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Traumata, traumatogene Faktoren und pathologisches Glücksspielen

Genderspezifische Analyse

  • 01.01.2010
  • Originalien
Erschienen in:

Zusammenfassung

Im Hinblick auf soziodemografische Daten, anamnestische Traumata und potenziell traumatogene Faktoren wurden 100 männliche mit 100 weiblichen pathologischen Glücksspielern verglichen. Beide Populationen befanden sich zur spezifischen stationären Therapie in der AHG Klinik Münchwies. Die weibliche Stichprobe fiel durch einen späteren Glücksspielbeginn, eine raschere Progression des Krankheitsverlaufs sowie durch eine wesentlich höhere Traumatisierungsquote (Vernachlässigung, körperliche Misshandlungen, sexueller Missbrauch und andere Traumata in Kindheit und Erwachsenenalter) auf. Körperliche Gewalttätigkeiten der Mütter, ein jüngeres Alter bei den Scheidungen der Eltern sowie eine erhöhte Quote an erlittener Gewalt in der Partnerschaft und an Suchterkrankungen der Partner unterschieden weiterhin die weibliche von der männlichen Stichprobe signifikant.
Titel
Traumata, traumatogene Faktoren und pathologisches Glücksspielen
Genderspezifische Analyse
Verfasst von
Dr. Monika Vogelgesang
Publikationsdatum
01.01.2010
Verlag
Springer-Verlag
Erschienen in
Die Psychotherapie / Ausgabe 1/2010
Print ISSN: 2731-7161
Elektronische ISSN: 2731-717X
DOI
https://doi.org/10.1007/s00278-009-0670-x
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