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03.06.2020 | Atopische Dermatitis | Originalien | Ausgabe 8/2020 Open Access

Der Hautarzt 8/2020

Beruflich erworbene MRSA-Besiedelung in der berufsdermatologischen Begutachtung (BK-Nr. 3101)

Auswertung der DGUV BK-Dokumentation und Gutachtenfall mit arbeitsbedingter MRSA-getriggerter atopischer Dermatitis

Zeitschrift:
Der Hautarzt > Ausgabe 8/2020
Autoren:
Cornelia Erfurt-Berge, Anne Schmidt, Irena Angelovska, Prof. Dr. med. Vera Mahler

Zusammenfassung

Hintergrund

Von Mensch zu Mensch übertragene Infektionskrankheiten können eine Berufskrankheit(BK)-Nr. 3101 bedingen, wenn sie bei Versicherten auftreten, die infolge der Ausübung ihrer Arbeitstätigkeit in bestimmten Bereichen einer gegenüber der allgemeinen Bevölkerung wesentlich erhöhten Infektionsgefahr ausgesetzt sind.

Ziel der Arbeit

Es erfolgt die Darstellung der besonderen medizinischen und versicherungsrechtlichen Aspekte einer beruflichen MRSA-Kolonisation am Beispiel eines Gutachtenfalles und Auswertung der BK-Verdachtsanzeigen (BK-Nr. 3101) der gewerblichen Berufsgenossenschaften und Unfallversicherungsträger.

Patienten und Methoden

Die Geschäftsergebnisse und BK-Dokumentation der gewerblichen Berufsgenossenschaften und Unfallversicherungsträger 2007 bis 2012 wurden zur BK-Nr. 3101 ausgewertet sowie das Patientenkollektiv berufsdermatologischer Begutachtungsfälle 2007 bis 2012 der Hautklinik Universitätsklinikum Erlangen zum Vorliegen von Mensch zu Mensch übertragener Infektionskrankheiten der Haut retrospektiv untersucht.

Ergebnisse

Von Mensch zu Mensch übertragene Infektionskrankheiten der Haut sind in der berufsdermatologischen Begutachtung selten. Von den 2007 bis 2012 erfassten BK-Verdachtsanzeigen waren 2,6 % BK-Nr. 3101-Verdachtsfälle; 4,2 % aller anerkannten BKen entfielen auf BK-Nr. 3101-Fälle, darunter 9 Fälle von MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus). Eine symptomlose MRSA-Besiedlung wird im Gegensatz zur manifesten Infektionskrankheit nicht als BK-Nr. 3101 anerkannt. Bakterielle Superantigene können eine atopische Dermatitis (AD) triggern. Im Einzelfall kann eine AD infolge einer beruflich erworbenen MRSA-Ansteckung auftreten und eine BK-Nr. 3101 begründen.

Diskussion

Ein frühzeitiger Nachweis einer MRSA-Kolonisation und Eradikation sind notwendig für eine Rehabilitation. Der Umgang mit Hauterkrankungen als Folge einer Infektionskrankheit im Berufskrankheitenverfahren wird dargelegt.

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