Autoimmunpankreatitis
Die Autoimmunpankreatitis ist eine verhältnismäßig seltene, eigenständige Pankreaserkrankung, die sich durch diffuse oder fokale Pankreasentzündung, lymphoplasmazelluläres Infiltrat mit Fibrosierung und Ansprechen auf Steroide auszeichnet. Die Autoimmunpankreatitis vom Typ 1 ist die pankreatische Manifestation der systemischen IgG4-assoziierten Erkrankung. Bei der Autoimmunpankreatitis vom Typ 2 handelt es sich um eine isolierte Erkrankung des Pankreas, die in erhöhtem Maße mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen vergesellschaftet ist. Für die Autoimmunpankreatitis sind einheitliche internationale Konsensus-Diagnosekriterien veröffentlicht worden. Die wichtigsten Differenzialdiagnosen sind maligne Tumoren des Pankreas und der unteren Gallenwege. Die Gabe von Steroiden ist bei allen Patienten mit Nachweis oder hochgradigem Verdacht auf eine Autoimmunpankreatitis indiziert.