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25.10.2016 | Harnröhrenstrikturen | Leitthema | Ausgabe 3/2017

Der Urologe 3/2017

Harnröhrenstrikturen nach Strahlentherapie

Zeitschrift:
Der Urologe > Ausgabe 3/2017
Autoren:
Dr. C. M. Rosenbaum, O. Engel, M. Fisch, L. A. Kluth

Zusammenfassung

Strahlenbedingte Harnröhrenstrikturen treten v. a. nach Bestrahlung der Prostata beim Prostatakarzinom auf und stellen eine der häufigsten Langzeitnebenwirkungen der Strahlentherapie dar. Strikturen treten meist in den ersten 2 Jahren nach Bestrahlung auf. Die niedrigsten Strikturraten zeigen sich bei der perkutanen Radiatio, höhere Raten zeigen sich bei der Brachytherapie, die höchste Inzidenz kann bei der Kombination aus beiden Verfahren gesehen werden. Bei Weitem am häufigsten zeigen sich Strikturen im Bereich der bulbomembranösen Harnröhre. Die Diagnostik sollte neben der klinischen urologischen Untersuchung eine Sonographie, Harnstrahlmessung, Urethrozystoskopie und ein kombiniertes retrogrades und Miktionszystourethrogramm beinhalten. Endoskopische Therapien wie die Dilatation und die Harnröhrenschlitzung können bei kurzen bulbomembranösen Strikturen als primäre Therapie versucht werden, zeigen aber hohe Rezidivraten. Harnröhrenplastiken wie die End-zu-End-Anastomosierung (EPA) zeigen deutlich höhere Erfolgsraten von 70–95 %, die Inkontinenzraten liegen zwischen 7 und 40 %. Die Erfolgsraten der Harnröhrenplastik mit Mundschleimhautautotransplantat (MSH) liegen zwischen 71 und 78 %, die Inkontinenzraten zwischen 10,5 und 44 %. Eine postoperative Harninkontinenz kann in der Regel mit der Implantation eines artifiziellen Sphinkters erfolgreich und sicher behandelt werden. Insgesamt erscheint bei kürzeren Harnröhrenstrikturen die EPA das Verfahren der Wahl, während bei längeren Strikturen eine Harnröhrenplastik mit MSH angezeigt ist. Mit dem Patienten sollten alle Therapieoptionen im Hinblick auf die Strikturausdehnung, Lokalisation und eventueller postoperativer Inkontinenz diskutiert werden.

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