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Über dieses Buch

Dieses Buch vermittelt das gesamte für eine altersentsprechende, optimale und erfolgreiche Behandlung erforderliche Spezialwissen. Dabei erleichtert das einheitliche Konzept das schnelle Auffinden der gesuchten Verletzung und der dazugehörenden wichtigen Informationen:

einheitlicher Kapitelaufbaustrukturierte Übersichtstabellen zu den häufigsten Frakturtypen mit den Informationen zu Diagnostik und Therapie

Klassifikation der FrakturenSchemazeichnungen aller Verletzungstypen unter Berücksichtigung wachstumsspezifischer Besonderheitencharakteristische Fallbeispiele mit typischen Röntgenbildernalle Verletzungen der Extremitäten einschließlich Becken und WirbelsäuleDie Neuauflage des 2006 in 1.Auflage und 2010 in 2.Auflage erschienenen Werkes wurde umfassend aktualisiert und überarbeitet.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Allgemeiner Teil

Frontmatter

1. Knochenwachstum und Knochenheilung

Der Knochen im Wachstumsalter wird in Epiphyse, Metaphyse und Diaphyse unterteilt, wobei die Wachstumsfuge Epiphyse und Metaphyse trennt. Der Knochen wächst in der Epiphysenfuge in die Länge und peri- und endostal in die Dicke. Die primär knorpeligen Epiphysen werden durch langsam wachsende Knochenkerne radiologisch darstellbar und sind für jede Altersgruppe charakteristisch. Mit Wachstumsabschluss verknöchert die Wachstumsfuge. Die Knochenheilung im Kindesalter erfolgt über Kallusbildung und ist altersabhängig schnell. Je älter die Kinder sind, umso geringer ist jedoch die Korrekturrate im Rahmen der Heilung.
L. von Laer

2. Verletzungsformen

Die Beteiligung der Epiphysenfuge ist charakteristisch für Frakturen im Kindesalter. Die Klassifikation der Epiphysenverletzungen und -frakturen wird detailliert dargestellt. Zu unterscheiden sind reine Epiphysenlösungen und Epiphysenfrakturen, die den Gelenkknorpel mitbetreffen. Mit Beginn des Fugenschlusses im Adolezentenalter treten die Übergangsfrakturen als Sonderform mit Gelenkbeteiligung auf. Luxationen und Luxationsfrakturen erfordern eine dezidierte Analyse des Verletzungsmusters.
L. von Laer

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3. Frakturklassifikationen im Kindesalter

Frakturen im Kindesalter werden hinsichtlich der Beteiligung der Wachstumsfugen gesondert klassifiziert. Hierbei wird insbesondere auf die Beteiligung der Wachstumsfugen Rücksicht genommen, aber auch auf die möglichen Wachstumsstörungen. Die AO-Klassifikation von Frakturen im Kindesalter wird detailliert dargestellt, ebenso die LILA-Klassifikation. Für spezielle Verletzungsregionen finden sich die anatomischen Klassifikationen in den jeweiligen Kapiteln.
T. Slongo, L. Audigé, D. Schneidmüller, L. von Laer

4. Epidemiologie

Die Verletzungsmuster bei Kindern unterscheiden sich von denen Erwachsener. Sowohl anatomische als auch altersspezifische Verletzungsmuster werden epidemiologisch dargestellt. Bedingt durch die altersabhängigen Wachstumsvorgänge treten bei Kindern typische Verletzungsformen in einem charakteristischen Alter gehäuft auf.
R. Kraus

5. Radiologische Diagnostik

Die radiologische Diagnostik des Kindes basiert im Wesentlichen auf dem Röntgenbild. Die altersabhängige Kenntnis der Ossifikationszentren und Wachstumsfugen ist daher von großer Bedeutung, da Diagnostik, Therapie und Heilungsverlauf hierüber erfasst werden. Die MRT-Diagnostik hat sich insbesondere für das Kniegelenk als maßgebliche Untersuchung bei Kniebinnenschäden durchgesetzt, während die CT für die Schädel-Hirn- und die Polytraumadiagnostik mit Anwendung von strahlenreduzierenden Protokollen entscheidend sind.
Th. J. Vogl, A. Wetter, D. Schneidmüller

6. Behandlungsprinzipien

Nicht invasive Therapieverfahren stellen noch immer die häufigste Behandlungsart im Wachstumsalter dar. Die differenzierte Kenntnis der Ziele, Arten, Indikationen, Möglichkeiten und Grenzen sowie der Materialien und der praktischen Anwendung ist essenzielle Voraussetzung jeder kindgerechten Vorgehensweise. Hierbei sind Aufwand der Behandlung für Patienten und Behandelnden (Anwendung, Kontrollen), Risiken und eventuelle Verfahrenswechsel zu beachten und individuell zu berücksichtigen.
A. M. Worel, T. Slongo

7. Gefäßverletzungen

Gefäßverletzungen sind im Kindesalter eine Rarität, dürfen aber nicht übersehen werden. Neben seltenen offenen Verletzungen stellen dislozierte Gelenkverletzung, vor allem am Ellenbogen, die häufigste Ursache dar. Intimaläsionen erfordern in der Regel einen Gefäßersatz.
J. Frank

8. Nervenverletzungen

Verletzungen von Nerven sind je nach Kooperation bei Kindern schwer zu diagnostizieren. Bei sensiblen und motorischen Läsionen ist zu unterscheiden, ob es sich um Überdehnungen oder Durchtrennungen handelt. Nervendurchtrennungen erfordern die mikrochirurgische Naht und im Einzelfall auch eine Interposition mit mikrochirurgischer Technik.
J. Frank

9. Sehnenverletzungen

Sehnenverletzungen im Kindesalter müssen durch dezidierte Untersuchung ausgeschlossen und können leicht übersehen werden. Primäre Sehnendurchtrennungen müssen mit etablierten Nahttechniken versorgt werden, wobei die Nachbehandlung bei Kleinkindern gegenüber älteren Kinder modifiziert werden muss. Auch sekundäre Sehnenrekonstruktionen müssen schon im Kindesalter durchgeführt werden, um die Funktion zu erhalten.
J. Frank

10. Medikamentöse Therapie

Die Schmerzen von Kindern müssen gut eingeschätzt und in jedem Fall behandelt werden. Kinderspezifische Schmerzskalen können zusätzlich zur klinischen Beurteilung verwendet werden. Die Schmerztherapiekonzepte sollten möglichst mit Kinderärzten abgestimmt werden. Beispielhaft wird hier das Berner Schmerzkonzept dargestellt.
T. Slongo, D. Schneidmüller

Spezieller Teil

Frontmatter

11. Schulter

Frakturen der Klavikula sind häufige Verletzungen, die nur selten einer operativen Therapie bedürfen. Sternoklavikularluxationen erfordern eine Schnittbildgebung und stellen anspruchsvolle Verletzungen dar. Schultereckgelenkverletzungen sowie Skapulafrakturen erfordern selten eine operative Stabilisierung. Bei Schulterluxationen müssen akute von habituellen unterschieden werden und erfordern bei Dislokation des Labrums eine arthroskopische Stabilisierung.
W. Schlickewei, M. Seif El Nasr, W. E. Linhart, F. J. Schneider, S. Rose

12. Oberarm

Proximale Humerusfrakturen haben ein hohes Korrekturpotenzial und können bei Kleinkindern und Kindern häufig konservativ behandelt werden. Dislozierte Frakturen bei älteren Kindern sollten nach Reposition mit retrograder ESIN oder perkutanen K-Drähten fixiert werden. Humerusschaftfrakturen können ebenfalls bei moderater Dislokation konservativ behandelt werden, erfordern bei erheblicher Verkürzung oder Schmerzhaftigkeit jedoch eine intramedulläre elastische Marknagelung.
W. E. Linhart, F. J. Schneider, S. Rose

13. Ellenbogen

Die genaue Analyse von Ellenbogenverletzungen im Kindesalter ist essenziell wichtig, aber auch schwierig. Ellenbogenluxationen mit Epikondylenabrissen werden reponiert und der Epikondylus meist refixiert. Die suprakondyläre distale Humerusfraktur muss genau klassifiziert werden. Sie erfordert eine korrekte Reposition und bei höhergradigen Frakturen eine Osteosynthese. Intraartikuläre Condylus-radialis-Verletzungen müssen erkannt und bei vollständigen Frakturen mittels Schraubenosteosynthese oberhalb der Fuge fixiert werden.
L. M. Wessel, D. Schneidmüller, A. Weinberg, C. Castellani, S. Rose, I. Marzi

14. Proximaler Radius und Olekranon

Frakturen des proximalen Radiuskopfes weisen ein altersabhängiges großes Korrekturpotenzial auf und werden überwiegend konservativ behandelt. Bei Überschreiten der Toleranz sollten indirekte Operationsverfahren angewandt werden, um die Durchblutung nicht zu gefährden. Dislozierte Olekranonfrakturen sind Gelenkfrakturen, die korrekt eingerichtet und stabilisiert werden müssen.
P. P. Schmittenbecher, S. Rose, I. Marzi

15. Unterarm

Frakturen des Unterarms unterscheiden sich in der Therapie je nach Lokalisation im Schaft oder am distalen Unterarm. Unterarmschaftfrakturen, Biegungsbrüche und vollständige Frakturen, werden überwiegend operativ nach geschlossener Reposition und intramedullärer Marknagelung (ESIN) behandelt, um ein gutes funktionelles Resultat zu erreichen. Dislozierte distale Unterarmfrakturen werden ebenfalls operativ eingerichtet und meist mit K-Drähten fixiert, während ein Großteil der nur abgeknickten oder eingestauchten Frakturen oder Epiphysiolysen konservativ behandelt werden können.
C. Ploss, S. Rose, I. Marzi

16. Hand

Handwurzelverletzungen im Kindesalter sind selten und finden sich überwiegend bei Adoleszenten. Röntgen und MRT sind für die Diagnose wesentlich und erlauben die Therapieentscheidung. Mittelhandfrakturen werden radiologisch diagnostiziert und meist konservativ behandelt, wobei Rotationsfehler unbedingt operativ eingerichtet und stabilisiert werden müssen. Fingerverletzungen betreffen außerordentlich häufig die Weichteile, können aber auch schwer zu erkennen Knorpelverletzungen sein, die ebenso wie dislozierte Fugenverletzungen eingerichtet werden müssen.
J. Frank, I. Marzi

17. Becken

Beckenfrakturen treten auch im Kindesalter auf und werden aufgrund der hohen Elastizität des Beckens teilweise unterschätzt. Die Klassifikation von Beckenfrakturen beim Kind sowie die Analogien zu der Klassifikation des Erwachsenen werden dargestellt. Die konservativen oder operativen Indikationen werden verletzungstypisch dargestellt und das jeweilige Therapiekonzept erläutert. Auch die seltenen Azetabulumfrakturen beim Kind werden beschrieben und schematisch illustriert.
A. Thannheimer, I. Marzi, V. Bühren

18. Hüfte

Frakturen des proximalen Femurs werden nach Delbet und Colonna klassifiziert. Diese Klassifikation mit Beispielen und Therapieoptionen wird detailliert dargestellt. Darüber hinaus werden Apophysenverletzungen und Hüftluxationen beschrieben, wobei der Ausschluss von knorpeligen Verletzungen des Azetabulums mittels MRT bei Verletzungsverdacht erforderlich ist.
H.-G. Dietz, D. Schneidmüller

19. Oberschenkel

Femurfrakturen treten nur bei großer Krafteinwirkung, aber in allen Altersstufen auf. Bis zum Alter von 3 Jahren steht die konservative Behandlung im Vordergrund, bei älteren Kindern ist die operative Stabilisierung praktisch immer indiziert. Dabei steht die elastisch-stabile Marknagelung (ESIN) im Vordergrund, gefolgt vom Fixateur externe, während bei Adoleszenten auch Marknägel oder Platten indiziert sein können.
M. Maier, S. Rose, D. Schneidmüller, I. Marzi

20. Knie

Im Bereich des Kniegelenks können verschiedenste Verletzungen auftreten: Frakturen mit und ohne Epiphysenbeteiligung, Bandverletzungen mit und ohne knöcherne Beteiligung, reine Kniebinnenverletzungen und Patellaluxationen oder -frakturen. Die altersabhängigen Befunde, charakteristische Verletzungsmuster am Kniegelenk und die Therapie werden detailliert dargestellt und operationstechnische Hinweise gegeben.
D. Schneidmüller, S. Rose, J. Frank, I. Marzi

21. Unterschenkel

Unterschenkelfrakturen bei Kindern sind relativ häufig. Dabei muss zwischen proximalen, diaphysären und distalen Frakturen unterschieden werden. Bei den metaphysären Biegungsbrüchen besteht ein hohes Risiko an Wachstumsstörungen, die durch korrekte Therapie vermieden werden können. Stabile, undislozierte Tibiafrakturen können konservativ im Gips behandelt werden. Bei dislozierten Quer- und kurzen Schrägfrakturen des Unterschenkels bietet sich die ESIN als elegantes Verfahren an. Bei Mehrfragmentfrakturen und verkürzten isolierten Tibiafrakturen ist hingegen der Fixateur externe das primäre Verfahren der Wahl.
D. Schneidmüller, M. Voth, I. Marzi

22. Sprunggelenk

Fugenbeteiligende Frakturen werden nach Salter-Harris klassifiziert und treten häufig an der distalen Tibia auf. Die Reposition dislozierter Fugenlösungen gelingt meist geschlossen und wird bei Instabilität durch fugenkreuzende K-Drähte oder metaphysäre Zugschrauben gesichert. Bei intraartikulärer Beteiligung mit einer Stufe oder mit Spaltbildung über 2 mm ist eine exakte Einrichtung und Schraubenosteosynthese unter Schonung der Fugen notwendig. Die an der distalen Tibia besonders häufigen Übergangsfrakturen müssen wie Gelenkfrakturen operativ versorgt werden. Osteochondrale und Bandverletzungen bedürfen einer dezidierten Diagnostik.
D. Schneidmüller, I. Marzi

23. Fuß

Frakturen des Mittelfußes sind die häufigsten Verletzungen am Fuß des Kindes. Die Kenntnis der Apophysen und des Wachstumsfortschrittes sind von großer Wichtigkeit für die Beurteilung. Der überwiegende Anteil der Verletzungen wird konservativ behandelt, wobei Gelenkinkongruenzen und dislozierte Frakturen in der Regel durch K-Drähte oder Schrauben refixiert werden müssen.
D. Schneidmüller, M. Voth, I. Marzi

24. Wirbelsäule

Das Wirbelsäulenskelett reift beim Kind erst spät aus, sodass die Beurteilung von Wirbelsäulenverletzungen eine altersbezogene Kenntnis erfordert. Verletzungen der oberen Halswirbelsäule sind im Kindesalter häufig auch mit neurologischen Ausfällen kombiniert, was einer dezidierten Diagnostik bedarf. Die häufigsten Verletzungen an der Brustwirbelsäule sind als stabil einzustufen, während instabile Frakturen vor allem bei Adoleszenten auftreten und häufig operativ zu behandeln sind.
S. Rose, M. Voth, I. Marzi

25. Knochentumoren und pathologische Frakturen

Die pathologische Fraktur ist ein Knochenbruch, der bei normaler Belastung aufgrund einer Schwächung des Knochens infolge einer Erkrankung (Knochentumor, Metastase, Osteoporose, Osteomalazie, Osteopetrose, Hyperparathyreoidismus) auftritt. Durch einen Knochentumor kommt es zu einer Knochenveränderung (osteoblastisch und/oder osteolytisch), wobei der Knochen seine Elastizität und seine biomechanische Stabilität verliert. Ein inadäquates Trauma führ t dann zu einer Fraktur.
C. Seebach, K. Eichler, A. A. Kurth

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