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25.06.2021 | Nahrungsmittelallergien | Leitthema

Nahrungsmittelallergie und Lungenerkrankungen

Zeitschrift:
Der Pneumologe
Autor:
Dr. med. Irena Neustädter
Wichtige Hinweise

Redaktion

M. Rosewich, Oberursel
M. Rose, Stuttgart
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Zusammenfassung

Nahrungsmittelallergien werden von ca. 20 % der Bevölkerung vermutet. Allerdings ist nur ein kleiner Teil von 4 % tatsächlich eine Ig(Immunglobulin)E-vermittelte Allergie. Altersabhängig sind im frühen Kindesalter die Grundnahrungsmittel typische Auslöser, später dann Erdnuss- und Baumnüsse bei der primären Nahrungsmittelallergie. Im Schulkindalter treten auch sekundäre Nahrungsmittelallergien als Kreuzreaktion durch Pollen auf. Das allergische Asthma bronchiale ist die häufigste chronische Lungenerkrankung in der Pädiatrie. Die Nahrungsmittelanaphylaxie kann als Auslöser für akute Asthmaanfälle verantwortlich sein, da die häufigste Organmanifestation neben Haut und Schleimhäuten die Atemwege sind. Bei Kindern mit atopischem Ekzem im Säuglingsalter hält sich hartnäckig die Vermutung, dass Nahrungsmittelallergien dafür verantwortlich sind. Die daraus folgende häufig unkritische Karenz ist aus allergologischer und ernährungsphysiologischer Sicht abzulehnen. Beobachtungsdaten konnten einen Zusammenhang zwischen verminderter Diversität der Ernährung im 1. Lebensjahr und einem Asthma bronchiale zum Schuleintritt nachweisen.

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