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14.11.2017 | Originalien | Ausgabe 12/2018

Der Ophthalmologe 12/2018

Gründe für Therapieverzögerung und -abbruch bei altersabhängiger Makuladegeneration

Zeitschrift:
Der Ophthalmologe > Ausgabe 12/2018
Autoren:
M. W. M. Wintergerst, J. Bouws, J. Loss, B. Heimes, D. Pauleikhoff, F. G. Holz, PhD Prof. Dr. R. P. Finger
Wichtige Hinweise
Die Ergebnisse wurden als Vortrag auf dem DOG-Kongress 2017 in Berlin präsentiert.

Zusammenfassung

Hintergrund

Entscheidende Voraussetzungen für eine erfolgreiche Therapie der neovaskulären altersabhängigen Makuladegeneration (nvAMD) sind ein früher Therapiestart und regelmäßige Kontrollen. Jedoch kommt es häufig zu einer verzögerten Injektionsinitiierung oder einem nicht medizinisch indizierten Therapieabbruch, was die Therapieeffizienz verringert.

Ziel der Arbeit

Identifikation der Gründe für Verzögerung des Therapiestarts sowie für einen nicht medizinisch indizierten Therapieabbruch.

Material und Methoden

Patienten, die eine neue Therapie begonnen haben, und solche, die eine Therapie selbstständig abgebrochen haben, wurden telefonisch jeweils mit einem standardisierten Fragebogen interviewt. Die Ergebnisse der Befragung wurden deskriptiv zusammengefasst.

Ergebnisse

Es wurden 100 Patienten, bei denen eine Therapie initiiert wurde, und 55 Therapieabbrecher befragt. Bei Therapiestart kam es durchschnittlich zu einer Verzögerung von 22 (±28 SD) Tagen. Diese war größtenteils durch die Zeit bis zur Entschlussfindung, einen Augenarzt aufzusuchen, bedingt. Folgende Hauptgründe wurden für den Therapieabbruch angegeben: Transportprobleme (27 %), allgemein schlechter Gesundheitszustand (25 %) und die Annahme, die Therapie bringe nichts (11 %). 63 % der Therapieabbrecher gaben an, grundsätzlich eine Therapie wieder aufnehmen zu wollen.

Schlussfolgerungen

Bei der Versorgung von nvAMD-Patienten gibt es sowohl beim Therapiestart als auch bei der Therapieaufrechterhaltung Verbesserungspotenzial. Sensibilisierung für die initialen Symptome einer nvAMD ist wichtig ebenso wie die Reduktion der Barrieren zur Therapieaufrechterhaltung, da die Mehrzahl der Abbrecher die Therapie gerne fortführen würde.

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