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Über dieses Buch

Das Facharztbuch für Ihre Weiterbildung

Auf dem neuesten Stand:

Didaktisch, umfassend und ausführlich vermitteln die renommierten Herausgeber und ihr Autorenteam das erforderliche Wissen in der Orthopädie und Unfallchirurgie.

Systematisch:

• Grundlagen des therapeutischen Vorgehens

• Systemerkrankungen

• Traumatologie

• Regionale Orthopädie und Unfallchirurgie

• Kinderorthopädie und Kindertraumatologie

• Begutachtung

Praxisnah:

• Wertvolle Tipps und Tricks

• Warnhinweise auf mögliche Gefahren

Anschaulich:

• Über 1.000 farbige Abbildungen

Und noch mehr:

• Rascher Überblick mithilfe von Schemata und Algorithmen

• Diskussion von Kontroversen

• Orientiert an den AWMF-Leitlinien

Optimal - zur Vorbereitung auf die Facharztprüfung und zum Nachschlagen in der täglichen Routine!

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Allgemeines

Frontmatter

1. Sensus orthopaedicus und akute Unfallversorgung

Der neue Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie ist sowohl für die Erkrankungen als auch für die Verletzungen der Halte- und Bewegungsorgane zuständig – entsprechend dem im Ausland üblichen »orthopaedic surgeon« zuzüglich der konservativen Orthopädie. Damit ergänzen sich Orthopädie und Unfallchirurgie am gemeinschaftlichen muskuloskelettalen System, allerdings mit unterschiedlicher Aufgabenstellung.
J. Krämer

2. Orthopädie im Netz

Die zunehmende technische Entwicklung verändert die Welt der Medien, und immer mehr lernen auch Ärzte, diese technischen Neuerungen für sich zu nutzen. So sind mittlerweile die meisten Kliniken und Praxen mit dem Internet verbunden. Dies kann einer schnellen Informationsgewinnung dienen. Dadurch ist es heutzutage jedem Arzt – auch außerhalb großer universitärer Zentren – möglich, immer auf dem neuesten Stand zu sein. Aber Orthopädie im Netz kann noch mehr sein als reine Informationsgewinnung. Ein kurzer Überblick über die Möglichkeiten soll hier gegeben werden.
J. Kampshoff

Grundlagen des therapeutischen Vorgehens

Frontmatter

3. Osteosynthesen

Bereits in der Antike sind Schienungstechniken zur Frakturbehandlung beschrieben worden (Hippokrates, Celsus, El Zahawari, Gooch). Meist resultierte daraus eine Verkürzung der betroffenen Extremität. Die kontinuierliche Traktion kam erstmals im 19. Jahrhundert zur Anwendung. Offene Frakturen waren bis vor 150 Jahren lebensgefährlich und bedeuteten in der Regel die Amputation. Noch gegen Ende des 19. Jahrhunderts verstarben 46 von 93 Patienten, die Billroth in Zürich behandelte, an den Folgen komplizierter Frakturen (Billroth 1881).
L. Harder, M. Kuster

4. Materialverhalten (Knochen und Implantatwerkstoffe) bei mechanischer Beanspruchung

Bereits 1892 wurde durch Julius Wolff festgehalten, dass der lebende Knochen seine äußere Form, seine innere Architektur und seine Festigkeit stets auf die einwirkende mechanische Beanspruchung einstellt. Sein Gesetz der Transformation der Knochen (Wolff 1892) wurde ursprünglich durch die Beobachtung der »mathematisch wohlmotivierten Umwandlung sowohl der inneren Architectur, als auch der äusseren Form der Knochen«, welche in der Folge pathologischer Störungen der Inanspruchnahme des Knochens (Frakturen, Muskeldysfunktion etc.) auftrat, begründet. Er berichtete aber auch von absichtlich herbeigeführten, nicht durch pathologische Verhältnisse erzeugten Abänderungen der statischen Inanspruchnahme der Knochen, die zur Umwandlungen der Form und der Architektur des Knochens führten.
H. A. C. Jacob

5. Periprothetische Frakturen

Die Prävalenz dieser Frakturen ist steigend, und sie sind daher bereits der dritthäufigste Grund für die Revision einer Hüftprothese. Periprothetische Frakturen werden in peri- und postoperative Frakturen unterteilt. Unzementierte Schäfte sind mit einem großen Risiko für eine periprothetische Fraktur verbunden. Daten aus der Mayo-Klinik zeigen ein Risiko für eine intraoperative Fraktur von 0,3 % für zementierte Schäfte und von 5,4 % für unzementierte Schäfte. Das Risiko einer postoperativen Fraktur für zementierte und unzementierte Schäfte wird mit 1,1 % angegeben. Das Risiko einer intraoperativen Fraktur steigt bei einer Wechseloperation auf 3,6 % für zementierte und 20,9 % für unzementierte Schäfte (Berry 1999). Das Gesamtrisiko für eine periprothetische Fraktur beträgt nach den Daten der Mayo-Klinik 4,1 %. Daten aus dem schwedischen Prothesenregister zeigen für das Gesamtkollektiv ein 10-Jahres- Risko von 0,64 % (Lindahl 2007). Die Einjahresmortalität des Gesamtkollektivs beträgt 13,1 % (Lindahl et al. 2006a).
J. B. Erhardt, M. S. Kuster

6. Amputationen

J. Götz

7. Schmerztherapie in Orthopädie und Unfallchirurgie

Die spezielle Schmerztherapie der Halte- und Bewegungsorgane richtet sich auf akute und chronische Schmerzzustände mit vorwiegend somatischer Ursache.
J. Götz, O. Linhardt, J. Grifka

8. Technische Orthopädie

Die Technische Orthopädie stellt einen der traditionellen Grundpfeiler der Orthopädie dar. Hilfsmittel definieren sich dabei als sächliche Mittel oder Produkte, die serienmäßig hergestellt und in unverändertem Zustand oder mit handwerklicher Zurichtung an den Patienten weitergegeben oder aber individuell angefertigt werden. Aus § 33 SGB V sowie weiteren rechtlichen Vorgaben determiniert sich der Anspruch des Versicherten auf eine sachgerechte Hilfsmittelversorgung. Weiterhin wird in § 33 SGB V Abs. 1 festgelegt, dass Versicherte einen Anspruch auf Versorgung mit Hörhilfen, Körperersatzstücken, orthopädischen und anderen Hilfsmitteln besitzen, die im Einzelfall erforderlich sind, um den Erfolg der Krankenbehandlung zu sichern, einer drohenden Behinderung vorzubeugen oder eine Behinderung auszugleichen, soweit die Hilfsmittel nicht als allgemeine Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens anzusehen oder nach § 34 Abs. 4 ausgeschlossen sind.
J. Götz

9. Krankengymnastik, physikalische Therapie und Rehabilitation

Das aufwendige diagnostische und therapeutisch/operative Vorgehen in den chirurgischen Fächern erfordert im Rahmen der Rehabilitation angemessene krankengymnastische und physikalische Anwendungen. Bei der konservativen Therapie kommt der Krankengymnastik und der physikalischen Therapie ohnehin eine Schlüsselstellung zu.
K. Hower, J. Grifka

Systemerkrankungen

Frontmatter

10. Skelettsystemerkrankungen

Wie der Begriff schon sagt, ist bei diesem Krankheitsbild nicht ein einzelnes Organ betroffen. Vielmehr handelt es sich um multiple Störungen, die nicht nur den Bewegungsapparat betreffen. Gemeinsam ist diesen Erkrankungen, dass sie mit nur wenigen Ausnahmen erblich sind und somit als Heredopathien bezeichnet werden und dass sie in aller Regel mit einem Klein- oder Zwergwuchs einhergehen (Endgröße von <150 cm). Obwohl diese Erkrankungen sehr heterogene Auswirkungen haben, ist es insbesondere der Kleinwuchs, der in der Gesellschaft des 21. Jahrhunderts mit ihren hohen ästhetischen Anforderungen im Vordergrund steht.
Joachim Grifka, Markus Kuster

11. Osteochondrosen und Osteonekrosen

Osteochondrosen stellen eine heterogene Gruppe von Veränderungen dar, die typischerweise mit einer Fragmentation und einer Sklerose von epiphysären oder apophysären Zentren des Skeletts bei Kindern, Jugendlichen und Heranwachsenden einhergehen.
T. Renkawitz, J. Beckmann, O. Linhardt

12. Neuromuskuläre Systemerkrankungen

Die Stellung im ruhigen Stand gilt als Ausgangsstellung. Damit wird das Bewegungsausmaß entsprechend der Null-Durchgangsmethode bestimmt. Aus dieser Stellung heraus kann man die Bewegungen ausführen und das jeweilige Bewegungsausmaß erfassen. Lässt sich das Hüftgelenk beispielsweise aus seiner Null-Stellung bis 90° beugen und bis 10° strecken, schreibt man: Flexion/Extension = 90–0–10°. Fehlen jedoch 10° bis zur Streckstellung, lautet die Beschreibung: Flexion/Extension = 90–10–0°.
E. Rutz, R. Brunner

13. Weichteil- und Gelenkinfektionen

Weichteilinfektionen entstehen endogen durch Erreger der patienteneigenen Flora oder exogen mit neu erworbenen Erregern aus der Umgebung des Patienten. Die Gefahr einer Infektion ist abhängig von der Erregervirulenz, dem Immunsystem des Patienten, der Beschaffenheit des befallenen Gewebes und der sog. kritischen Keimmasse. Die Ausbreitung einer Infektion kann direkt, z. B. durch Hautverletzung, hämato- oder lymphogen, intrakanalikulär oder per continuitatem vom Eintrittsort in das umliegende Gewebe erfolgen.
Joachim Grifka, Markus Kuster

14. Komplexes regionales Schmerzsyndrom

Das komplexe regionale Schmerzsyndrom Typ I (»complex regional pain syndrome« bzw. CRPS Typ I) « zunächst nach dem Erstbeschreiber von 1902, Paul Sudeck, als M. Sudeck und später als sympathische Reflexdystrophie bezeichnet « beschreibt einen Symptomenkomplex mit chronischen, oft schwer beherrschbaren Schmerzen sowie autonomen, sensomotorischen und trophischen Störungen.
J. Beckmann, F. Köck

15. Knochen- und Weichteiltumoren

Knochen- und Weichteiltumoren sind Tumoren, die aus mesodermalem und neuroektodermalem, nichtepithelialem Gewebe entstehen. Hierzu gehören Fett, Muskeln, periphere Nerven, Blut- und Lymphgefäße, Knochen, Knorpel und das fibrohistiozytäre Gewebe.
E. Koch, A. Hoffmann, C. Öhlschlegel, C. Lampert

16. Degenerative Gelenkerkrankungen

Bei der Arthrose handelt es sich um eine nicht entzündliche Erkrankung des Gelenkknorpels. Im Frühstadium betrifft sie nur den Knorpel, später auch die übrigen Gelenkstrukturen, z. B. den Knochen und den Kapsel-Band-Apparat. Gekennzeichnet ist die Arthrose durch das unaufhaltsame Fortschreiten. Im fortgeschrittenen Stadium kann es zu schweren, den Knochen betreffenden Deformitäten (Arthrosis deformans) kommen.
C. Lüring, M. Tingart, J. Grifka

17. Rheumatische Weichteil- und Gelenkerkrankungen

Bei den Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises handelt es sich um eine inhomogene, sehr weit gefasste Gruppe von z. T. sehr unterschiedlicher Krankheiten. Diese umfasst die infektiösen Arthropathien und die entzündlichen Polyarthropathien einschließlich der Arthritis psoriatica, der juvenilen Arthritis und der Arthritis urica. Darüber hinaus gehören zu den Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises Systemerkrankungen des Bindegewebes. Hier sind exemplarisch die Panarteriitis, die Riesenzellarteriitis, der systemische Lupus erythematodes sowie die progressive systemische Sklerose zu nennen. Im Bereich der Wirbelsäule und des Rückens prägen v. a. Deformitäten des Rückens und Spondylopathien (z. B. die Spondylitis ankylosans) die Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises.
M. Tingart, C. Lüring, J. Schaumburger, J. Grifka

Traumatologie

Frontmatter

18. Modernes Traumamanagement

Die erfolgreiche Versorgung von Patienten mit multiplem Trauma hängt nicht nur von den Kenntnissen der Unfallkinematik, lebensrettenden Sofortmaßnahmen sowie einem von einem Generalisten geführten interdisziplinären Team mit spezialisierten Ärzten für die Therapie von Einzelverletzungen und intensivmedizinischen Interventionen ab – eine große Rolle spielt auch die Respektierung pathophysiologischer Vorgänge in ihrem zeitlichen Ablauf. Daher ist das Verständnis der Traumapathogenese im Sinne einer systemischen Krankheit, deren Ausprägung u. a. mit der Behandlung in Zusammenhang steht, für den interdisziplinären Abklärungs- und Versorgungsplan entscheidend. Werden die entsprechenden Grundregeln nicht befolgt, kann es zu lebensgefährlichen Störungen primär nicht verletzter Organe und Organsysteme kommen.
J. J. Osterwalder, D. Weber

19. Frakturen, Gelenk- und Weichteilverletzungen

Die Knochen sind das tragende Gerüst des Körpers und bilden Hebel, an denen die Muskulatur ansetzt. Zudem schützen sie das zentrale Nervensystem, beherbergen die Zellen der Hämatopoese und regulieren den Kalzium-Phosphat-Haushalt des Körpers; sie enthalten 99% des gesamten Kalziums und 90% des Phosphats. Das Periost umhüllt den Knochen, und das Endost kleidet den Knochen im Markraum mit osteogenen Zellen aus.
L. Harder, M. Kuster

20. Prinzipien der Hautweichteildeckung an der unteren Extremität

Hautweichteildefekte der unteren Extremität stellen unverändert eine plastisch-chirurgische Herausforderung dar. In der Vergangenheit galt der Perfektionierung von Frakturstabilisierungstechniken bei komplexen Extremitätenverletzungen das Hauptaugenmerk. Mittlerweile hat die Rekonstruktion des Haut-Weichteil-Mantels die ihr gebührende Aufmerksamkeit eingefordert.
S. Weindel, J. Grünert

21. Verletzungen der peripheren Nerven und des Plexus brachialis

An den Extremitäten liegen viele anatomische Strukturen auf engem Raum nahe beieinander. Scharfe Verletzungen, beispielsweise durch Stich-, Schnitt- oder Schusswunden, führen nicht selten – oft als Begleitverletzung von Frakturen oder anderen Weichteilläsionen – zu Durchtrennungen oder Schädigungen von peripheren Nerven. Proximale Verletzungen der Nervenwurzeln und des Plexus brachialis entstehen hauptsächlich bei Unfällen von jungen Motorradfahrern durch stumpfe Gewalteinwirkung. Andere Mechanismen umfassen Kompressions-, Traktions- oder Quetschtraumen. Bei Plexus-brachialis- Läsionen finden sich häufig Begleitverletzungen wie Frakturen der Pp. transversales der Halswirbelsäule, Frakturen des Schultergürtels, insbesondere Klavikulafrakturen, oder Schulterluxationen. Diese weisen auf Hochenergietraumen hin. Hierbei sind Rupturen der Blutgefäße im Schulterbereich nicht selten.
J. Grünert

Regionale Orthopädie und Unfallchirurgie

Frontmatter

22. Erkrankungen und Verletzungen der Wirbelsäule

Die Diagnostik an der Wirbelsäule besteht neben der Anamneseerhebung aus der körperlichen einschließlich einer neuroorthopädischen Untersuchung. Hierdurch kann eine sichere Diagnosestellung erfolgen. Zur differenzialdiagnostischen Abklärung sind häufig eine ergänzende laborchemische und apparative Funktionsdiagnostik sowie bildgebende Verfahren notwendig.
O. Linhardt, J. Götz, T. Renkawitz, T. Forster, M. Kröber, J. Grifka

23. Erkrankungen und Verletzungen von Schultergürtel und Schultergelenk

Die Funktion der Schulter ist als Leistung einer Gelenkkette zu sehen. Sie basiert auf der Anatomie und dem Zusammenspiel des eigentlichen Schultergelenks (Glenohumeralgelenk), den Schultergürtelgelenken (Akromioklavikular- und Sternoklavikulargelenk) und den »Nebengelenken« der skapulothorakalen und der subakromialen Gleitschicht.
J. Beckmann, M. Tingart, M. A. Kessler, T. Dobler, M. Kuster, J. Grifka

24. Erkrankungen und Verletzungen von Oberarm und Ellenbogen

Im Ellenbogengelenk treffen sich 3 Gelenkkörper: der distale Humerus mit der sanduhrförmigen Trochlea und dem runden Kapitulum, die Ulna mit Olekranon und Proc. coronoideus und der Radius mit dem Radiusköpfchen. Alle 3 Gelenkpartner befinden sich innerhalb einer Gelenkkapsel.
E. Sendtner, P. Bodler, Markus Kessler, A. Hoffmann

25. Erkrankungen und Verletzungen von Unterarm, Hand und Fingern

Das Handgelenk (Carpus) beinhaltet mehr als 20 verschiedene Einzelgelenkabschnitte vom Unterarm bis zur Mittelhand und stellt somit ein höchst komplexes anatomisches Gebilde dar.
F. J. Winkler, G. Heers, M. Jakubietz, R. Jakubietz, J. Grünert

26. Verletzungen des Beckens

Das Becken entspricht einem Knochenring, bestehend aus Os sacrum und den beiden Beckenhälften (Hemipelvis). Jede Beckenhälfte setzt sich aus den 3 ursprünglichen Ossifikationszentren zusammen: Os ilium, Os ischium und Os pubis. Ventral an der Symphyse sind die beiden Beckenhälften über einen fibrokartilaginären Diskus miteinander verbunden. Diese Verbindung ist nicht rigide und dient lediglich als Stütze.
K. Grob

27. Erkrankungen und Verletzungen von Hüftgelenk und Oberschenkel

Die Untersuchung des Hüftgelenks folgt der allgemeinen Systematik klinischer Untersuchungsgänge, gegliedert in Inspektion, Palpation und Funktionsprüfung. Inspektorisch wird bei der Untersuchung des Hüftgelenks im Speziellen auf den Beckenstand (Rima ani lotrecht? Crista iliaca auf einer Höhe?), das Wirbelsäulenprofil (Skoliosen, Hyperlordosen?) und die Leisten-/Trochanterenregion (Rötung, Schwellung, Überwärmung?) geachtet. Ergänzend erfolgt eine Beurteilung des Gangbilds (Symmetrie, Gleichmäßigkeit, Kraftentfaltung? Insuffizienz-, Schmerz-, Verkürzungs- oder Lähmungshinken? Ataxie?). Schwächen der Gluteal- und Oberschenkelmuskulatur bei neuromuskulären Erkrankungen sind oft beim Aufstehen, Hinsetzen und beim Einbeinstand erkennbar.
T. Renkawitz, M. Tingart, J. Beckmann, T. Kalteis, J. Grifka, R. U. Winkler, M. Ellenberger, K.-U. Lorenz

28. Erkrankungen und Verletzungen von Kniegelenk und Unterschenkel

Bei allen Achsenfehlern rund um das Kniegelenk empfiehlt sich eine standardisierte Herangehensweise, die die in der Übersicht aufgeführten Punkte adressiert.
C. Lüring, P. Baumann, H. Behrend, H. Bäthis, L. Harder, J. Grifka

29. Erkrankungen und Verletzungen von Sprunggelenk, Fuß und Zehen

Der Fuß sollte immer auch als Teil der gesamten kinetischen Kette der unteren Extremität gesehen werden, die daher in den Untersuchungsgang einbezogen werden muss. So kann sich beispielsweise ein Spitzfuß in Folge einer Beinlängendifferenz entwickeln. Teilweise muss der Fuß pathologische biomechanische Achsen kompensieren. Darüber hinaus können sich am Fuß Zeichen einer metabolischen, zirkulatorischen, neurologischen oder dermatologischen Erkrankung des Gesamtorganismus manifestieren.
M. Handel, F. X. Köck, H. Durst, A. Rukavina, J. Grifka

Kinderorthopädie und Kindertraumatologie

Frontmatter

30. Entwicklung des Bewegungssystems von der Befruchtung bis zum Neugeborenen

Im Zentrum der Kinderorthopädie stehen die Vorsorge und die Behandlung von muskuloskelettalen Störungen des Kindes. 1741 veröffentlichte Nicholas Andry, Professor für Medizin an der Pariser Universität, Abhandlungen, die verschiedene Methoden zur Vorsorge und Korrektur von Deformitäten bei Kindern beinhalteten. Andry kreierte durch den Kunstgriff der Fusion zweier griechischer Wörter – orthos: gerade und paidios: Kind – das Wort »Orthopädie«, das dem medizinischen Fach, das sich mit der Bewahrung und Wiederherstellung des menschlichen Bewegungssystems auseinandersetzt, den Namen gab. Andry versinnbildlichte seine Idee in dem »Orthopädenbäumchen «, das bis heute weltweit als Symbol der orthopädischen Fachgesellschaften präsent ist.
J. Matussek

31. Kinderorthopädische Untersuchung

Die sorgfältige kinderorthopädische Untersuchung stellt den wichtigsten Schritt in der Betreuung des jungen Patienten dar. Eine umsichtige Untersuchung führt zu einer optimalen Behandlung des Kindes, einem Vertrauensgewinn auf Seiten der Eltern und resultierend zu einem positiven Feedback für den betreuenden Arzt.
J. Matussek

32. Erkrankungen der kindlichen Bewegungs- und Halteorgane

Wirbelsäulenprobleme bei Kindern haben das Potenzial zu erheblichen Deformitäten während des weiteren Wachstumsverlaufes und müssen dementsprechend äußerst ernst genommen werden. Rückenschmerzen bei Kindern sind ungewöhnlich und haben häufig eine spezifische Erkrankung als Ursache. Leichte Rumpfasymmetrien dagegen werden häufig in den ersten Wachstumsjahren diagnostiziert, haben aber meist keine Konsequenzen im weiteren Wachstumsverlauf, sofern Progredienzen ausgeschlossen werden können.
J. Matussek

33. Infektionen im Wachstumsalter

Infektionen des muskuloskelettalen Systems bei Kindern sind häufig und können Ursache schwerer Deformitäten und Behinderungen sein. Bei optimaler Behandlung können alle Infektionen geheilt werden und lebenslange Behinderungen verhindert werden. Die frühestmögliche Diagnose ist der zentrale Bestandteil der erfolgreichen Therapie.
J. Matussek

34. Tumoren im Wachstumsalter

Obwohl muskuloskelettale Tumoren grundsätzlich ernste Erkrankungen bei Kindern sind, haben die meisten Tumoren im Wachstumsalter glücklicherweise gutartigen Charakter. Einige davon treten sehr häufig auf (z. B. nicht ossifizierendes Fibrom). Eine frühe, genaue Diagnose ist essenziell für eine erfolgreiche Behandlung.
J. Matussek

35. Kindertraumatologie

Die meisten Frakturen beim Kind sind den Erwachsenenfrakturen ähnlich, wenngleich Knochenbrüche am wachsenden Skelett einige Besonderheiten aufweisen. Kindlicher Knochen ist weicher und bricht leichter als der kortikale Knochen des Erwachsenen. Dementsprechend ist der notwendige Energieeinsatz zur Bewirkung einer kindlichen Fraktur geringer, daher sind begleitende Weichteilverletzungen beim Kind meist weniger schwerwiegend als beim Erwachsenen.
J. Matussek

Begutachtung

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36. Das ärztliche Gutachten

Die Tätigkeit als Gutachter setzt ein fundiertes medizinisches Wissen voraus. Dadurch, dass die Patientenzuwendung durch ein objektives und nüchternes Beobachten und Beurteilen ersetzt werden muss, unterscheidet sich die Gutachtertätigkeit wesentlich vom ärztlichen Handeln im Rahmen der Patientenversorgung (Mollowitz 1998). Es ist für den ärztlichen Gutachter essenziell, über die rechtlichen Vorgaben der Begutachtung informiert zu sein. Außerdem muss der Gutachter die wesentlichen Grundlagen und Begriffe des Versicherungsrechts kennen und auch über die Unterschiede in den verschiedenen Rechtsbereichen informiert sein.
L. Perlick, F. X. Köck, S. Anders, J. Grifka

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