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Epilepsie

Cenobamat, Cannabidiol und Fenfluramin

CME: Die drei neuen Medikamente gegen epileptische Anfälle

Der medikamentöse Baukasten für konvulsive Anfälle und Epilepsien bietet viele neue wirksame Substanzen. Auch seltene Erkrankungen wie das Dravet-Syndrom oder das Lennox-Gastaut-Syndrom profitieren von den neuen Wirkstoffen. Eine Übersicht fasst wichtige Infos über die drei neusten zugelassenen Medikamente zusammen. 

Beim Pinkeln in Ohnmacht gefallen – nur eine Reflexsynkope?

Ein 59-Jähriger geht auf die Toilette und fällt bewusstlos um. Er erholt sich schnell, doch in der Klinik sackt er wiederholt zusammen. Auffällig im Langzeit-EKG ist eine Sinusbradykardie mit mehreren Sinuspausen. Der V. a. eine Reflexsynkope liegt nahe. Doch ein zufälliger Befund im EEG weist auf die tatsächliche Ursache hin.

Status epilepticus und Hirninfarkt nach mildem COVID-19-Verlauf

Eine junge, gesunde Patientin erleidet erstmalig Krampfanfälle an Arm und Gesicht und fühlt sich abgeschlagen. Der Corona-Test: positiv. Noch in der Klinik kommt es zum Status epilepticus und einem embolischen Hirninfarkt. Auffällig: Die Anfälle korrelieren mit den Entzündungswerten und deuten daraufhin, dass bereits eine milde Immunreaktion den drastischen Verlauf ausgelöst hat. (englischsprachig)

Neuropädiatrische Notfälle von A bis Z

Von allen Kindern, die akut in die Klinik eingeliefert werden, sind 30 % (auch) neurologische Notfälle. Grundlegend für die rasche Abklärung ist die Kombination aus fokussierter Anamnese und neurologischer Untersuchung. Im Leitfaden werden das diagnostische und therapeutische Vorgehen für die häufigsten Ursachen dargestellt: Von A wie Anfall bis Z wie zerebrovaskulärer Notfall.

Neurologischer Notfall

CME: Leitliniengerechte Therapie des Status epilepticus

Mit einer erhöhten Mortalitätsrate stellt der Status epilepticus einen neurologischen Notfall dar. Jede Minute ist dabei entscheidend. Nach der aktuellen Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Neurologie erfolgt eine Therapie in vier Stufen und erfordert ein dynamisches Handeln.

e.Medpedia

Epilepsien: Grundlagen und Klassifikation

Klinische Neurologie
Ein epileptischer Anfall ist durch eine episodische Funktionsstörung von Nervenzellen charakterisiert, die durch pathologische exzessive neuronale Entladungen infolge gesteigerter Erregbarkeit oder gestörter inhibitorischer Faktoren zustande kommt. Die klinischen Ausfälle hängen davon ab, welche Funktion die beteiligten Nervenzellen normalerweise besitzen. Prinzipiell unterscheidet man zwischen unprovozierten und provozierten Anfällen. Provozierte Anfälle werden durch exogene oder endogene Noxen ausgelöst und treten nicht unabhängig von diesem Auslöser auf. Das isolierte Auftreten eines epileptischen Anfalls ohne weitere richtungsweisende Befunde rechtfertigt nicht die Diagnose eines Anfallsleidens. Die Diagnose einer Epilepsie kann dann gestellt werden, wenn mindestens ein epileptischer Anfall aufgetreten ist und Befunde vorliegen, die auf die Prädisposition für weitere epileptische Anfälle hinweisen, z. B. epilepsietypische Potenziale im Elektroenzephalogramm und/oder zum Anfallsereignis passende strukturelle Läsionen in der Bildgebung. Die zuständige Task Force der Internationalen Liga gegen Epilepsie (ILAE) hat in ihrem offiziellen Bericht 2014 vorgeschlagen, Epilepsie zu definieren als jeden der folgenden Umstände: wenigstens 2 unprovozierte (oder Reflex-)Anfälle, die im Abstand von >24 h aufgetreten sind; ein unprovozierter (oder Reflex-)Anfall bei einer 10-Jahres-Wahrscheinlichkeit, die in etwa derjenigen entspricht, die nach 2 unprovozierten Anfällen besteht (≥60 %); Diagnose eines Epilepsiesyndroms. Die Rückbildung einer Epilepsie wird bei Personen angenommen, die entweder ein altersbezogenes Epilepsiesyndrom hatten und der relevanten Altersgruppe entwachsen sind oder die mehr als 10 Jahre anfallsfrei sind und seit mindestens 5 Jahren keine Antikonvulsiva mehr eingenommen haben. Es wurde somit neben einer gegenüber 2005 leicht überarbeiteten Epilepsiedefinition, in deren Zentrum die Rezidivwahrscheinlichkeit von >60 % steht, erstmals auch eine Definition für die Rückbildung der Epilepsie vorgeschlagen. Die Internationale Liga gegen Epilepsie (ILAE) hat kürzlich neue Klassifikationen für epileptische Anfälle sowie für Epilepsien und epileptische Syndrome vorgelegt. In den folgenden Abschnitten zu Epilepsien und epileptischen Anfällen wird die neue Klassifikation insofern berücksichtigt, als jetzt neue Begriffe für die Beschreibung der epileptischen Anfälle verwendet und den bisher gebräuchlichen gegenübergestellt werden. Neuerungen können auf diese Weise unkompliziert nachvollzogen werden. Die bisherigen Bezeichnungen für spezifische Epilepsiesyndrome werden in den folgenden Abschnitten beibehalten, da sie seit langer Zeit etabliert sind. Auf spezielle Empfehlungen der neuen Klassifikation wird jeweils verwiesen.

CME-Fortbildungsartikel

Interiktales EEG mit bilateralen slow Spike-Waves (sekundäre bilaterale Synchronie) bei vermuteter Frontallappenepilepsie links

01.08.2022 | Epilepsie | Zertifizierte Fortbildung

CME: Die drei neuen Medikamente gegen epileptische Anfälle

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Gehirnmodell mit Elektroenzephalografie

22.04.2022 | Neurologische Notfälle | Zertifizierte Fortbildung Neurologie

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Frau mit Migräne

01.02.2022 | Neurologische Diagnostik | Zertifizierte Fortbildung

CME: Migräne oder Epilepsie? Das sind die wichtigsten Unterschiede

Die Grenze zwischen Migräne und Epilepsie ist oft fließend – die Diagnosestellung der Erkrankungen kann daher erschwert sein, besonders aufgrund ihrer klinischen Gemeinsamkeiten und Komorbidität. Für eine zielführende Therapie ist die Diagnose jedoch entscheidend. In dieser Fortbildung werden beide Erkrankungen klar differenziert sowie praxisrelevante Inhalte vorgestellt.

19.11.2021 | Elektroenzephalografie | Zertifizierte Fortbildung Neurologie

Epileptische Anfälle bei Schlaganfall

Epileptische Anfälle sind eine häufige und relevante Komplikation nach Schlaganfall, die mit einem langfristig schlechteren funktionellen Status der Patienten einhergehen. Akut symptomatische Anfälle innerhalb der ersten sieben Tage nach …

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