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2023 | Buch

Sportkardiologie

herausgegeben von: Josef Niebauer

Verlag: Springer Berlin Heidelberg

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Über dieses Buch

In der Sportmedizin und Kardiologie gewinnt die Sportkardiologie zunehmend an Bedeutung mit den Bestrebungen eine Subspezialisierung zu etablieren. Derzeit ist sie in Lehre und Klinik jedoch unterrepräsentiert und Sportmedizinern und Kardiologen, die Sportler betreuen, stellen sich häufig sportkardiologische Fragen, auf die sie bisher keine Antworten finden.

Dieses Buch will diese Lücke schließen, in dem es umfassend die Methoden der sportkardiologischen Untersuchungen vom EKG über die Spiroergometrie bis hin zum MRT beschreibt und unter anderem die Frage beanwortet, was Sportler mit kardiovaskulären Problemen tun dürfen. Der inhaltliche Bogen reicht von der Prävention kardialer Erkrankungen bis hin zu speziellen sportkardiologischen Aspekten im Rehabilitations-, Breiten- und Leistungssport. Geschrieben wurde es von Mitgliedern der Deutschen, Österreichischen. Schweizerischen und Europäischen Gesellschaften für Kardiologie und Sportmedizin.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter
33. Erratum zu: Belastungs-EKG
Victor Schweiger, Manfred Wonisch, David Niederseer

Die moderne Sportkardiologie

Frontmatter
1. Die moderne sportmedizinische Untersuchung: Die TÜV-Plakette für jeden Sportinteressierten
Zusammenfassung
Bewegung und Sport haben gesundheitsförderliche Wirkungen in der Prävention und Rehabilitation nicht kardiovaskulärer Erkrankungen. Dennoch wird selbst im Leistungs- und erst recht im Breitensport zu wenig Wert auf eine gründliche sportmedizinische Untersuchung gelegt. Dabei stellt die sportmedizinische Untersuchung eine vollumfassende und dennoch zielgerichtete Vorsorgeuntersuchung dar, die oftmals Risikofaktoren und auch Krankheiten im Frühstadium identifiziert, sodass der Sportler gegensteuern kann, bevor es zu spät ist. In diesem Kapitel wird aufgezeigt, welche Inhalte Teil einer sportmedizinischen Untersuchung sein sollten und wie diese dem Sportler in Summe nützen können. Für einen jeden ist die Gesundheit das höchste Gut, für den Sportler oftmals zusätzlich aber auch sein Kapital. Somit gilt es alles zu unternehmen, dass die Gesundheit des Sportlers bestmöglich geschützt wird. Eine sportmedizinische Untersuchung kann hier einen wesentlichen Beitrag leisten.
Josef Niebauer
2. Zusatzqualifikation Sportkardiologie
Zusammenfassung
Erfreulicherweise steigt die Zahl der Patienten die Sport, teils gar Leistungssport treiben möchten. Für deren Betreuung ist weder die alleinige Expertise im Bereich Sportmedizin noch eine abgeschlossen Ausbildung in der Kardiologie ausreichend. Hier braucht es Expertise in der Sportkardiologie, also dem kardiologischen Wissen welches für Sporttreibende relevant ist. Denn es gibt zahlreiche trainingsbedingte Veränderungen, die beim Sportler eine physiologische Anpassung darstellen, sich dennoch aber auch bei kardiologischen Krankheitsbildern wiederfinden. Hier zwischen physiologisch und pathologisch zu unterscheiden ist nicht trivial und bedarf neben Fachwissen auch Erfahrung im Umgang mit Sportlern. „Angelesene Erfahrung“ reicht auch hier nicht aus. Im Folgenden werden die Hintergründe und Inhalte des Curriculums Sportkardiologie vorgestellt.
Josef Niebauer, Martin Halle, Herbert Löllgen

Kardiovaskulärer Nutzen des Sports

Frontmatter
3. Prävention durch körperliche Aktivität
Zusammenfassung
Kardiovaskuläre Erkrankungen sind nach wie vor die häufigsten Ursachen eines vorzeitigen Todes. Eine Beeinflussung von Morbidität und Mortalität ist durch eine Änderung des Lebensstils möglich. Zugleich wird dadurch die Lebensqualität verbessert. Im Mittelpunkt der Prävention steht die regelmäßige körperliche Aktivität. Sie verbessert zudem die Rehabilitation und wirkt wie ein Medikament als wirksame therapeutische Intervention.
Herbert Löllgen, Ruth Mari Löllgen
4. Sport als Therapeutikum: Die kardiologische Rehabilitation
Zusammenfassung
Sowohl in der Primär- als auch in der Sekundärprävention kardiovaskulärer Erkrankungen hat sich körperliches Training als effektives und kostengünstiges Therapeutikum etabliert und ist so zu einem wesentlichen Bestandteil der umfassenden, interdisziplinären Prävention und Rehabilitation geworden. Im Folgenden werden die aktuelle Evidenz, die Struktur und die mögliche Zukunft der kardiovaskulären Rehabilitation dargelegt.
Josef Niebauer

Kardiovaskuläre Schädigung durch Sport?

Frontmatter
5. Viel hilft viel; schädigt Sport das Myokard?
Zusammenfassung
Es ist deutlich, dass körperliche Aktivität und vor allem eine strukturierte Trainingstherapie nicht nur in der Prävention, sondern vorrangig in der Rehabilitation von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und anderen chronischen Erkrankungen positive Wirkungen auf die Erkrankung, die Symptomatik, die Fitness und die Lebensqualität hat und zu einer Reduktion der Gesamtmortalität führt. Die positiven Wirkungen folgen einer Dosis-Wirkungs-Beziehung und das Optimum scheint bei täglich 50–60 min strukturiertem Training zu liegen. Mögliche Schädigungen des Myokards durch extreme Ausdauerbelastungen werden in der Literatur diskutiert. Es ist allerdings offen, wo die Grenzen der Belastbarkeit gesunder und kranker Menschen sind. Hinweise zu diesen Grenzen können aus dem Extremsport mit Trainingsumfängen von mehreren Stunden täglich, mit bis zu 200–300 metabolischen Äquivalentstunden pro Woche gewonnen und hinsichtlich einer möglichen Schädigung des Myokards hinterfragt werden. Dabei werden jedoch mögliche Grenzbelastungen von AthletInnen bei PatientInnen auch nicht annähernd erreicht. Ein strukturiertes und dosiertes körperliches Training für chronisch kranke Personen mit Herz-Kreislauf- oder anderen chronischen Erkrankungen sollte daher nicht nur empfohlen, sondern allen PatientInnen obligatorisch verschrieben werden.
Rochus Pokan, Peter Hofmann
6. Gefahren im Sport: Der plötzliche Herztod
Zusammenfassung
Nach der aktuellen Studienlage liegt die Häufigkeit des plötzlichen Herztods (PHT) beim Sport in Abhängigkeit von Alter, Geschlecht und Sportart zwischen 0,5 und 13 Betroffenen pro 100.000 Sportler und Jahr. Bei jungen Sportlern unter 35 Jahren dominieren in über zwei Drittel der Fälle angeborene kardiale Erkrankungen als Ursache. Am häufigsten ist dabei die hypertrophe Kardiomyopathie, gefolgt von Koronaranomalien, Ionenkanalerkrankungen und der Myokarditis. Bei älteren Athleten dominiert demgegenüber die im Rahmen einer Atherosklerose auftretende koronare Herzerkrankung als Ursache. Erste Befunde weisen darauf hin, dass sportmedizinische Vorsorgeuntersuchungen bei der Prävention des PHT beim Sport einen wichtigen Stellenwert besitzen.
Andreas Nieß

Die sportkardiologische Untersuchung und klinische Konsequenzen

Frontmatter
7. Die körperliche Untersuchung: Inhalte, Sinn und Ziel
Zusammenfassung
Die Untersuchung des Sporttreibenden betrifft den Freizeitsportler, den Leistungssportler und Patienten oder Personen mit latenten und manifesten kardiovaskulären Erkrankungen. Die spezielle sportärztliche Untersuchung zu sportkardiologischen Fragen umfasst in klassischer Weise die Anamnese, die Inspektion, Palpation und Auskultation. Neben den kardiovaskulären Aspekten wird man auch andere Normvarianten und Pathologien überprüfen.
Herbert Löllgen, Ruth Mari Löllgen
8. Herzfrequenz und Blutdruck
Zusammenfassung
Die Bestimmung und Registrierung der Herzfrequenz in Ruhe und unter Belastung ist für alle Untersuchungen, insbesondere in der Sportkardiologie von zentraler Bedeutung. Die Herzfrequenzanalyse ermöglicht Hinweise auf die kardiale Funktion, zeigt mögliche Rhythmusstörungen an und kann auch Hinweise auf die myokardiale Funktion geben. Die Herzfrequenz ist zudem eine wichtige Bezugsgröße für die Leistung, die Spiroergometrie und andere Funktionsgrößen wie auch der autonomen Funktion mittels Herzfrequenzvariabilität. Die Messung des arteriellen Blutdruckes ist für Diagnostik und Überwachung bei Bluthochdruck unabdingbar, sie erlaubt eine prognostische Aussage und dient während der Ergometrie zur Überwachung. Auch die Blutdruckvariabilität und die Barorezeptorenfunktion ermöglichen eine Beurteilung der autonomen Funktion.
Herbert Löllgen
9. Die sportkardiologische Untersuchung und klinische Konsequenzen – das EKG
Zusammenfassung
Die Sportkardiologie befasst sich mit den Auswirkungen regelmäßiger körperlicher Aktivität auf das kardiovaskuläre System. Zur Beurteilung relevanter Veränderungen sind sowohl umfangreiche Kenntnisse in der Kardiologie als auch der Leistungsphysiologie bzw. der Sportpraxis notwendig. Die Sportkardiologie steht damit in engen Beziehungen zur Kardiologie und Sportmedizin. Physiologische asymptomatische EKG-Veränderungen von Sportlern, die Anpassungsmechanismen an regelmäßiges Training darstellen, sind von potenziell zu manchmal sportassoziierten letalen Ereignissen wie dem plötzlichen Herztod führenden Veränderungen abzugrenzen. Screeningprogramme haben das Ziel, Sportler mit einer unbekannten oder asymptomatischen kardiovaskulären Erkrankung zu identifizieren. Dies gilt sowohl für Spitzensportler (Kompetitiv-Athleten) als auch für Hobby- bzw. Gelegenheitsathleten.
Robert Berent
10. Sport bei Kindern und Jugendlichen – kinderkardiologische Aspekte
Zusammenfassung
Die Sinnhaftigkeit der Durchführung einer sportmedizinischen Untersuchung vor einer leistungssportlichen Betätigung ist sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern und Jugendlichen weitgehend unbestritten. Dabei sollte die kardiologische Untersuchung nicht zu einer Verunsicherung der Probanden und auch nicht zu einer ausufernden Diagnostik führen. Ziel dieses Kapitels ist es, altersentsprechenden physiologische EKG-Veränderungen aufzuzeigen und die entsprechenden Unterschiede zum Erwachsenen-EKG heraus zu arbeiten. Vor allem die kinderkardiologischen Aspekte spezieller Erkrankungen (arrhythmogene rechtsventrikuläre Cardiomyopathie (ARVC), hypertrophe Cardiomyopathie (HCMP), Long-QT-Syndrom (LQTS), Wolff-Parkinson-White Syndrom (WPW), Extrasystolie) werden dargestellt. Die zunehmende Überlappung in Hinsicht auf körperliche Belastung zwischen Freizeitsport, Schulsport, Wettkampfsport und Leistungssport macht im kinderkardiologische Bereich eine differenzierte Betrachtung nötig und bedarf fundierter kinderkardiologischer als auch sportmedizinischer Erfahrung.
Manfred Marx, Erwin Kitzmüller
11. Die sportkardiologische Untersuchung und klinische Konsequenzen
Zusammenfassung
Die transthorakale Echokardiografie ist eine Untersuchungsmethode ohne bekannte Nebenwirkungen, mit ausgezeichneter kostengünstiger Verfügbarkeit, und stellt eine sehr effektive Untersuchungsmethode dar, die bei einer Vielzahl von klinischen Fragestellungen angewendet werden kann.
Robert Berent
12. Kardiale Computertomografie
Zusammenfassung
Die kardiale Computertomografie (CT) erlaubt als bisher einzige nicht-invasive Methode die Darstellung der Herzkranzgefäße mit einer hohen diagnostischen Sicherheit. Erste Daten zur Stenosedetektion wurden gegen Ende der 90er-Jahre publiziert. Seither konnte durch stetige technische Verbesserungen der Computertomografen eine Optimierung der Bildqualität und eine breitere klinische Anwendung erreicht werden. Moderne Computertomografen erlauben die Darstellung des gesamten Koronarbaumes innerhalb weniger Sekunden.
Christof Burgstahler
13. Kardio-MRT in der Sportkardiologie
Zusammenfassung
Die Magnetresonanztomografie eignet sich sowohl zur Darstellung von unterschiedlichen Gewebetypen als auch von Blutflüssen. Dafür werden Magnetfelder und Radiowellen eingesetzt. Die Untersuchung besteht aus verschiedenen Sequenzen, die jede für sich oder in ihrer Kombination eine Vielzahl an Informationen liefern.
Anatomische Strukturen des Herzens und der begleitenden Organe werden dargestellt und es können Messungen der Herzvolumina,-masse und -funktion durchgeführt werden. Pathologische Strukturen, anatomische Besonderheiten und Aussage zu funktionellen Herzerkrankungen können mit hoher Genauigkeit getroffen werden. Die MRT erlaubt ohne Strahlenbelastung auch die myokardiale Durchblutung darzustellen. Damit hat die MRT besondere Bedeutung in der Sportkardiologie für die Darstellung von der Differenzialdiagnose des Sportherzens, für die Darstellung von Kardiomyopathien, insbesondere der rechtsventrikulären Kardiomyopathien und von ischämischen myokardialen Regionen und der „areas at risk“ bei stabiler Belastungsischämie.
Die Untersuchung ist apparativ und zeitlich aufwendig, aber nicht strahlenbelastend. Belastungsuntersuchungen sind mit pharmakologischen Methoden möglich. Die Kardio-MRT hat ihren eigenen Stellenwert in der Sportkardiologie ergänzend zum Echokardiogramm und zur Kardio-CT.
Jürgen Michael Steinacker, Peter Bernhardt
14. Belastungs-EKG
Zusammenfassung
Belastungsuntersuchungen spielen sowohl in der Kardiologie als auch in der Sportmedizin seit Jahrzehnten eine wichtige Rolle. Indikationen umfassen unter anderem: die Ausgangsfitness oder den Fortschritt eines Trainingsprogrammes zu beurteilen; kardiopulmonale Erkrankungen zu diagnostizieren; Arrhythmien zu provozieren; oder die hämodynamische Reaktion auf gewisse Belastungen zu messen. Zur korrekten Durchführung der Belastungsuntersuchung sind Kenntnisse der physiologischen und pathophysiologischen Grundlagen genauso erforderlich wie Kenntnisse in der Durchführung der Ergometrie. Der Interpretation kommt eine besondere Bedeutung zu, aber auch der Bewertung der klinischen Symptomatik, der Leistungsfähigkeit und möglicher Einflussfaktoren spielen eine wichtige Rolle. An sich gehören Belastungstests nicht zu den obligatorischen Routineuntersuchungen vor der Teilnahme am Sport; sie sind jedoch sehr gute Hilfsmittel zur klinischen Untersuchung bei Sportlern mit pathologischen Befunden und/oder Symptomen, sowie zur Kontrolle des Trainingserfolges und Steuerung des Trainingsprogrammes im Leistungssport.
Victor Schweiger, Manfred Wonisch, David Niederseer
15. Spirometrie
Zusammenfassung
Die Spirometrie ist ein Verfahren zur Beurteilung der Lungenfunktion in Ruhe. Durch Aufzeichnung der mobilisierbaren Lungenvolumina und der Durchflussgeschwindigkeit können Informationen über die Lungenmechanik gewonnen werden.
Victor Schweiger, Manfred Wonisch, David Niederseer
16. Spiroergometrie
Zusammenfassung
Bei der Spiroergometrie handelt es sich um ein diagnostisches Verfahren, mit dem qualitativ und quantitativ die Reaktion und das Zusammenspiel von Herz-Kreislauf, Atmung und Stoffwechsel im Rahmen eines Belastungstests analysiert werden. Neben der Bestimmung der maximalen Sauerstoffaufnahme als das „Bruttokriterium“ der körperlichen Leistungsfähigkeit erlaubt die Atemgasanalyse zusammen mit der Herzfrequenzanalyse Aussagen über das Funktionsverhalten von Herz, Lunge und Muskulatur unter Belastungsbedingungen. Durch zusätzliche Analyse submaximaler Kenngrössen können Informationen für die Trainingsgestaltung erhoben werden.
Victor Schweiger, Manfred Wonisch, David Niederseer

Sport bei Athleten mit erhöhtem kardiovaskulären Risiko

Frontmatter
17. Sport bei Athleten mit erhöhtem kardiovaskulärem Risiko
Zusammenfassung
Sportkardiologische (Screening-)Untersuchungen dienen der Identifizierung von Athleten mit erhöhtem kardiovaskulärem Risiko und führten in multiplen Kohorten zu einer eindeutigen Reduktion der Inzidenz des plötzlichen Herztodes. Athleten gelten in der Allgemeinbevölkerung prinzipiell auf Grund ihrer sportlichen Tätigkeit als gesünder und weniger anfällig für kardiovaskuläre Erkrankungen. Dies kann jedoch nicht verallgemeinert werden, da dies abhängig ist von der Sportart, -intensität, Dauer der Sportausübung, sowie nicht beeinflussbare Faktoren wie Alter und genetischen Determinanten. Dies wird verdeutlicht dadurch, dass die koronare Herzerkrankung die häufigste Ursache für den plötzlichen Herztod über 35 Jahre darstellt. Aus diesem Grund ist eine Risikostratifizierung mittels regelmäßiger sportkardiologischer Untersuchungen bei Athleten essenziell.
Martin Halle, Katrin Esefeld, Isabel Fegers-Wustrow, Fritz Wimbauer

Athleten mit kardiovaskulären Erkrankungen: wer darf was?

Frontmatter
18. Sport bei Patienten mit angeborenen Herzfehlern (inklusive rechtsventrikulären Vitien)
Zusammenfassung
Angeborene Herzfehler sind die häufigsten angeborenen Fehlbildungen und kommen in ungefähr 0,8 % aller Lebendgeburten vor. Die Fortschritte unter anderem in der pädiatrischen Herz-Thorax-Chirurgie der letzten 60–70 Jahre brachten eine Verschiebung der Möglichkeiten von überwiegend palliativen zu (mehr oder weniger) korrigierenden Operationen. Gleichzeitig mit dem Anstieg dieser operativen Korrekturen konnten auch Verbesserungen in medizinischen Behandlungsschemata für diese Patienten erfolgen, sodass daraus ein deutlicher Rückgang in der Morbidität und Mortalität resultierte. Der größte Benefit ist bei jenen mit mittelgradig schwieriger oder komplexer Anatomie gegeben. Die Anzahl der Erwachsenen mit angeborenen Herzfehler (EMAH) ist dadurch größer als jene im Kindesalter.
Harald Gabriel
19. Koronare Herzkrankheit, Koronarspasmen, Koronaranomalien und Myokardbrücken
Zusammenfassung
Ischämische Herzerkrankungen sind weltweit die häufigste Todesursache. Die koronare Herzerkrankung (KHK) ist für die Mehrzahl ischämischer Herzerkrankungen verantwortlich und körperliche Inaktivität ist ein wesentlicher Risikofaktor der KHK. Während zumindest 150 min körperliche Aktivität mit moderater Intensität allen stabilen Patienten mit KHK empfohlen werden sollte, kann v. a. ungewohnte intensive körperliche Aktivität bei KHK- sowie bei Patienten mit Koronaranomalien- kurzfristig das Risiko erhöhen, einen plötzlichen Herztod zu erleiden. Eine sorgsame individuelle Abwägung des Risikos für Belastungs-assoziierte kardiale Ereignisse auf Basis der Anamnese und der kardialen Diagnostik sowie dem von der körperlichen Aktivität unter langfristigen Gesichtspunkten ausgehendem Nutzen muss daher bei Bewegungs- und Trainingsempfehlungen und Entscheidungen zur Wettkampftauglichkeit bei Patienten mit ischämischen Herzerkrankungen erfolgen. Im Rahmen einer partizipativen Entscheidungsfindung sollten dabei auch Wünsche und Ziele der Patienten berücksichtigt werden.
Mahdi Sareban, Jochen Hansel
20. Körperliches Training bei Patienten mit Aortenaneurysma
Zusammenfassung
Das Aortenaneurysma (AA) ist eine lokal begrenzte Gefäßdilatation aufgrund einer angeborenen oder erworbenen Gefäßwandveränderung und ist mit verschiedenen kardiovaskulären Risikofaktoren assoziiert. Die Erkrankung verläuft häufig asymptomatisch und stellt oft einen Zufallsbefund im Rahmen der Diagnostik anderer abdominaler/thorakaler Erkrankungen dar. Unbehandelt kann das AA mit akuten lebensbedrohlichen Komplikationen wie einer Dissektion oder Gefäßruptur einhergehen. Obwohl eine gute körperliche Fitness zu den wichtigsten prognostischen Parametern für Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen gehört und körperliches Training in deren Prävention und Therapie sehr effektiv angewandt wird, diskutiert man dies bei Patienten mit AA kontrovers; Bedenken wegen möglicher trainings-assoziierter Komplikationen wurden geäußert. In diesem Kapitel wird deshalb spezifisch die Sicherheit und Effizienz von körperlicher Aktivität und Training bei Patienten mit AA erörtert, wobei auch auf die funktionelle Analyse und individuelle Trainingsempfehlung eingegangen wird.
Daniel Neunhäuserer, Jonathan Myers, Josef Niebauer
21. Systolische Herzinsuffizienz: mit erhaltener oder eingeschränkter Pumpfunktion
Zusammenfassung
Ungenügende körperliche Aktivität führt über verschiedene Mechanismen zu einem Zustand konstanter „low-grade“ Inflammation, welche wiederum endotheliale Dysfunktion, autonome Dysbalance und adverses myokardiales Remodeling fördert und dadurch der Entwicklung einer Herzinsuffizienz Vorschub leistet. Andererseits ist eine verminderte kardiorespiratorische Fitness auch ein starker Prädiktor für die Entwicklung einer zukünftigen Herzinsuffizienz, aber auch für den Verlauf einer bestehenden Erkrankung. Deshalb ist regelmässiges Sporttreiben sowohl in der Primär-, wie auch Sekundärprophylaxe von entscheidender Bedeutung. Eine optimale Trainingssteuerung ist bei diesen oftmals schwer kranken Patientinnen und Patienten entscheidend, um eine Progression der Erkrankung oder gar einen plötzlichen sport-assoziierten Herzstillstand zu vermeiden. Das Risiko für fatale kardiale Ereignisse während des Sporttreibens hängt einerseits von der zur Herzinsuffizienz führenden Grunderkrankung, aber auch von der Pumpkraft ab. Gerade bei Patienten mit reduzierter Pumpkraft sind deshalb individualisierte und spezifische Trainingsempfehlungen angezeigt, welche auf einer gemeinsamen Entwicklung („shared decision making“) und regelmässiger Risikostratifizierung beruhen.
Valentina Rossi, Christian Schmied
22. Diastolische Herzinsuffizienz
Zusammenfassung
Die diastolische Herzinsuffizienz bzw. Herzinsuffizienz mit erhaltener Ejektionsfraktion (heart failure with preserved ejection fraction, HFpEF) macht ca. 50 % aller neuen Diagnosen der Herzinsuffizienz aus – Tendenz steigend. Während es bisher keine effektiven Medikamente gibt, stellt regelmäßige körperliche Aktivität die wichtigste Therapie dieser Multi-Organ-Krankheit dar um das Leitsymptom – eine deutlich reduzierte Leistungsfähigkeit – sowie die Lebensqualität zu verbessern. Ansatzpunkt der körperlichen Aktivität ist neben möglichen Effekten auf die diastolische Funktion in erster Linie die Peripherie, welche in der Pathophysiologie der HFpEF eine wesentliche Rolle spielt. Erste Ergebnisse einer retrospektiven Studie deuten auch auf eine relevante Reduktion der Mortalität nach Absolvieren einer kardialen Rehabilitation hin.
Stephan Müller, Martin Halle
23. Sport bei Myokarderkrankungen
Zusammenfassung
Myokarderkrankungen sind die Hauptursachen des plötzlichen Herztodes bei unter 35-Jährigen. Hierbei handelt es sich um einen Sammelbegriff für angeborene und erworbene Herzmuskelerkrankungen mit unterschiedlichen Ursachen, Symptomatik, klinischem Verlauf sowie Prognose und Risiko für akute Komplikationen und/oder eine progressive Verschlechterung durch Sport. Bei manchen Kardiomyopathien stellt der plötzliche Herztod das erste Krankheitssymptom dar.
Im Kapitel wird auf die Diagnostik, Therapie, Risikostratifizierung und Sportempfehlungen bei der hypertrophen Kardiomyopathie, der linksventrikulären “non-compaction” Kardiomyopathie, der arrhythmogenen rechtsventrikulären Kardiomyopathie und der Myokardits eingegangen.
In der Gesundheitsuntersuchung (noch) asymptomatischer Sportler kann eine erste Verdachtsdiagnose meist bereits im Ruhe-EKG gestellt werden, die Echokardiografie und das Belastungs-EKG stellen jedoch sinnvolle Ergänzungen dar.
In der Abklärung der Myokarderkrankungen konnten in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte, insbesondere durch die Magnetresonanztomografie sowie die Längsschnittbeobachtung betroffener Sportler einschließlich der Auswertung implantierter Defibrillatoren erzielt werden. Inzwischen liegen präzisierte internationale europäische und US-amerikanische Empfehlungen zur sportlichen Belastbarkeit bei den verschiedenen Krankheitsbildern vor.
Bei den meisten Kardiomyopathien besteht eine klare Kontraindikation zum Leistungssport.
Andrei Codreanu, Charles Delagardelle, Laurent Groben, Maria Kyriakopoulou, Axel Urhausen
24. Sport bei linksventrikulären Klappenvitien
Zusammenfassung
Die Kriterien zur Beurteilung der Sporttauglichkeit bei linksventrikulären Klappenvitien basieren im Wesentlichen auf der echokardiographischen Einschätzung ihres Schweregrades sowie etwaiger klinischer Symptome und Risikofaktoren. Vereinfachend kann für sämtliche linksventrikulären Klappenvitien (Aortenklappeninsuffizienz, Aortenklappenstenose, Bikuspide Aortenklappe, Mitralklappeninsuffizienz, Mitralklappenstenose, Mitralklappenprolaps) zusammengefasst werden, dass leichtgradige Klappenvitien ohne Symptome und sonstige kardiale Pathologien oder Risikofaktoren in der Regel jeden Gesundheits- und Freizeitsport als auch Wettkampfsport erlauben. Hingegen erlauben schwere Klappenvitien in aller Regel keinen Wettkampfsport, jedoch können rehabilitative körperliche Aktivitäten zum Erhalt der Gesundheit unter Berücksichtigung der individuellen Belastbarkeit und Risikokonstellationen möglich sein.
Wilfried Kindermann, Jan Daniel Niederdöckl, Axel Urhausen, Jürgen Scharhag
25. Sport und Herzrhythmusstörungen
Zusammenfassung
Das Spektrum der Herzrhythmusstörungen bei Sportlern reicht von benignen Arrhythmien ohne Auswirkungen auf die Gesundheit bis zum Kammerflimmern mit plötzlichem Herztod als tragische Manifestation dieser letalen Arrhythmie. Herzrhythmusstörungen äußern sich meistens als Palpitationen, Synkopen oder Schwindel. Sie können jedoch auch völlig asymptomatisch bleiben. Eine gründliche Diagnostik und entsprechende Beratung und Therapie sollte dazu dienen, benigne von malignen Arrhythmien zu unterscheiden sowie die Gesundheit und Lebensqualität betroffener Sportler zu erhalten. In diesem Kapitel werden rhythmologische Aspekte der Sportkardiologie beschrieben unter wesentlicher Berücksichtigung der 2020 ESC Guidelines.
Andreas Müssigbrodt
26. Training von Patienten mit linksventrikulären mechanischen und nach
Zusammenfassung
Patienten nach LVAD-Implantation benötigen eine intensive interdisziplinäre Betreuung und Überwachung zur Vermeidung und Behandlung von Device-spezifischen Komplikationen. Die wissenschaftliche Evidenz ist nicht ausreichend, um Guidelines für das Training von LVAD-Patienten zu erstellen, jedoch sprechen die vorhandenen Daten dafür, dass es mit Steuerung der Intensität nach der BORG-Skala, wie auch bei Patienten nach Herztransplantation, sicher und erfolgreich durchgeführt werden kann. In Zukunft muss geklärt werden, warum es bei manchen Patienten im Langzeitverlauf zu keiner Verbesserung der Leistungsfähigkeit kommt. Bei entsprechenden Umfängen und Intensitäten sind, vergleichbar mit gesunden Athleten, auch transplantierte Herzen trainierbar. Der Schwerpunkt des rehabilitativen Trainings nach einer Herztransplantation liegt aber eindeutig in der Adaptation der Skelettmuskulatur.
Christiane Marko, Francesco Moscato, Rochus Pokan
27. Sport im Alter
Zusammenfassung
Durch den demografischen Wandel, der verbesserten Lebenserwartung und dem medizinischen Fortschritt wird es in den nächsten Jahren zu einer Zunahme von über 65-Jährigen und auch von Hochbetagten kommen. Somit tritt auch das physiologische, gesunde Altern zunehmend in den Fokus zahlreicher Studien. Gesunde Lebensform bzw. Lebensstilmodifikationen spielen eine tragende Rolle für kardiovaskuläre Gesundheit. Diese Arbeit legt daher ein besonderes Augenmerk auf die körperliche Aktivität und den Sport im Alter. Die physiologischen, altersbedingten Veränderungen im kardiovaskulären System sind exemplarisch auf zellulärer Ebene eine Abnahme der Myozytenzahl und der sinuatrialen Schrittmacher-Zellen und vaskulär eine erhöhte Gefäßsteifigkeit, was schließlich zu strukturellen (bspw. linksventrikuläre Hypertrophie) und auch funktionellen Veränderungen (bspw. Abnahme des Schlagvolumens) führt. Diese altersbedingten kardialen Veränderungen können mittels Echokardiografie gut dargestellt werden, wobei Methoden wie die 3-dimensionalen Echokardiografie und das Strain-Imaging zusätzliche Informationen liefern. Im Weiteren wird auf die allgemeinen und individuellen Empfehlungen zu Sport im Alter eingegangen. Gemäß der aktuellen ESC-Leitlinie Sportkardiologie sollte bei älteren Menschen ein Ausdauer- und Krafttraining in Kombination mit speziellen Übungen zum Erhalt der Flexibilität und Balance erfolgen. Auch bisher nicht-aktive bzw. nur wenig aktive Senioren werden hierbei berücksichtigt und Einstiegsmöglichkeiten in sportliche Aktivitäten aufgezeigt.
Hasema Persch, Jürgen Michael Steinacker
28. Sport bei Master-Athleten
Zusammenfassung
Unter einem Master-Athleten werden vereinfacht Sportler/innen, die ≥ 35 Jahre alt sind und regelmäßig an Wettkämpfen teilnehmen zusammengefasst. Dies bedingt eine sehr inhomogene Sportlergruppe, was die Auswertung von wissenschaftlichen Daten erschwert. Auch beim Master-Athleten kommt es zu einem physiologischen sportbedingten kardialen Remodelling. Dabei gibt es komplexe Interaktionen zwischen den einwirkenden kardiovaskulären Risikofaktoren, dem physiologischen Alterungsprozess an sich und den sportbedingten Faktoren. Daher ist das „alternde“ Sportlerherz bisher ungenau definiert. Im Ausdauersportbereich kam zudem in den letzten 10 Jahren zunehmend die Diskussion über eine U-förmige bzw. umgekehrt J-förmige Dosis-Wirkungs-Beziehung zwischen sportlicher Aktivität und kardiovaskulärer Gesundheit auf. In der Sorge vor einer „kardialen Maladaptation“ wurden besonders i) eine beschleunigte Koronarsklerose, ii) eine Myokardfibrose und iii) das Vorhofflimmern diskutiert. Dabei weisen ausdauertrainierte Masterathleten eine erniedrigte kardiovaskuläre Mortalität auf.
Hasema Persch, Jürgen Michael Steinacker
29. Bergsport mit Herzerkrankungen
Zusammenfassung
Bergsport zählt zu den beliebtesten sportlichen Tätigkeiten im Alpenraum und kann zu allen Jahreszeiten in der einen oder anderen Form ausgeübt werden. Somit kann er zweifelsfrei einen wichtigen Beitrag zu den evidenzbasierten positiven gesundheitlichen Auswirkungen körperlicher Aktivität leisten. Allerdings ist Bergsport auch mit subjektiven und objektiven Gefahren verbunden, und die gesundheitlichen Nettoauswirkungen dürfen nicht unabhängig von einem bestimmten Unfall- und Notfallrisiko gesehen werden. Viele vorbestehende Herzerkrankungen stellen generell keine Kontraindikation für den Bergsport dar. Allerdings kommt der sportmedizinischen Voruntersuchung mit individueller Nutzen-Risiko-Einschätzung, der individuellen körperlichen (sportartspezifischen) Vorbereitung, einer sorgfältigen Planung und der individuellen Belastungsgestaltung bei der Bergsportausübung ganz besondere Bedeutung zu.
Martin Burtscher, Wolfgang Schobersberger
30. Tauchen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Zusammenfassung
Tauchen ist eine Sportart mit zunehmender Beliebtheit auch bei älteren Sportlern. Reiseveranstalter, tauchausbildende Vereine und Tauchbasen verlangen vermehrt aus (versicherungs)-rechtlichen Gründen eine Tauchtauglichkeitsuntersuchung. Da es sich um die einzige Sportart in hyperbarer Umgebung handelt, muss der Untersucher auch über die tauchphysiologischen Besonderheiten bei Immersion auf das Herz-Kreislauf-System Bescheid wissen: Es kommt dabei zu erhöhter Herzarbeit durch Zentralisierung des Blutvolumens. Bereits milde Symptome wie Schwindel bei Arrhythmien oder auch nur kurzzeitige Synkopen können fatale Auswirkungen unter Wasser haben. Auch die eingeschränkten Rettungsmöglichkeiten im Kardialen Notfall verlangen eine sorgfältige Beurteilung der Tauchtauglichkeit bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Maria Heger, Josef Kaiblinger, Ulrike Preiml, Christian Redinger

Spezielle sportkardiologische Aspekte im Breiten- und Leistungssport

Frontmatter
31. Sicherheitsvorkehrungen in Sportstätten: Medizinische Versorgung von Zuschauern und Athleten bei sportlichen Großereignissen
Zusammenfassung
Bei Sportveranstaltungen gilt es nicht nur für die Sicherheit der aktiven Sportler, sondern auch für die Zuschauer Sorge zu tragen. Hierbei stellen die räumlichen Gegebenheiten und die oft hohe Anzahl der Anwesenden eine besondere Herausforderung dar.
Aus kardiologischer Sicht besteht die wesentliche Bedrohung unter anderem in kardialen Ischämien und Herzrhythmusstörungen was die Bedeutung einer gut funktionierenden Rettungskette unterstreicht.
Eine Umfrage der ESC hat die notfallmedizinische Versorgungsqualität europaweit in fast 200 Fußballstadien analysiert und es zeigen sich sehr heterogene Gegebenheiten im Ländervergleich. Beleuchtet wurde neben der personellen und technischen Ausstattung auch die Transportzeit bis in die nächste Klinik.
Bei 63 der 190 Stadien lag die Transportzeit zum nächsten Krankenhaus bei über 10 Minuten, bei ca. 10 % der Sportstätten fand sich kein Defibrillator.
Hieraus wurde ein minimaler notfallmedizinischer Versorgungsstandard bei Großveranstaltungen des Sports abgeleitet, um die vollständige Implementierung der Überlebenskette zu gewährleisten.
Frank van Buuren
32. Doping und Medikamentenmissbrauch
Zusammenfassung
Der Missbrauch von Medikamenten und die Anwendung unerlaubter Methoden zum Zwecke der Leistungssteigerung findet nicht nur im Leistungssport statt, sondern stellt auch im Breiten- und Freizeitsport ein relevantes Problem dar. Doping gilt als Verursacher von Gesundheitsschäden. Für das Herz-Kreislauf-System ist hierbei unter der Einnahme verschiedener Dopingsubstanzen ein breites Spektrum an unerwünschten Wirkungen beschrieben. Diese umfassen unter anderem die Entwicklung einer Myokardhypertrophie, das Auftreten von Arrhythmien, eine Dyslipoproteinämie, proatherogene Effekte bis hin zum Myokardinfarkt und den plötzlichen Herztod. Die Kenntnis des Nebenwirkungsprofils der einzelnen Dopingsubstanzen besitzt auch in der täglichen klinischen Praxis eine besondere Bedeutung, da es bei differenzialdiagnostischen Überlegungen mitberücksichtigt werden muss.
Andreas Nieß
Backmatter
Metadaten
Titel
Sportkardiologie
herausgegeben von
Josef Niebauer
Copyright-Jahr
2023
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Electronic ISBN
978-3-662-65165-0
Print ISBN
978-3-662-65164-3
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-65165-0

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