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Die Onkologie

Darmkrebsfrüherkennung

Erschienen in:

Zusammenfassung

Hintergrund

Das kolorektale Karzinom (KRK) ist in Deutschland bei Männern die dritthäufigste und bei Frauen die zweithäufigste Krebserkrankung. Das Lebenszeitrisiko beträgt etwa 6 %. 26.000 Patienten versterben an den Folgen der Erkrankung. Im Folgenden werden Empfehlungen zur Früherkennung/Vorsorge (zusammengefasst als Screening bezeichnet) gegeben.

Schlussfolgerungen

In der Allgemeinbevölkerung ohne familiäres Risiko sollte das Screening mit 50 Jahren beginnen. Es steht eine Reihe von Screeningmethoden zur Verfügung. Diese können unterteilt werden in Methoden, die vorwiegend Karzinome detektieren: fäkale okkulte Bluttests (Guajak-Verfahren, gFOBT) und immunochemische Verfahren (iFOBT oder FIT), Stuhluntersuchungen auf genetische Veränderungen oder Messung der M2-PK-Konzentration und Bluttests. Methoden, die Karzinome und Polypen diagnostizieren können, sind die Koloskopie, Sigmoidoskopie, CT-/MR-Kolonographie und die Kapselendoskopie. Endoskopische Verfahren ermöglichen durch die Detektion und Therapie prämaligner Adenome eine Karzinomverhinderung (Primärprävention). In der aktuellen S3-Leitlinie wird die Koloskopie als bevorzugte Screeningmethode empfohlen; bei Ablehnung stellen FOBT eine Alternative dar. Die Koloskopie ist seit 2002 Bestandteil des gesetzlichen Krebsfrüherkennungsprogramms in Deutschland.
Titel
Darmkrebsfrüherkennung
Verfasst von
Dr. C. P. Pox
F. Kühn
E. Klar
Publikationsdatum
10.06.2016
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Erschienen in
Die Onkologie / Ausgabe 8/2016
Print ISSN: 2731-7226
Elektronische ISSN: 2731-7234
DOI
https://doi.org/10.1007/s00761-016-0048-y
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