Skip to main content
main-content

14.07.2020 | COVID-19 | Nachrichten

COVID-19

Neue Corona-Studien: Geringere Mortalität unter Tocilizumab bei Schwerkranken

Autoren:
Denis Nößler, Wolfgang Geissel, Anne Bäurle

Zu COVID-19 werden jeden Tag zig Arbeiten publiziert. Manche mit fraglicher Qualität oder unklarer klinischer Relevanz. Andere wieder mit wichtigen Erkenntnissen. Eine Auswahl jüngster Studienergebnisse.

Update vom 14. Juli

Tocilizumab reduziert das Mortalitätsrisiko bei beatmeten COVID-19-Patienten, so das Ergebnis einer kleinen Studie der Universität Michigan mit 154 Patienten. In der Untersuchung erhielt die eine Hälfte der Patienten Tocilizumab, und zwar in einer einmaligen Dosis von 8 mg/kg KG und zumeist innerhalb der ersten 24 Stunden nach Beginn der mechanischen Beatmung. Die andere Hälfte der Studienteilnehmer erhielt den IL-6-Rezeptor-Hemmer nicht. Die Gabe von Tocilizumab war mit einer relativ um 45 Prozent geringeren Mortalitätsrate in den 28 Tagen nach Beginn der Beatmung assoziiert, schreiben die Wissenschaftler um Dr. Emily Somers. Allerdings waren die mit Tocilizumab behandelten Patienten etwas jünger (55 vs. 60 Jahre), hatten seltener chronische Lungenerkrankungen (10 vs. 28 Prozent) und geringere D-Dimer-Spiegel (2,4 vs. 6,5 mg/dL). Daher ist nicht ganz auszuschließen, dass die Ärzte das Mittel – bewusst oder unbewusst – für Patienten reserviert haben, denen sie eine bessere Überlebenschance einräumten. Unter Tocilizumab-Behandlung ist den Studienergebnissen zufolge zudem das Risiko für Superinfektionen höher (54 vs. 26 Prozent). Dies habe aber keine statistisch signifikanten Auswirkungen auf das Mortalitätsrisiko gehabt, so die Wissenschaftler. Grund für die positive Wirkung von Tocilizumab könnte sein, dass der Il-6-Rezeptor-Hemmer dem Zytokin-Sturm, der ja bei vielen schwerkranken COVID-19-Patienten beobachtet wird, entgegenwirkt (Clin Inf Dis 2020; online 11. Juli).

Eine deutliche Zunahme von HIV, TB und Malaria-Todesfällen befürchten Forscher aufgrund der Corona-Pandemie in den kommenden fünf Jahren. So könnte die Zahl der HIV-Fälle in Ländern mit geringem und mittlerem Einkommen um 10 Prozent zunehmen, die Zahl der Tuberkulose-Fälle um 20 Prozent und die Zahl der Malaria-Fälle sogar um 36 Prozent. Grund sei die extreme Überlastung der dortigen fragilen Gesundheitssysteme aufgrund der Corona-Pandemie. Noch bestehe die Möglichkeit, Einfluss zu nehmen und die Folgen abzumildern, betonen Dr. Alexandra Hogan, Imperial College London und ihre Kollegen. Es sei unter anderem wichtig, weiterhin für eine ausreichende Versorgung von HIV-Patienten mit antiretroviralen Medikamenten zu sorgen und Kampagnen gegen Malaria aufrechtzuerhalten (Lancet Global Health 2020; online 13. Juli).

Drei aktualisierte Reviews für den Umgang mit COVID-19 hat die Cochrane Collaboration publiziert, und zwar zu den Themen:

Plasmatherapie mit Rekonvaleszenten-Plasma bei COVID-19. Trotz zahlreicher neu in den Review aufgenommener Studien lasse die Evidenz aus den bis dato abgeschlossenen Studien noch keine Beurteilung von Wirksamkeit und Risiken der Plasmatherapie bei COVID-19 zu, so das Fazit (Cochrane Database of Systematic Reviews 2020, Issue 7. Art. No.: CD013600).

Klinische Zeichen und Symptome zur Erkennung von COVID-19. Die Ergebnisse dieses Reviews deuten darauf hin, dass es kein einzelnes Symptom oder klinisches Zeichen (beispielsweise Husten, Halsschmerzen, Fieber) gibt, um eine genaue Diagnose von COVID-19 zu stellen (Cochrane Database of Systematic Reviews 2020, Issue 7. Art. No.: CD013665).

Psychologische Interventionen zur Förderung der Resilienz von Fachkräften im Gesundheitswesen. Mehr als vage Hinweise auf leicht positive Effekte der Interventionen konnten aufgrund der Vielzahl unterschiedlicher Endpunkt-Maße und Interventionen nicht gezogen werden (Cochrane Database of Systematic Reviews 2020, Issue 7. Art. No.: CD012527).

Update vom 13. Juli

Riech- und Geschmacksstörungen können über Wochen persistieren. In einer italienischen Studie mit 200 Patienten hatten auch fünf bis sechs Wochen nach Beginn eine COVID-19-Erkrankung über ein Drittel noch anhaltende Riech- und Schmeckdefizite. Jeder Zehnte mit solchen Beeinträchtigungen spürte dabei überhaupt keine Verbesserung, berichten die Ärzte der Universität Padua. Olfaktorische und gustatorische Veränderungen wurden in der Studie generell recht häufig berichtet: Sie traten bei rund zwei Drittel der symptomatischen SARS-CoV-2-Infizierten auf (Otolaryngol Head Neck Surg 2020; online 2. Juli) (mut).

Warum versagt Lopinavir häufig bei COVID-19? Grund könnte sein, dass die Konzentration des Medikaments in der Lunge von Corona-Patienten nicht ausreicht, um das Virus zu bekämpfen, vermuten Wissenschaftler der Universität Basel. Sie hatten festgestellt, dass bei COVID-19-Patienten, die in ihrer Klinik stationär behandelt werden mussten, die inflammatorische Immunantwort wohl dazu führt, dass die Konzentration von Lopinavir im Plasma abnimmt: Je höher die CRP-Konzentration im Blut war, desto geringer lag der Lopinavir-Spiegel. Das Team berechnete anschließend, wie hoch die Konzentration des Medikaments in der Lunge gewesen sein muss – also am Ort der Infektion mit SARS-CoV-2. Den Wissenschaftlern zufolge ist es unwahrscheinlich, dass Lopinavir hier eine ausreichende Konzentration erreicht, um die Virusvermehrung in der Lunge zu hemmen (AAC 2020; online 8. Juli).

Welche Schäden SARS-CoV-2 außerhalb der Lunge auslösen kann, haben US-Kardiologen aus New York zusammengefasst. Ihre Auflistung verdeutlicht, wie vielfältig die klinischen Symptome einer COVID-19-Erkrankung sein können – und wie viele Organe das neue Coronavirus befallen kann:

  • Neurologische Manifestationen: Kopfschmerzen, Schwindel, Enzephalitis, Myalgien, Geruchs- und Geschmacksverlust, Guillain-Barré-Syndrom;
  • Renale Symptome: Proteinurie, Hämaturie, akute Nierenbeeinträchtigungen;
  • Hepatologische Symptome: Erhöhte Aminotransferase- und Bilirubin-Spiegel;
  • Gastroenterologische Manifestationen: Diarrhö; Übelkeit und Erbrechen, Appetitlosigkeit, Unterleibsschmerzen;
  • Thromboembolien: Tiefe Venenthrombosen, Lungenembolien, Katheter-assoziierte Embolien;
  • Kardiale Symptome: Myokarditis; Arrhythmien, kardiogener Schock, Ischämien, akutes Cor pulmonale;
  • Endokrinologische Symptome: Hyperglykämien, diabetische Ketoazidose;
  • Dermatologische Manifestationen: Petechien, Livedo reticularis, erythematöser Ausschlag, Urtikaria, Frostbeulen-ähnliche Symptome (Nat Med 2020; online 10. Juli).

Update vom 10. Juli

Kinder tragen SARS-CoV-2 offenbar nur selten in Familien, berichten Forscher von der Uniklinik in Genf. Sie haben Infektionscluster bei Eltern, Geschwistern, Großeltern und anderen Haushaltskontakten (insgesamt 111 Personen) von 39 COVID-19-Kranken im Alter unter 16 Jahren in Genf untersucht. Die Kinder waren zwischen dem 10. März und 10. April erkrankt. In dieser Zeit gab es 4310 Corona-Patienten in Genf, darunter nur 40 aus der pädiatrischen Altersgruppe (0,9 Prozent). Bis auf ein Kind nahmen alle von ihnen an der Studie teil. Von 39 waren 32 ambulant und sieben stationär behandelt worden, kein Kind kam auf die Intensivstation. Nur drei Kinder (8 Prozent) waren vor allen anderen Haushaltskontakten (household contacts, HHC) erkrankt und galten daher als Indexpatienten. Wahrscheinliche Infektionsquelle waren in vier von fünf Haushalten erwachsene HHCs mit COVID-19 (bestätigt oder Verdacht). Die meisten Kinder hatten sich also offenbar in den Familien angesteckt, so die Forscher (Pediatrics 2020; online 10. Juli).

Update vom 9. Juli

Die Corona-Pandemie macht die Video-Sprechstunde zum Standard. Eine Umfrage unter 57 Mitarbeitern der Primärversorgung in Kalifornien hat ergeben, dass der Anteil derjenigen, die Videosprechstunden durchführten, innerhalb von nur drei Wochen im Februar und März 2020 deutlich gestiegen ist: Wurden vor der Pandemie weniger als 10 Prozent der Patienten in der Primärversorgung per Videosprechstunde versorgt, waren es während der Pandemie mehr als 75 Prozent. Sorgen bereitete dem medizinischen Personal unter anderem, falsche Diagnosen zu stellen, da der Patient nicht „in Gänze“ betrachtet werden könne. Unsicherheit gab es auch, ob die Patienten in der Videosprechstunde auch tatsächlich alle Fragen wahrheitsgemäß beantworten. Hier könne möglicherweise ein Training, wie Fragen gestellt werden sollten, helfen, schreiben die Autoren um Dr. Malathi Srinivasan von der Stanford University School of Medicine (Ann Intern Med 2020; online 8. Juli).

Update vom 8. Juli

Binnen zehn Minuten zum PCR-Testergebnis: Bisher brauchen PCR-Tests auf SARS-CoV-2 zwei Stunden bis zum Resultat, berichten Zellbiologen um Professor Christian Kaltschmidt von der Universität Bielefeld. Sie haben mit Partnern ein Verfahren entwickelt, das die Zeit auf ein Zehntel verkürzen kann. Kernelement ist der Thermocycler „NEXTGENPCR“ des niederländischen Unternehmens Molecular Biology Systems B.V., berichtet die Uni in einer Mitteilung. Das Gerät deckt mehrere Temperaturzonen ab; die Reaktionen laufen daher besonders effektiv und vollautomatisch ab. Der Thermocycler wurde auf Standards für SARS-CoV-2-Tests angepasst und in einer Studie getestet. Vorläufige Ergebnisse finden sich auf einem Preprint-Server. Mehrere Proben lassen sich parallel analysieren – bis zu 570 Auswertungen pro Stunde seien möglich. Solche Tests könnten vor allem eingesetzt werden, wo schnelle Ergebnisse gefragt sind, so Kaltschmidt in der Mitteilung: Etwa wenn Kreuzfahrtschiffe ihren Betrieb wieder aufnehmen, könnte jede Person getestet werden, bevor sie an Bord geht. (medRxiv 2020; online 26. Juni).

Fortschritt bei der Entwicklung monoklonaler Antikörper: Forscher des Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) haben 28 Antikörper gefunden, die SARS-CoV-2 effektiv neutralisieren können. Die spezifischen B-Zellen wurden aus dem Blut von zwölf COVID-19-Genesenen isoliert und anschließend auf antivirale Wirksamkeit geprüft. Sie könnten sowohl präventiv als auch zur Therapie eingesetzt werden, berichtet das DZIF in einer Mitteilung. Auch ist eine Postexpositionsprophylaxe damit vorstellbar, wenn Menschen mit dem Virus in Kontakt gekommen, aber noch nicht erkrankt sind. „Gerade um lokalisierte Ausbrüche zu stoppen und schwere Verläufe zu verhindern, zum Beispiel bei Risikopersonen, ist diese Form des Einsatzes von besonderer Bedeutung“, wird DZIF-Projektleiter Professor Florian Klein aus Köln in der Mitteilung zitiert. Die Antikörper werden zusammen mit Boehringer Ingelheim weiter entwickelt und sollen möglichst noch dieses Jahr in klinischen Studien untersucht werden. (Cell 2020; online 7. Juli)

Update vom 7. Juli

Durchwachsene Bilanz des schwedischen Wegs bei der Eindämmung der Corona-Pandemie ziehen Forscher aus Virginia und Uppsala. Anders als in vielen Ländern war in Schweden besonders auf freiwillige Maßnahmen gesetzt worden. Es gab wenig soziale und ökonomische Restriktionen, allerdings wurden bestimmte Schulen geschlossen und Menschen mit Symptomen sowie über 70-Jährige zu Selbstisolation aufgerufen. Damit sei das Land weniger betroffen gewesen als Spanien oder UK, die spät aber hart im Verlauf des Ausbruchs reagiert hatten, berichten die Autoren. Allerdings war die COVID-19-Sterberate in Schweden deutlich höher, als in den Nachbarländern mit ihren härteren Restriktionen: So starben in Schweden 35 pro 100.000 Einwohner mit SARS-CoV-2 bis zum 15. Mai, in Dänemark waren es 9,3, in Finnland 5,2 und in Norwegen 4,7. Auch ergab die Analyse nach Altersgruppen, dass ältere COVID-19-Kranke in Schweden eher gestorben sind, als auf einer Intensivstation behandelt zu werden (Clin Infect Dis 2020; online 1. Juli).

Keine Herdenimmunität in Spanien trotz vieler Erkrankungen: Obwohl das Land in Europa mit am stärksten von der Corona-Pandemie betroffen war, ist Spanien weit entfernt von einer Herdenimmunität. Dafür sind nach Ansicht von Infektiologen 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung mit Antikörpern nach durchgemachter Infektion nötig. In einer landesweiten Studie mit Tests von über 60.000 Einwohnern hatten aber im Schnitt nur 5 Prozent Antikörper entwickelt, berichten Forscher vom „National Centre for Epidemiology“ in Madrid. Unterschiede zwischen den Geschlechtern gab es nicht, allerdings waren im Schnitt nur 3,1 Prozent der Kinder im Alter bis zehn seropositiv. Es gab große Unterschiede zwischen den Regionen: So hatten insgesamt über 10 Prozent aus dem Großraum Madrid Antikörper entwickelt, an der Küste waren es unter 3 Prozent. Die Ergebnisse sprechen für weitere Anti-Infektionsmaßnahmen in der Bevölkerung, betonen die Epidemiologen. Viele Erkrankte seien nicht mit PCR getestet worden, mindestens jeder dritte Seropositive habe keine Symptome gehabt (Lancet 2020, online 6. Juli).

Immunmodulation mit Tregs offenbar erfolgreich. Regulatorische T-Zellen (Tregs) migrieren in der Regel in entzündetes Gewebe, dämpfen die Inflammation und beschleunigen die Gewebe-Reparatur. Lungenversagen (ARDS) bei COVID-19 geht dabei häufig mit exzessiver systemischer Inflammation (Zytokin-Sturm) und verzögerter Reparatur von Lungengewebe einher. Das Erkrankungsstadium ist zum Teil durch reduzierte oder defekte Tregs gekennzeichnet. Forscher vom „Sidney Kimmel Comprehensive Cancer Center at Johns Hopkins“ in Baltimore haben jetzt zwei COVID-19-Patienten offenbar erfolgreich mit Tregs behandelt. Beide, ein 69- und ein 47-Jähriger, waren wegen ARDS auf die Intensivstation gekommen und über Wochen mechanisch beatmet oder mit ECMO behandelt worden. Sie hatten unter anderem mehrere Infusionen mit kryokonservierten allogenen Tregs aus Nabelschnurblut erhalten. Inflammationsmarker waren danach zurückgegangen. „Bei beiden Patienten haben wahrscheinliche mehrere Interventionen zur Genesung beigetragen. Die zeitliche Assoziation zwischen den Treg-Infusionen und der Erholung kann aber nicht ignoriert werden“, so die Studienautoren (Ann Intern Med 2020; online 6. Juli).

Update vom 6. Juli

Trotz Corona-Lockerungen fühlen sich fast 40 Prozent der Menschen auch weiterhin gestresster als vor der Pandemie. Das hat die Umfrage „Swiss Corona Stress Study“ der Universität Basel ergeben, an der über 10.000 Schweizer Bürger teilgenommen hatten. Im Lockdown fühlten sich 50 Prozent der Teilnehmer gestresster als zuvor, der Anteil hat mit den Lockerungen also leicht abgenommen. Als Haupttreiber stellten sich die Belastung durch Veränderungen bei der Arbeit oder Ausbildung heraus sowie die Belastung durch das eingeschränkte Sozialleben. Ein weiteres Ergebnis der Studie: Der Anteil von Personen mit schweren depressiven Symptomen nahm auch nach den Lockerungen weiter zu: Vor der Pandemie gaben 3,4 Prozent der Befragten schwere depressive Symptome an, während des Lockdowns stieg dieser Anteil auf 9,1 Prozent, und nach den Lockerungen berichteten sogar 11,7 Prozent von schweren depressiven Symptomen. Knapp 20 Prozent der Betroffenen hatten dabei vor der Krise keine wesentlichen depressiven Symptome, berichten die Forscher um Professor Dominique de Quervain von der Uni in Basel. Also besonders widerstandsfähig diesbezüglich erwiesen sich Menschen mittleren und fortgeschrittenen Alters (ab 55 Jahren) und Männer (OSFPreprints, online 1. Juli).

Update vom 3. Juli

Das erfolgreiche Management von Corona-Risiken an Universitäten in Taiwan haben Ärzte um Professor Shao-Yi Cheng von der National Taiwan University vorgestellt. Wegen des regen Reiseverkehrs zwischen Taiwan und China hatte es bereits im Januar erste Kontrollmaßnahmen gegeben, die immer weiter verfeinert wurden. Bis zum 18. Juni waren in dem Land nach Angaben der Ärzte insgesamt nur 446 bestätigte Erkrankungen und sieben Todesfälle registriert worden, in den 67 Tagen bis zu dem Stichtag sogar überhaupt kein Fall mehr. Die Hochschulen des Landes wurden nie geschlossen. Ein besonderes Risiko war der rege akademische Austausch zwischen China und Taiwan: Fast jeder Vierte der 1,2 Millionen Auslandsstudenten an den Colleges und Universitäten des Landes kommt aus der Volksrepublik. Das Bildungsministerium von Taiwan hatte daher bereits am 26. Februar eine Präventions-Leitlinie für Hochschulen herausgegeben, die vor allem auch auf Maßnahmen in den Wohnheimen mit bis zu vier Studenten pro Zimmer abzielten. Damit ließ sich die Infektionsrate bis Mitte Juni auf nur sieben Corona-Fälle an sechs Hochschulen begrenzen (Ann Intern Med 2020; online 2. Juni).

Update vom 2. Juli

COVID-19-Patienten mit mildem oder asymptomatischen Verlauf, bei denen keine Antikörper nachzuweisen sind, könnten durch eine T-Zell-Antwort dennoch vor einer zweiten Infektion mit SARS-CoV-2 geschützt sein. Forscher vermuten daher, dass mehr Menschen gegen SARS-CoV-2 immun sein könnten, als es Antikörper-Tests derzeit vermuten lassen. Die Daten wurden bisher nicht publiziert und sind auf dem Pre-Print Server bioRxiv veröffentlicht. An der Studie nahmen über 200 Probanden teil, unter ihnen Menschen mit und ohne Exposition mit einem COVID-19-Erkrankten, sowie Patienten, die akut an COVID-19 erkrankt waren oder die Infektion bereits überstanden hatten. Eine T-Zell-Antwort mit SARS-CoV-2-spezifischen CD4+- und CD8+-T-Zellen stellten die Wissenschaftler sowohl bei Antikörper-positiven als auch bei Antikörper-negativen Studienteilnehmern mit milden oder asymptomatischen Verlauf fest (bioRxiv, online 29. Juni).

Eine Behandlung mit Colchicin hat in der randomisierten Studie GRECCO-19 die Wahrscheinlichkeit, dass Patienten einen schweren COVID-19-Verlauf entwickeln, signifikant verringert. Angesichts der absoluten Zahlen ist allerdings Zurückhaltung angebracht. Letztlich waren es nämlich nur sieben Patienten in der Kontrollgruppe und ein Patient im Therapiearm, deren Zustand sich im Studienverlauf derart verschlechterte, dass sie mit Sauerstoff versorgt oder künstlich beatmet werden mussten oder an der Infektion verstarben (JAMA Netw Open; 2020;3(6):e2013136). (vsc)

Update vom 1. Juli

Ermutigende klinische Daten zum Impfstoffkandidaten BNT162b1 haben Pfizer und BioNTech vorgestellt. Nach ersten vorläufigen Ergebnissen aus einer Phase-1/2-Studie mit 45 Probanden in den USA ist die mRNA-Vakzine immunogen (Preprint: Medrxiv 2020; online 1. Juli). Je 12 Probanden waren dabei binnen drei Wochen zweimal je 10 oder 30 μg Impfstoff injiziert worden. Die Titer der induzierten Antikörper hätten dabei gleichauf oder oberhalb von Werten in Rekonvaleszenz-Seren gelegen, teilten die Unternehmen mit. Unerwünschte Wirkungen seien milde bis moderate lokale und systemische Reaktionen gewesen. BNT162b1 kodiert für ein optimiertes Antigen der Rezeptor-Bindungs-Domäne von SARS-CoV-2 (einem Teil des Spike-Proteins). Er ist der am weitesten fortgeschrittene von vier klinischen Impfstoffkandidaten der Unternehmen.

Die Kombination Lopinavir/Ritonavir zeigt wohl keine Wirkung, teilt die Universität Oxford mit. Entsprechende Daten der RECOVERY-Studie, die unter dem Dach der WHO durchgeführt wird, sind derzeit aber noch nicht publiziert. In der Studie wurden 1596 COVID-19-Patienten mit der HIV-Arznei Lopinavir/Ritonavir behandelt, 3376 erhielten die Standardtherapie. 4 Prozent der Patienten mussten beatmet werden, 70 Prozent benötigten eine Sauerstoffgabe über eine Maske, 26 Prozent benötigten keine der beiden Therapien. Im Bezug auf den primären Endpunkt der Studie (Mortalität innerhalb von 28 Tagen nach Therapiebeginn) ergab sich mit Lopinavir/Ritonavir kein positiver Effekt, berichtet die Universität. Zudem konnte die Kombination das Fortschreiten von COVID-19 nicht verhindern. Auch zu Hydroxychloroquin, das ebenfalls von der WHO als Therapieoption bei COVID-19 geprüft wird, gebe es bisher keine positiven Daten zur Wirksamkeit, erinnert die Universität. „Weder Hydroxychloroquin noch Lopinavir/Ritonavir scheinen die Überlebensrate bei COVID-19 zu verbessern“, wird Studienleiter Professor Peter Horby von der Universität Oxford zitiert. Allerdings wird in Großbritannien der „COPCOV Trial“ zur Prävention mit Chloroquin und Hydroxychloroquin weitergeführt. 40.000 Probanden in medizinischen Berufen nehmen teil, wie nationale Medien berichtet (Universität Oxford, online 29. Juni, BBC-Meldung vom 30. Juni).

Update vom 30. Juni

Für Chirurgen besteht bei einer Bauch-Op wohl kein erhöhtes Infektionsrisiko. Mit diesem Thema haben sich französische Wissenschaftler in einer kleinen Fallserie mit sieben COVID-19-Patienten beschäftigt. Bei keinem der COVID-19-Patienten, bei dem die Ärzte vor und nach dem Abdominaleingriff Peritonealflüssigkeit entnommen hatten, war in der PCR SARS-CoV-2 nachzuweisen. Das Virus schien demnach weder über die Darmwand noch etwa auf systemischem Weg über die Lunge in die Bauchhöhle gelangt zu sein. Den Ärzten zufolge scheint damit die Ansteckungsgefahr für Chirurgen bei bauchchirurgischen Eingriffen geringer als befürchtet. Das gelte möglicherweise auch für die Gefahr einer Infektion über intraabdominell gebildete Aerosole. Vor allem Laparoskopien werden diesbezüglich als riskant erachtet, da das Aufblasen des Bauchraums mit Kohlendioxid theoretisch die Bildung virushaltiger Aerosole begünstigt (Surgery 2020; online 5. Juni). (eo)

Wirkt sich Vitamin-D-Mangel bei COVID-19 ungünstig auf den Verlauf aus? Das berichtet zumindest ein Ernährungsmediziner der Universität Hohenheim, der 30 Studien ausgewertet und ein Vitamin-D-Defizit als möglichen Indikator für den Schweregrad und die Mortalität bei COVID-19 identifiziert haben will. Wichtig zu erwähnen ist aber auch: Die Studie wurde von der Society of Nutrition and Food Science (SNFS) finanziell unterstützt und ist im NFS Journal, der wissenschaftlichen Zeitschrift der Fachgesellschaft, erschienen. Die SNFS hat zudem die Publikationskosten übernommen. Als Fazit zieht Studienautor Professor Hans-Konrad Biesalski auch nicht die Tatsache, dass Vitamin D als Medikament infrage kommt. Auch auf gut Glück Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen, empfiehlt er nicht. „Im Zweifelsfall ist das zu wenig, um einen wirklich schlechten Vitamin-D-Status kurzfristig zu verbessern“, berichtet er in einer Mitteilung der Universität Hohenheim. Biesalski rät aber dazu, gerade bei älteren COVID-19-Patienten und solchen mit Vorerkrankungen den Vitamin-D-Spiegel im Auge zu behalten und ein mögliches Defizit zu behandeln (NFS Journal 2020; 20:10-21).

Update vom 29. Juni

Bei HIV-Patienten hängt das Risiko für eine schwere COVID-19 auch von der Art der antiretroviralen Therapie (ART) ab, berichten Forscher vom spanischen Gesundheitsministerium. Sie haben bei den 77.590 HIV-positiven Menschen mit antiviraler Therapie (ART) in Spanien die Raten von PCR-bestätigter COVID-19 und schwerem Verlauf analysiert. Von Anfang Februar bis Mitte April waren unter den HIV-Infizierten insgesamt 236 an COVID-19 erkrankt; 151 von ihnen wurden stationär behandelt und 15 davon auf der Intensivstation; 20 sind gestorben. Dies entspricht einer Rate von 17,8 Fällen von COVID-19 mit stationärer Therapie pro 10.000 HIV-Patienten (bereinigt von Störfaktoren). Bezogen jeweils auf 10.000 HIV-Patienten waren es bei ART mit:

  • Tenofovir Alafenamid (TAF) plus Emtricitabin (FTC) 20,3 Fälle,
  • bei Tenofovir Disoproxil Fumarat (TDF) plus FTC 10,5 Fälle,
  • bei Abacavir (ABC) plus Lamivudin (3TC) 23,4 Fälle,
  • und bei anderen Regimen 20 Fälle.

Kein Patient mit TDF/FTC kam auf die Intensivstation oder ist gestorben (Ann Int Med 2020; online 26. Juni).

Update vom 26. Juni

Die Sensitivität von Antikörpertests nach einer COVID-19 hängt vom Zeitpunkt des Tests ab, hat eine Analyse von Cochrane-Forschern ergeben (Cochrane Review 2020, online 25. Juni) Danach sind in der ersten Woche nach Beginn der Symptome die Titer noch zu niedrig für ein Ergebnis, 8 bis 14 Tage danach werden 70 Prozent der Betroffenen korrekt identifiziert und nach 15 bis 35 Tagen liegt die Trefferquote über 90 Prozent. Für längere Zeiträume gebe es noch zu wenig Studiendaten, so die Forscher.

Nur 1 bis 2 Prozent der Tests sind nach der Analyse falsch positiv. Die Cochrane-Autoren geben ein Beispiel: Wenn 200 von 1000 Personen tatsächlich COVID-19 hatten, würden:

  • 193 Personen positiv getestet, aber 10 (5 Prozent) wären falsch positiv.
  • 807 Personen negativ getestet, aber 17 (2 Prozent) wären falsch negativ.

Je häufiger COVID-19 in einer Population vorkommt, desto mehr falsch-negative und weniger falsch-positive Ergebnisse sind zu erwarten.

Bei Kindern und Jugendlichen verläuft COVID-19 in der Regel mild und Komplikationen und Todesfälle sind sehr selten. Das bestätigt die Analyse des Krankheitsverlaufs von 582 betroffenen 3- bis 18-Jährigen aus 25 europäischen Ländern (Lancet Child & Adolescent Health 2020; online 25. Juni). Alle Patienten waren im April positiv getestet und ärztlich behandelt worden, 62 Prozent davon stationär und 8 Prozent auf der Intensivstation. Es gab vier Todesfälle, zwei Betroffene hatten Grunderkrankungen und alle waren älter als 10 Jahre. Bei den Symptomen dominierte Fieber (65 Prozent), gefolgt von oberen Atemwegsinfektionen (54 Prozent) und Pneumonie (25 Prozent) sowie gastrointestinale Symptome (22 Prozent). Etwa jedes sechste Kind (16 Prozent) hatte überhaupt keine Symptome und war als Kontaktperson getestet worden.

Update vom 25. Juni

Fast jeder Zweite in Ischgl hat Antikörper. In einer großen Studie im Tiroler Skiort Ischgl haben Forscher der Medizinischen Universität Innsbruck eine SARS-CoV-2-Antikörper-Prävalenz von 42,4 Prozent ermittelt. Für die Untersuchung vom 21. bis 27. April konnten die Virologen und Epidemiologen 1473 Probanden rekrutieren. Das sind den Angaben der Uni von Donnerstag zufolge 79 Prozent der Bevölkerung Ischgls. Die Seroprävalenz liege damit etwa sechs Mal höher als die Prävalenz durch PCR-Nachweise. Bei Kindern liege die Rate sogar zehn Mal höher. Ischgl galt zu Beginn der Pandemie als einer der großen Hotspots in Europa und wird mit zahlreichen frühen Clustern in Deutschland in Verbindung gebracht.

Absolut drei Prozent weniger Todesfälle unter Dexamethason. Die Autoren der britischen RECOVERY-Studie haben jetzt zentrale Ergebnisse ihrer Untersuchung von Dexamethason bei COVID-19 publiziert. In dem noch unbegutachteten Preprint bestätigen sie in weiten Teilen ihre Ergebnisse, die sie vergangene Woche per Pressemitteilung veröffentlicht hatten. Danach war die 28-Tages-Mortalität im Dexamethason-Arm für alle Patienten signifikant niedriger als unter Standardtherapie (21,6 vs. 24,6 Prozent). Die absolute Risikoreduktion beträgt damit drei Prozent, die relative Reduktion 17 Prozent (altersadjustiertes Verhältnis 0,83; 95% CI 0,74–0,92; p<0,001). Am deutlichsten war die relative Risikoreduktion bei mechanisch beatmeten Patienten (RR 0,65). Bei Patienten mit nicht-invasiver Sauerstoffgabe lag das Verhältnis des Sterberisikos bei 0,80 zugunsten von Dexamethason. Die Unterschiede waren signifikant (medRxiv 2020.06.22.20137273).

Höhere Morbidität könnte COVID-19 auf der Südhalbkugel begünstigen. Obwohl die Bevölkerungen in Ländern der Südhalbkugel jünger sind als in Ländern Europas, grassiert die Corona-Pandemie dort teils schlimmer. Demografen aus Rostock wollen dafür die höhere Rate von Vorerkrankungen vor allem bei jungen Erwachsenen als möglichen Grund ausgemacht haben. So ist etwa die Prävalenz kardiovaskulärer Erkrankungen, von Nierenleiden sowie COPD selbst bei Jüngeren in Brasilien deutlich höher als etwa in Italien. Brasilien zählt bis dato rund 1,9 Millionen SARS-CoV-2-Infektionen (PNAS 2020; 117 (25): 13881–13883).

Forscher verlangen Rücknahme von Masken-Studie. Die Arbeit texanischer Autoren (PNAS 2020; online 11. Juni) basiere auf „leicht falsifizierbaren Behauptungen und methodischer Konstruktionsfehler“, kritisieren Wissenschaftler an die Herausgeber der „Proceedings of the National Acamady of Sciences“ (PNAS). In der Arbeit hatten die Forscher behauptet, Gesichtsschutz sei wirksamer als physische Distanzierung. Für ihre Berechnungen, so die Kritik, sollen sie aber viele andere Effekte nicht berücksichtigt haben.

Ältere Updates finden Sie im Beitrag der Ärzte-Zeitung

Quelle: Ärzte Zeitung

Weiterführende Themen

Webinare und Artikel zur Corona-Krise

Die aktuelle Entwicklung zu SARS-CoV-2 (2019-nCoV) und der Lungenkrankheit COVID-19 im Überblick. » zum Dossier

Passend zum Thema

ANZEIGE

Akutes Atemnotsyndrom (ARDS) – Herausforderung bei Diagnose und Behandlung

Trotz der Fortschritte in Diagnose und Behandlung wird ARDS weltweit noch immer zu selten erkannt und ist mit einer hohen Sterblichkeitsrate verbunden. Die Diagnose hängt allein von klinischen Kriterien ab, was die Behandlung von ARDS zu einer großen Herausforderung macht. 

ANZEIGE

Aktuelle Behandlungsstrategien für Patienten mit ARDS

„Therapie der Ursache und dafür sorgen, dass sich die Lunge erholen kann“ ist die Maxime bei der Behandlung von ARDS-Patienten, so Prof. Dr. Lepper vom Universitätsklinikum des Saarlandes im Interview. Aber nur für wenige Therapien ist der Vorteil für den Patienten nachgewiesen.

ANZEIGE

Wie unterstützte Beatmungsmodi (NAVA) Patienten mit leichtem bis schwerem ARDS helfen

Bei akutem Lungenversagen (ARDS) kann das Beatmungsverfahren NAVA durch eine nahezu perfekte Synchronisation zwischen Patient und Beatmungsgerät das Outcome verbessern.

Passend zum Thema

ANZEIGE

COPD und nicht-invasive Behandlungsmethoden

Nicht-medikamentöse Behandlungsmethoden wie die nicht-invasive Beatmung (NIV) können die Leistungsfähigkeit und Lebensqualität von COPD-Patienten erheblich verbessern und das Sterberisiko senken. Die NIV-Therapie zur Behandlung von fortgeschrittener COPD hat Eingang in die neuen S2k-Leitlinien zur COPD-Therapie gefunden.

ANZEIGE

Nicht-invasive Beatmung toppt alleinige Sauerstofftherapie

Die in Großbritannien durchgeführte HOT-HMV-Studie ist die erste multizentrische, kontrolliert-randomisierte Studie, die aufzeigt, dass eine häusliche, nicht-invasive Beatmung in Kombination mit Langzeit-Sauerstofftherapie bei Patienten mit schwerer COPD das Risiko einer Rehospitalisierung oder Mortalität signifikant reduziert.

ANZEIGE

„Man hat eine Therapie an der Hand, die jetzt wissenschaftlich nachgewiesen Leben retten kann“

Professor Carl-Peter Criée von der Deutschen Atemwegsliga zur Studie nach Köhnlein et al. über die Behandlung von Patienten mit COPD im fortgeschrittenen Stadium mit nicht-invasiver Beatmung.

Passend zum Thema

ANZEIGE

Real-Life-Studie: Daten aus der „echten“ Welt

Welche medikamentöse Therapie eignet sich besonders zur Verbesserung der Asthmakontrolle? Die Salford Lung Study mit über 4.000 Asthma-Patienten untersuchte genau diese Fragestellung.

ANZEIGE

Nutzung von ICS bei Asthma während der COVID-19-Pandemie

Nach Empfehlung deutscher Fachgesellschaften sollten Asthmapatienten ihre Therapie, inklusive der Nutzung von inhalativen Kortikosteroiden (ICS), während der COVID-19-Pandemie unbedingt fortsetzen.

ANZEIGE

Therapieziel: Bestmögliche Asthmakontrolle

Hier finden Sie praxisrelevante Informationen und Services rund um die moderne medikamentöse Asthmatherapie mit einem Fokus auf Asthmakontrolle, Real-Life-Data und Lebensqualität. 

Passend zum Thema

30.09.2019 | Sonderbericht | Onlineartikel

Rationaler Einsatz von Antibiotika - jede (Nicht-)Verordnung zählt!

Damit eine rationale Antibiotikatherapie in der Praxis funktioniert, sind ein Problembewusstsein, definierte Qualitätsstandards sowie praxisgerechte Empfehlungen und Informationsmöglichkeiten entscheidend. Mit Antibiotic Stewardship (ABS) existiert bereits ein entsprechendes Konzept für den klinischen Bereich. Es bleibt jedoch eine große Herausforderung, ABS auch für den ambulanten Sektor umzusetzen bzw. anzupassen.

Bionorica SE

17.09.2019 | Sonderbericht | Onlineartikel

Zuverlässiger Schnelltest auf Procalcitonin überzeugt in der Praxis nicht jeden Arzt

Der Procalcitonin-Test ist seit etwa einem Jahr im Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung enthalten. Fachärzte sind geteilter Meinung bezüglich des Nutzens dieses Schnelltests im ambulanten Praxisalltag.

Bionorica SE
ANZEIGE

Atemwegsinfektionen – Fehlverordnungen von Antibiotika in der Praxis reduzieren

Infektionen der Atemwege sind vor allem viralen Ursprungs. Antibiotika helfen gegen sie nicht. Wie Sie Atemwegsinfektionen sicher diagnostizieren, evidenzbasiert therapieren und gezielt vorbeugen – dazu finden Sie hier Artikel und Videos mit Statements von Experten.

Bildnachweise