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18.04.2021 | Hirntumoren | Topic | Ausgabe 9/2021

best practice onkologie 9/2021

Strahlentherapie mit Protonen bei Hirntumoren

Zeitschrift:
best practice onkologie > Ausgabe 9/2021
Autoren:
A. Seidlitz, K. Gurtner, J. Eulitz, S. Appold, M. Krause
Wichtige Hinweise

Redaktion

G. Schackert, Dresden

Zusammenfassung

Bei der Behandlung von Hirntumoren pädiatrischer und erwachsener Patienten stellt die Strahlentherapie eine regelhaft angewendete Behandlungsmodalität dar. Die Protonentherapie ist eine innovative Art der Bestrahlung, mit der die therapeutische Breite weiter verbessert werden soll. Aufgrund der technisch-physikalischen Besonderheiten kann mittels Protonentherapie eine bessere Normalgewebsschonung erreicht werden, während die Zielvolumenerfassung i. d. R. sehr ähnlich zur Standard-Photonentherapie ist. Dabei wird die biologische Strahlenwirkung unter Berücksichtigung eines Korrekturfaktors von 1,1 („relative biological effectiveness“, RBE) als vergleichbar angenommen. Bei kindlichen Hirntumoren ist die Indikation zur Protonentherapie i. d. R. aufgrund der erhöhten Strahlenempfindlichkeit des sich noch entwickelnden Nervengewebes sowie aufgrund bereits vorliegender vergleichender Daten gegeben, die eine geringere Toxizität der Protonentherapie im Vergleich zu Photonen zeigen. Pädiatrische Tumoren werden möglichst in klinischen Studien oder zumindest analog nach der Empfehlung von Referenzzentren behandelt. Trotz der zunehmend breiteren Anwendung der Protonentherapie bei Erwachsenen weltweit fehlen noch belastbare Studiendaten zur geringeren Toxizität im Normalgewebe für die meisten Tumorarten. Es muss untersucht werden, ob und in welchen Patientengruppen sich die veränderte Dosisverteilung in klinisch relevante Vorteile übersetzt und damit den erhöhten Aufwand bzw. die vermehrten Kosten einer Protonentherapie rechtfertigt. Translationaler Forschungsbedarf besteht auch bei der Identifikation von besonders profitierenden Subgruppen und der Integration biologischer Erkenntnisse, insbesondere zur Variabilität der Protonen-RBE, in die optimierte Bestrahlungsplanung.

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Literatur
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