziert, der Bindehautsack mit 1,25–5 % PVP-Jod-Lösung gespült. Bei Jodunverträglichkeit kann auf alkoholhaltige Hautdesinfektionsmittel und für die Bindehaut auf 0,04 % Polyhexanid-Lösung ausgewichen werden. Nach ausreichender Einwirkzeit wird das Auge mit einer Folie so abgedeckt, dass die Wimpern und die Lidkanten ausreichend abgeklebt sind. Ein Kontakt der Wimpern mit intraokular verwendeten Instrumenten oder Implantaten sollte vermieden werden. Das Schneiden der Wimpern sollte nicht erfolgen.
Intraoperative Maßnahmen
Wie bei anderen operativen Eingriffen sollten Eingriffe am Auge unter sterilen Bedingungen durchgeführt werden, dazu gehört eine chirurgische Händedesinfektion, die Verwendung von steriler Operationskleidung, sterile Handschuhe, Maske und Haarschutz. Es sollte ein Operationssaal mit keimarmer Umgebung vorhanden sein. Bei der Kataraktoperation ist der Schnitt so klein wie möglich zu wählen und die Intraokularlinse zur Vermeidung eines Kontaktes mit der Bindehaut mittels eines Injektors zu implantieren (Mayer et al. 2003). Am Ende der Operation ist auf einen sicheren Wundverschluss zu achten.
Intracamerale Antibiotika
Strittig ist die intracamerale Gabe von Antibiotika (Cefuroxim, Moxifloxacin oder Vancomycin) am Ende der Kataraktoperation. Die Empfehlung basiert auf den guten Erfahrungen aus den skandinavischen Ländern und den Ergebnissen einer multizentrischen, in diesem Punkt aber nicht verblindeten Studie der ESCRS (Anonymous 2007). Einige theoretische Überlegungen sprechen gegen diese Maßnahme. Zum einen erfasst kein Antibiotikum das gesamte Erregerspektrum, zum anderen sinkt der Wirkstoffspiegel in der Vorderkammer schnell ab (Behrens-Baumann et al. 2010). In Tierexperimenten hatte die konstante Gabe von Gentamicin über 140 Minuten keinen protektiven Effekt (Gritz et al. 1996).
Postoperative topische Antibiotika
Der Nutzen einer postoperativen topischen Antibiotikagabe konnte in keiner Studie gezeigt werden. Epidemiologische Studien untermauern den fehlenden Effekt dieser Maßnahme, die anderseits zur Selektion von resistenten Erregern führen kann (Deramo et al. 2006; Ng et al. 2007). Nach intravitrealen Injektionen wird sogar der gegenteilige Effekt, eine Zunahme der Endophthalmitisrate, berichtet (Meyer et al. 2007; Li et al. 2015). Die Gabe von postoperativen topischen Antibiotika ist daher nicht sinnvoll.

Sonstige infektionspräventive Maßnahmen

Patienten mit einer Keratokonjunktivitis epidemica sollten im Falle einer dringend notwendigen stationären Behandlung in einem Einzelzimmer isoliert werden. Zur Vermeidung einer Übertragung sind Handschuhe und Schutzkittel sowie viruzide Hände- und Flächendesinfektion notwendig.
Diese Patienten sollten aber, soweit möglich, ambulant behandelt werden. In der Praxis oder Ambulanz ist eine Trennung der Behandlung dieser Patienten von anderen Patienten anzustreben (getrennter Wartebereich, getrennte Untersuchungseinheit), um In-House-Übertragungen zu vermeiden. In extremen Ausbruchssituationen kann die Schließung einer Klinikabteilung oder Praxis erforderlich sein, um Epidemien einzudämmen (Meyer-Rüsenberg et al. 2011).

Aufbereitung der Instrumente und Gerätschaften

Bei der Entfernung von Mikroorganismen von Oberflächen (Dekontamination) richtet sich der Grad der erforderlichen Keimreduktion jeweils nach dem Infektionsrisiko. Die wichtigsten Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen in der Augenheilkunde sind in dem Reinigungs- und Desinfektionsplan für die augenärztliche Praxis zusammengefasst (Tab. 1). Im Allgemeinen gilt, dass unkritische Instrumente, Geräte, Zubehörteile etc., die nicht in direkten Kontakt mit dem Patienten kommen, gereinigt oder bei Bedarf desinfiziert werden (Kap. Medizinprodukte: Sichere und umweltschonende Aufbereitung).
Tab. 1
Reinigungs- und Desinfektionsplan in der Augenheilkunde
Was
Wann
Womit
Wie
Händereinigung
Zu Arbeitsbeginn bzw. -ende, bei Verschmutzung
Flüssigseife aus Spender, farbstoff- und parfümfrei
Waschen mit Einmalhandtuch, abtrocknen
Hygienische Händedesinfektion
Vor und nach Patientenkontakt, vor Tätigkeiten mit Infektions- und Kontaminationsrisiko, nach Kontakt mit potenziell infektiösen Materialien, nach Kontakt mit der unmittelbaren Patientenumgebung bzw. bei Verlassen des Zimmers, nach Ausziehen der Handschuhe
Alkoholisches Hände- Desinfektionsmittel, farbstoff- und parfümfrei
Ausreichende Menge entnehmen, damit die Hände vollständig benetzt sind; verreiben bis Hände trocken sind (30 s)
Chirurgische Händedesinfektion
Vor operativen Eingriffen
Alkoholisches Hände- Desinfektionsmittel, farbstoff- und parfümfrei
Bei sichtbarer Verschmutzung vorher Händereinigung; anschließend Händedesinfektionsmittel portionsweise auf Händen und Unterarmen verreiben (90 s)
Schleimhautdesinfektion
Vor operativen Eingriffen
Schleimhautdesinfektionsmittel
∘ Polihexanid-haltige Präparate
∘ PVP-Iod-Lösung ohne Alkohol
Unverdünnt auftragen, Dauer:
∘ 3 min (PVP-Jod)
∘ 15 min (Polihexanid)
Instrumente
Nach Gebrauch
Vorzugsweise maschinelle Aufbereitung im RDG, in Sonderfällen manuelle Aufbereitung: in Instrumentendesinfektionsmittel einlegen, reinigen, abspülen, trocknen
Ggf. verpacken, autoklavieren
Gerät zur Gesichtsfeldprüfung
Kinnstütze und Stirnband
Teile ohne Patientenkontakt
Mit Alkohol 60–70 %
Umweltfreundlicher Reiniger
Wischdesinfizieren
Reinigen
Spaltlampe
Teile mit Patientenkontakt
Teile ohne Patientenkontakt
Mit Alkohol 60–70 %
Umweltfreundlicher Reiniger
Wischdesinfizieren
Reinigen
Glasstäbchen zur Salbenapplikation
 
Vorzugsweise maschinelle Aufbereitung im RDG oder manuell aufbereiten und anschließend autoklavieren
Reinigen und thermisch desinfizieren bzw. sterilisieren
Augenklappen, Gitterbrillen
 
Aufbereitung im RDG
Reinigen und thermisch desinfizieren
Kontaktgläser
Nach Gebrauch
Kontaktgel entfernen, in Instrumentendesinfektionsmittel einlegen, gründlich abspülen, trocknen
Reinigen und desinfizieren
Schiötz-Geräte
Nach Gebrauch
Zerlegen, dann in Instrumentendesinfektionsmittel einlegen, gründlich abspülen, trocknen
Wischdesinfizieren
Ultraschallsonden
Nach Gebrauch
Nach Angaben des Herstellers
Materialverträglich und wirksam desinfizieren
Endoskope: starr/flexibel
Nach Gebrauch
Vorreinigung, anschließend maschinelle Reinigung im E-RDG
Reinigen und desinfizieren, trocken und staubfrei lagern
Tonometer
Nach Gebrauch
Mit Zellstofftupfer reinigen, anschließend in Desinfektionsmittellösung geben und mit sterilem Wasser gründlich abspülen
Reinigen und desinfizieren
Trommeln, Container
Einmal täglich nach Öffnen (Filter regelmäßig wechseln)
 
Manuell reinigen und autoklavieren
Standgefäß mit Kornzange und Tupfertrommel
Einmal täglich
Maschinelle Aufbereitung im RDG, dann Autoklav
Reinigen und Desinfizieren, Verpacken, anschließend autoklavieren
Blutdruckmanschette:
∘ Stoff
∘ Kunststoff
Nach Kontamination
∘ Mit Flächendesinfektionsmittel bzw. Alkohol (70 %) abwischen, trocknen oder RDG
∘ In Instrumentenreiniger einlegen, abspülen, trocknen, autoklavieren oder RDG
Reinigen und desinfizieren
Behandlungsstuhl
Einmal täglich
Nach Kontamination
Umweltfreundlicher Reiniger
Flächendesinfektionsmittel
Abwischen
Wischdesinfizieren
Schwebetisch
Nach jedem Patienten
Flächendesinfektionsmittel oder Alkohol 60–70 %
Wischdesinfizieren mit frischem Tuch
Waschbecken/Toilette
Einmal täglich und bei Bedarf
Nach Kontamination
Umweltfreundlicher Reiniger
Flächendesinfektionsmittel
Reinigen
Wischdesinfizieren
Untersuchungsliege, Transportliege, Rollstuhl
Einmal täglich und bei Bedarf
Nach Kontamination
Umweltfreundlicher Reiniger
Flächendesinfektionsmittel
Reinigen
Wischdesinfizieren
Fußboden
Einmal täglich
Nach Kontamination
Umweltfreundlicher Reiniger
Flächendesinfektionsmittel
Reinigen
Wischdesinfizieren
Abfall, bei dem Verletzungsgefahr besteht (Skalpelle, Kanülen)
Direkt nach Gebrauch (bei Kanülen: kein Recapping)
In durchstichsicheren und fest verschließbaren Kunststoffbehältern
Entsorgen
Nach Kontamination: nach Kontakt mit (potenziell) infektiösem Material; RDG, Reinigungs- und Desinfektionsgerät

Untersuchungsgeräte ohne Schleimhautkontakt

Bei vielen Untersuchungsgeräten in der Augenheilkunde kommt es lediglich zum Kontakt mit intakter Haut. Dies sind zum Beispiel: Spaltlampe, optischer Kohärenztomograph (OCT), optisches Biometriemessgerät (IOL-Master), Phoropter. Hier ist die Wischdesinfektion nach jedem Patientenkontakt mit einem Flächendesinfektionsmittel ausreichend. Die sonstigen Kontaktflächen wie Türgriffe, Liftknöpfe etc. sollten in regelmäßigen Intervallen gereinigt bzw. bei Bedarf desinfiziert werden. In Ausbruchssituationen vor allem mit Adenoviren müssen diese Intervalle angepasst werden (Meyer-Rüsenberg et al. 2011).

Untersuchungsgeräte mit Schleimhautkontakt

So genannte semikritische Instrumente, die die Körperintegrität nicht durchdringen und nicht mit Wunden in Berührung kommen, müssen bei der Anwendung nicht steril, aber hygienisch einwandfrei sein. In der Regel müssen sie mit einem geeigneten Desinfektionsverfahren aufbereitet werden. Neben physikalischen Desinfektionsverfahren (z. B. heißes Wasser oder Dampf) kommen chemische Desinfektionsmittel zum Einsatz. Zur chemischen Desinfektion sollten Präparate verwendet werden, die nach den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM) geprüft wurden bzw. in der gültigen Liste des Verbundes angewandter Hygiene (VAH) oder in der gültigen amtlichen Liste der vom Robert Koch-Institut (RKI) geprüften und anerkannten Desinfektionsmittel und -verfahren aufgeführt sind. Dabei ist darauf zu achten, dass die vorgeschriebenen Anwendungskonzentrationen und Einwirkzeiten eingehalten werden.
Zu den Untersuchungsgeräten mit Schleimhautkontakt zählen Applanationstonometer, Kontaktgläser, Ultraschallsonden etc. Die Tonometermesszylinder und Kontaktgläser sollten nach Gebrauch zunächst gereinigt werden, dann in einer dafür zugelassen Lösung (z. B. Sekusept aktiv) desinfiziert werden. Anschließend sind Reste des Desinfektionsmittels abzuspülen. Ein alleiniges Abwischen mit alkoholhaltigen Tüchern ist nicht ausreichend (Smith und Pepose 1999). Sensible Untersuchungsgeräte, wie zum Beispiel Ultraschallsonden, sind nach Anweisung des Herstellers zu desinfizieren (z. B. mit alkoholfreien Desinfektionstüchern). Auch hier ist ein Abwischen nur mit alkoholhaltigen Tupfern nicht ausreichend.

Operationsinstrumente

Für augenärztliche so genannte kritische Instrumente, die das Auge penetrieren oder zur Arbeit in offenen Wunden am Auge eingesetzt werden, ist Sterilität zu fordern. Vor der Sterilisation ist eine sorgfältige Reinigung der Instrumente erforderlich, bei der Reste von organischem Material beseitigt werden müssen. Die in der Augenheilkunde verwendeten Instrumente sind sehr empfindlich. Daher sollte die Aufbereitung in der Hand und Verantwortung ophthalmologisch erfahrender Mitarbeiter sein. Soweit möglich, ist eine maschinelle Reinigung anzustreben. Nach der Reinigung muss ausgeschlossen sein, dass Rückstände des alkalischen Reinigungsmittels zu Komplikationen (z. B. Verätzungen) am Patientenauge führen können. Bei der Aufbereitung kommt daher einer standardisierten Zwischenspülung mit geeignetem Wasser große Bedeutung zu. Auch bei der Reinigung und Desinfektion im Reinigungs- und Desinfektionsgerät (RDG) muss durch entsprechende Programmwahl der Erfolg der Spülung sichergestellt werden, um potenziellen Verätzungen durch Rückstände alkalischer Reinigungsmittel am Patientenauge vorzubeugen. Die Entfernung alkalischer Rückstände muss in jedem Falle bei der Prozessvalidierung nachgewiesen werden (KRINKO 2012). Die Sterilisation erfolgt danach in der Regel thermisch. Sterilisationsverfahren der Wahl für die Augenarztpraxis ist die Dampfsterilisation im Autoklaven (Kap. Medizinprodukte: Sichere und umweltschonende Aufbereitung). Bei nicht hitzestabilen Materialien erfolgt die Aufbereitung nach Herstellerangaben.
Literatur
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