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Nasopharynxkarzinom – ein aktueller Überblick über eine spezielle Tumorentität

Erschienen in:

Zusammenfassung

Karzinome des Nasopharynx stellen eine spezielle Entität dar, die sich von anderen Kopf-Hals-Tumoren in ihrer Ätiologie, Tumorbiologie, Diagnostik und Therapie unterscheiden. Die Karzinogenese ist teils unverstanden. Zentral scheint neben weiteren Umweltfaktoren das Zusammenspiel genetischer Faktoren und chronischer Epstein-Barr-Virus(EBV)-Infektion zu sein. Diese könnte verantwortlich sein für die stark variierende geografische Häufigkeit. Die wichtigste Säule der Therapie in der kurativen Primärsituation stellt die Strahlentherapie dar, die bei fortgeschrittenen Stadien durch eine platinhaltige Chemotherapie ergänzt wird und je nach Stadium flankiert wird durch eine Induktion und/oder adjuvante Chemotherapie. Gängige Therapieschemata der Induktion sind Gemcitabin/Cisplatin oder Cisplatin/Docetaxel/5-Fluorouracil (5-FU; „TPF-Schema“). In der adjuvanten Therapie steht neben Cisplatin/5-FU auch die nebenwirkungsärmere Alternative Capecitabin zur Verfügung, auf Basis der Ergebnisse neuerer Studien. In den letzten Jahren gibt es zunehmende Bestrebungen, Therapien von lokal fortgeschrittenen Tumoren anhand weiterer prädiktiver Marker zu stratifizieren, wie beispielsweise der Menge der EBV-DNA-Plasmakonzentration oder Tumormasse. Bei Lokalrezidiven ist die Salvage-Operation Therapie der Wahl, die zunehmend endoskopisch durchgeführt werden kann. In der palliativen Systemtherapie spielt neben dem Erstlinienschema Gemcitabin/Cisplatin die Immuntherapie eine zunehmende Rolle.
Titel
Nasopharynxkarzinom – ein aktueller Überblick über eine spezielle Tumorentität
Verfasst von
Dr. H. B. Zech
G. Matnjani
P. Schafhausen
C. S. Betz
Publikationsdatum
28.02.2024
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
best practice onkologie / Ausgabe 3/2024
Print ISSN: 0946-4565
Elektronische ISSN: 1862-8559
DOI
https://doi.org/10.1007/s11654-024-00560-w
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