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Epilepsie

Erhöhtes Unfallrisiko bei nichtmotorischem Epilepsiebeginn

EEG-Untersuchung: Fünf von 1000 Kindern haben Epilepsie.

Epilepsiekranke benötigen rund zehnfach länger bis zur richtigen Diagnose, wenn sie statt motorischer zunächst nichtmotorische fokale Anfälle entwickeln. Zudem ist jeder Zehnte mit nichtmotorischem Beginn vor der Diagnose in einen Verkehrsunfall verwickelt.

Wie SARS-CoV-2 den Nerven gefährlich wird

Notfall in der Neurologie

Schwindel, Geruchs- und Geschmacksstörungen, Schlaganfälle, Enzephalopathien und weitere neurologische Manifestationen spielen bei COVID-19 eine Rolle. Welche sind besonders häufig und schwerwiegend? Wie lange halten die Symptome an und wie kann darauf in der Praxis reagiert werden? Prof. Peter Berlit, Berlin, gibt einen Überblick und ordnet die Symptome aus neurologischer Sicht ein.

Schlaganfall: Haben Sie die Sekundärkomplikationen im Blick?

Verwirrter Mann im Bett

Neben der Behandlung kardiovaskulärer Risikofaktoren steht vor allem die Prävention und Therapie von Sekundärkomplikationen im Mittelpunkt der Schlaganfallnachsorge. Wie Sie das Spektrum der Komplikationen überblicken können und welche Präventionsmaßnahmen und Therapien sinnvoll sind, lesen Sie im Beitrag.

S2k-Leitlinie: Insomnie bei neurologischen Erkrankungen

Mann im Bett

Was gibt es Neues zur Therapie von Schlafstörungen bei verschiedenen neurologischen Erkrankungen? Im Beitrag finden Sie die aktuellen Empfehlungen zum Umgang mit Insomnie bei Erkrankungen wie Demenz, Kopfschmerzen, Epilepsie, Schlaganfall und mehr.

Epileptischer Krampfanfall ließ Lendenwirbel bersten

Computertomographie der LWS/Sakrum

Das Frakturrisiko bei Epileptikern ist im Vergleich zur Normalpopulation erhöht, und meist ist es ein Sturz oder ein Unfall während des Krampfanfalls, der die Fraktur bedingt. Doch es geht auch anders: Bei einigen Patienten reichen allein die Muskelkontraktionen in der tonischen Phase aus, um Knochen brechen zu lassen. In diesem Fallbericht traf es den Lendenwirbel.

e.Medpedia

Epilepsien: Grundlagen und Klassifikation

Klinische Neurologie
Ein epileptischer Anfall ist durch eine episodische Funktionsstörung von Nervenzellen charakterisiert, die durch pathologische exzessive neuronale Entladungen infolge gesteigerter Erregbarkeit oder gestörter inhibitorischer Faktoren zustande kommt. Die klinischen Ausfälle hängen davon ab, welche Funktion die beteiligten Nervenzellen normalerweise besitzen. Prinzipiell unterscheidet man zwischen unprovozierten und provozierten Anfällen. Provozierte Anfälle werden durch exogene oder endogene Noxen ausgelöst und treten nicht unabhängig von diesem Auslöser auf. Das isolierte Auftreten eines epileptischen Anfalls ohne weitere richtungsweisende Befunde rechtfertigt nicht die Diagnose eines Anfallsleidens. Die Diagnose einer Epilepsie kann dann gestellt werden, wenn mindestens ein epileptischer Anfall aufgetreten ist und Befunde vorliegen, die auf die Prädisposition für weitere epileptische Anfälle hinweisen, z. B. epilepsietypische Potenziale im Elektroenzephalogramm und/oder zum Anfallsereignis passende strukturelle Läsionen in der Bildgebung. Die zuständige Task Force der Internationalen Liga gegen Epilepsie (ILAE) hat in ihrem offiziellen Bericht 2014 vorgeschlagen, Epilepsie zu definieren als jeden der folgenden Umstände: wenigstens 2 unprovozierte (oder Reflex-)Anfälle, die im Abstand von >24 h aufgetreten sind; ein unprovozierter (oder Reflex-)Anfall bei einer 10-Jahres-Wahrscheinlichkeit, die in etwa derjenigen entspricht, die nach 2 unprovozierten Anfällen besteht (≥60 %); Diagnose eines Epilepsiesyndroms. Die Rückbildung einer Epilepsie wird bei Personen angenommen, die entweder ein altersbezogenes Epilepsiesyndrom hatten und der relevanten Altersgruppe entwachsen sind oder die mehr als 10 Jahre anfallsfrei sind und seit mindestens 5 Jahren keine Antikonvulsiva mehr eingenommen haben. Es wurde somit neben einer gegenüber 2005 leicht überarbeiteten Epilepsiedefinition, in deren Zentrum die Rezidivwahrscheinlichkeit von >60 % steht, erstmals auch eine Definition für die Rückbildung der Epilepsie vorgeschlagen. Die Internationale Liga gegen Epilepsie (ILAE) hat kürzlich neue Klassifikationen für epileptische Anfälle sowie für Epilepsien und epileptische Syndrome vorgelegt. In den folgenden Abschnitten zu Epilepsien und epileptischen Anfällen wird die neue Klassifikation insofern berücksichtigt, als jetzt neue Begriffe für die Beschreibung der epileptischen Anfälle verwendet und den bisher gebräuchlichen gegenübergestellt werden. Neuerungen können auf diese Weise unkompliziert nachvollzogen werden. Die bisherigen Bezeichnungen für spezifische Epilepsiesyndrome werden in den folgenden Abschnitten beibehalten, da sie seit langer Zeit etabliert sind. Auf spezielle Empfehlungen der neuen Klassifikation wird jeweils verwiesen.

CME-Fortbildungsartikel

09.10.2020 | Fieberkrämpfe | CME

Fieberkrämpfe

Fieberkrämpfe (FK) kommen zwischen dem 6. Lebensmonat und 6. Lebensjahr vor (kumulative Inzidenz 3–4 %). Die Altersabhängigkeit resultiert aus der Unreife des Zentralnervensystems vor einem genetischen Hintergrund. Die Mehrzahl tritt innerhalb von …

02.06.2020 | Bewegungsstörungen | CME Zertifizierte Fortbildung | Ausgabe 4/2020

CME: So diagnostizieren Sie die 17 Tremorsyndrome

Zur Differenzialdiagnose des Tremors werden in erster Linie klinische diagnostische Mittel eingesetzt. In der neuesten Klassifikation werden aufgrund klinischer Kriterien 17 Syndrome unterschieden. Welche Schritte Sie systematisch zur richtigen Diagnose bringen, beschreibt der Beitrag.

02.06.2020 | Hyponatriämie | CME | Ausgabe 4/2020

CME: Hyponatriämie im Alter – Diagnose leicht gemacht

Eine Hyponatriämie wird am häufigsten durch das Syndrom der inadäquaten Sekretion von antidiuretischem Hormon – und darunter durch Medikamente verursacht. Die klinischen Symptome reichen von leichten Aufmerksamkeitsstörungen bis zu Koma und Tod. Ein schrittweises diagnostisches Vorgehen ist Voraussetzung, um die zugrunde liegende(n) Ursache(n) zu identifizieren.

25.05.2020 | THS | Zertifizierte Fortbildung Psychiatrie | Ausgabe 5/2020

Tiefe Hirnstimulation eröffnet eine neue Option bei psychiatrischen Erkrankungen

Die tiefe Hirnstimulation (THS) ist bei ausgewählten Bewegungsstörungen mittlerweile ein etabliertes Verfahren und wird zunehmend auch als Behandlungsmöglichkeit bei psychischen Störungen erforscht. Bei schwerer Zwangsstörung stellt THS heute …

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24.06.2020 | Konversionsstörung | Leitthema | Ausgabe 3/2020

Psychogen oder epileptisch? Zwei Fälle mit "falschen Fährten"

Die Diagnose "Psychogene nichtepileptische Anfälle" (PNEA) ist eine der häufigen Differenzialdiagnosen der Epilepsie, die aufgrund der semiologischen Ähnlichkeit nicht leicht zu stellen ist. Zwei Fallbeispiel zeigen Fallstricke bei der Differentialdiagnostik auf und geben praktische Tipps, welche Parameter auf jeden Fall erfasst werden sollten.

27.05.2020 | COVID-19 | Original Work Zur Zeit gratis

Krampfanfälle bei kritisch kranken COVID-19-Patienten

Im englischsprachigen Artikel werden Fälle von zwei kritisch kranken positiv auf SARS-CoV-2 getestete Patienten beschrieben, die Krampfanfällen – einer sogar einen Status epilepticus – entwickeln. Die Autoren stellen heraus, wie wichtig ein neurologisches Monitoring in diesem Zusammenhang sein kann.

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