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Über dieses Buch

„Zukunft braucht Herkunft“ ist ein Motto, das auf die Plastische und Ästhetische Chirurgie ganz besonders gut zutrifft. Die Möglichkeiten des Fachgebiets nehmen rasant zu und stehen wie nie im Lichte der Öffentlichkeit, besonders ihr ästhetischer Zweig. Um bei den Entwicklungen dieses modernen Faches die Orientierung zu behalten, sollten sich Plastische und Ästhetische Chirurgen mit der Herkunft Ihres Fachgebiets auseinander setzen. Wo hat die Plastische und Ästhetische Chirurgie Ihre Wurzeln, die weiter in die Zeit zurückreichen, als vielleicht gedacht? Welchen Ereignissen, Personen und Institutionen hat es die Plastische und Ästhetische Chirurgie zu verdanken, sich als eigenes Fachgebiet im Kanon der medizinischen Fächer durchzusetzen und respektiert zu werden? Welche ethischen Grundsätze sollten Praktiker für ihre tägliche Arbeit aus der Geschichte des Faches ableiten, damit die Plastische und Ästhetische Chirurgie weiterhin stabil auf den vier Säulen Rekonstruktion, Verbrennungschirurgie, Handchirurgie und Ästhetik steht und nicht etwa zu einer reinen „Schönheitschirurgie“ wird? Auch für Fachärzte aus angrenzenden Bereichen und für den an Medizingeschichte interessierten Laien ist dieser Abstecher in die Entwicklung der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie mit vielen historischen Abbildungen eine spannende Lektüre.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Von der vorgeschichtlichen Zeit bis in die Neuzeit

Zusammenfassung
Am Beginn der kulturgeschichtlichen Forschungen auf dem anfänglich philosophischen, medizinischen und künstlerischen Gebiet der Chirurgie stand zunächst das Bemühen um das Verständnis des sensiblen Bewusstseins und der sensiblen Intelligenz unserer „species homo sapiens“. Hillmann (2005) stellt fest, dass Menschen ein sog. „sensibles Bewusstsein“ und eine „sensible Intelligenz“ besitzen, die mit der sensiblen Intelligenz der Tiere, die in der Natur leben, vergleichbar sei. Das sensible Bewusstsein und die sensible Intelligenz können, aus entwicklungsgeschichtlicher und vergleichend psychologischer Sicht, als Grundlage der Ästhetik als Lehre vom Schönen angesehen werden (Hillmann 2005).
Günter Maria Lösch

2. Wiederentdeckung und Fortschritte der Plastischen Chirurgie im 18. und 19. Jahrhundert

Zusammenfassung
Eine erkenntnistheoretische und sinnliche Betrachtung des Schönen in den Betrachtungen von Romantikern und Kant im Spiegel moderner Denker wie Umberto Eco führt zur Erkenntnis der besonderen Bedeutung von Ästhetik in der Medizin mit weitreichenden ethischen Auswirkungen für die Plastischen Chirurgen.
Günter Maria Lösch

3. Besondere Entwicklungen zwischen dem 1. und dem 2. Weltkrieg

Zusammenfassung
Gadamers Gedanke unseres täglichen Lebens als ein beständiges Schreiten durch die Gleichzeitigkeit von Vergangenheit und Zukunft gibt Anlass zu der Frage, ob diejenigen, die ihr Leben der Plastischen Chirurgie widmen, diesen Anforderungen auch entsprechen. In der Zeit des 1. Weltkrieges entstand das Konzept der Plastischen Chirurgie. Eine genauere Sicht auf die Methoden der Wundheilung in der Zeit bis zum Ende des 2. Weltkrieges führt von der Sepsis über die Antisepsis zur Hygiene.
Günter Maria Lösch

4. Entwicklung der Plastischen Chirurgie zwischen dem Ende des 1. und dem Ende des 2. Weltkrieges

Zusammenfassung
Golo Mann formuliert die „neue Wissenschaft“. Nach ihrem Modell orientiert sich auch das Konzept der Plastischen Chirurgie, das von 1914 bis 1939 entsteht und sich fortentwickelt. Die Plastische Chirurgie gewinnt an Bedeutung. Es werden Kliniken und Zentren aufgebaut. In Europa und in den USA werden Schritte auf dem Weg zum Facharzt für Plastische Chirurgie eingeleitet. Es treten national gebundene und internationale Spezialisierungen auf. Neue Fachgebiete werden eingerichtet.
Günter Maria Lösch

5. Die Zeit nach dem 2. Weltkrieg bis zur Europäischen Union

Zusammenfassung
Europa in Ruinen: Augenzeugenberichte aus den Jahren 1945 bis 1948 werfen Licht auf den Allgemeinzustand der Zeit. Die Jahre von 1945 bis 1968 bedeuten zunächst Wiederaufbau. Der Marshallplan wird umgesetzt und die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft wird gegründet. Die Plastische Chirurgie macht Fortschritte in Europa und in den USA. Auch in Deutschland bewegt sich etwas mit der Entstehung der Vereinigung der Deutschen Plastischen Chirurgen und ihren konkreten Zielsetzungen.
Günter Maria Lösch

6. Auf dem Weg zur internationalen Anerkennung der Plastischen Chirurgie als Monospezialität

Zusammenfassung
Die europäische Wirtschaftsgemeinschaft wird am 25.3.1957 in Rom begründet. Ihr Einfluss auf die paritätische Anerkennung der medizinischen und chirurgischen Spezialgebiete im gemeinsamen Europa und ihre Bedeutung für die Plastische Chirurgie als Spezialgebiet war nicht unbedeutend.
Günter Maria Lösch

7. Die Jahre 1977 bis 2013 – Ästhetik und Ethik in der Plastische Chirurgie

Zusammenfassung
Seit der Zeit Goethes und Schillers gehörten die Philosophie, die Ethik, die Ästhetik und die Naturphilosophie zusammen mit der Medizin zur Kultur des Abendlandes. Das Adjektiv „plastisch“ in Zusammenhang mit Chirurgie erinnert an die untrennbare Verbindung des Guten, Wahren und Schönen mit der Chirurgie. Ärzte sind damit aufgerufen, bei jedem Patienten zu prüfen, ob die Voraussetzungen für die „Kunst des Heilens“ gegeben sind. Eine umfassende Aufklärung ist notwendig, vor allem wenn es gilt, die Natürlichkeit zu erhalten.
Günter Maria Lösch

8. Ethik der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgie – Geschichte, Ästhetik und Berufsordnung der Bundesärztekammer

Zusammenfassung
Ethik im Wandel der Zeit bezieht sich immer auf die Bewertung von Handeln im Hinblick auf den Menschen. Das gegenseitige, auf Menschlichkeit und Vertrauen basierende Verhältnis von Arzt und Patient ist von entscheidender Bedeutung. Die Berufsordnung zu kennen, in der ethische Maßstäbe niedergelegt sind, sollte für jeden Facharzt selbstverständlich sein.
Günter Maria Lösch

9. Schönheit des menschlichen Körpers in der Medizin

Zusammenfassung
Die ästhetische Wahrnehmung des menschlichen Körpers war tiefgreifenden Wandlungen unterworfen. Wir ziehen einen Bogen von der symbolischen Schönheit der Musen in der antiken Mythologie über die Wiedergeburt des Narziss in der Darstellung des Caravaggio. Der Mythos des Hermaphroditos wird von einem neuen Gesichtspunkt aus beleuchtet. Die „Formel des Lebens“ in ihren Wandlungen über alle Zeiten hinweg ist, so zeigt es die neue kulturwissenschaftliche Forschung, für unsere heutigen Auffassungen von Ästhetik äußerst relevant.
Günter Maria Lösch

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