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Über dieses Buch

LuFu leicht gemacht!
Welche Untersuchung, wann, warumSpirometrie, Bodyplethysmographie, Diffusionstestung, Provokationstests, Peakflow-Messung, Blutgasanalyse, Pulsoximetrie …
Zuverlässige DurchführungTipps&Tricks, um den Patienten anzuleiten und zu führen. Erkennen einer validen Messung.
Korrekte BefundungAuswertung im Kontext mit weiteren Untersuchungsergebnissen und Klinik des Patienten.
Alles dabei: Praxisrelevante Grundlagen, Einführung in die Methode, typische Befundmuster, Hinweise auf Fehlerquellen, wertvolles Zusatzwissen für Experten, Normwerte, Einflussfaktoren seitens des Patienten: Alter, Schwangerschaft, Adipositas etc.
Systematisch von einfach bis komplex: Mit sehr vielen Fallbeispielen, Fragen, Übungen und authentischen Befunden entwickeln Sie schnell Ihre Strategie.
Der Erfolg: Eigenständig und sicher untersuchen und befunden.
NEU u.a.Erläuterung und Einführung neuer Sollwerte
Erklärung und Implementierung des Z-Scores
Neues Kapitel „6-Minuten-Gehtest„
Viele neue Fallbeispiele
Komplette und umfangreiche Aktualisierung gemäß der neuen Empfehlungen

Nach den Empfehlungen derDeutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin
Deutschen Atemwegsliga
European Respiratory Society

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Lungenfunktionsprüfung im Überblick

Zusammenfassung
Die Hauptaufgabe der Lunge besteht im Gasaustausch. In einem ausgewogenen Zusammenspiel aus Lunge und Herz-Kreislauf-System müssen die verschiedenen Organe mit Sauerstoff (O2) versorgt und andererseits metabolisch anfallendes Kohlendioxid (CO2) aus dem Körper eliminiert werden. Die Lungenfunktion setzt sich aus verschiedenen Teilfunktionen zusammen. Ein zentrales Element ist die Ventilation, also die Belüftung der Lungen durch Ein- und Ausatmung. Die Atmung unterliegt hierbei komplexen Gesetzmäßigkeiten und Regelmechanismen, die ein sehr variables Anpassen der Funktion an verschiedenste Einflüsse und Anforderungen ermöglicht. Neben der Atmung und dem Gasaustausch kommt der Lunge zudem eine wichtige Aufgabe in der Regulation des Säure-Basen-Haushaltes des Organismus zu. Im Blut gepufferte saure Valenzen können über das Abatmen des Säureanhydrids CO2 eliminiert werden.
Dennis Bösch, Carl-Peter Criée

2. Lungenfunktionsparameter

Zusammenfassung
Die genaue Kenntnis der Bedeutung der einzelnen Messwerte und ihrer Zusammenhänge ist eine Grundvoraussetzung für die Interpretation der Lungenfunktionsprüfung. Man unterscheidet die statischen Volumina, also die zeitunabhängigen einzelnen Teilvolumina der Totalkapazität (z. B. die Vitalkapazität), von den dynamischen Volumina, die in forcierten Atemmanövern in Bezug zur Zeit ermittelt werden (z. B. die Einsekundenkapazität). Des Weiteren können Atemstromstärken bzw. Atemflüsse (z. B. der Peak Flow), Munddruckverhältnisse, Atemwegswiderstände, Diffusionsparameter und Blutgaswerte gemessen werden. Die einzelnen Parameter werden nachfolgend erläutert und veranschaulicht.
Dennis Bösch, Carl-Peter Criée

3. Spirometrie

Zusammenfassung
Die Spirometrie ist weit verbreitet und besitzt einen hohen Stellenwert in der differenzialdiagnostischen Untersuchung und Bewertung respiratorischer Symptome. Darüber hinaus kommt einigen Messwerten eine hohe Bedeutung als prognostischer Faktor von Atemwegserkrankungen zu. Mit relativ geringem apparativem und zeitlichem Aufwand ist die Spirometrie einfach durchführbar und ermöglicht die Ermittlung grundlegender Atemvolumina sowie in- und exspiratorischer Atemflussverhältnisse. Sie ist deshalb hervorragend als Screening-Untersuchung geeignet.
Dennis Bösch, Carl-Peter Criée

4. Bodyplethysmografie

Zusammenfassung
Die heutige Form der Bodyplethysmografie (Ganzkörperplethysmografie) geht auf die Einführung der Methode durch DuBois (USA) im Jahr 1956 zurück. In den 60-er Jahren wurde die Methode in Deutschland von W. T. Ulmer etabliert und seither maßgeblich weiterentwickelt. Heute gilt die kombinierte Spirometrie/Bodyplethysmografie als Basismethode der Lungenfunktionsprüfung in der ambulanten und stationären pneumologischen Fachversorgung.
Dennis Bösch, Carl-Peter Criée

5. Bronchospasmolysetestung und Provokationstestung

Zusammenfassung
Ergänzend zur Spirometrie bzw. Bodyplethysmografie ist es manchmal sinnvoll, eine Bronchospasmolyse- oder Provokationstestung durchzuführen. Der Wert der Bronchospasmolysetestung liegt in der Überprüfung der Reversibilität und damit der Differenzierung einer unklaren obstruktiven Ventilationsstörung. Aufgrund der Rückbildungstendenzen einer Obstruktion auf ein Bronchospasmolytikum kann insbesondere zwischen einem Asthma bronchiale und einer COPD unterschieden werden. Andererseits kann mittels inhalativer Provokation eine bronchiale Hyperreagibilität ermittelt werden.
Dennis Bösch, Carl-Peter Criée

6. Diffusionsmessung

Zusammenfassung
Die Diffusionsmessung ist eine ergänzende Untersuchungsmethode, die wertvolle Informationen liefert und in den letzten Jahren zunehmende Bedeutung fand. Erste Messungen wurden von Marie und August Kroch Anfang des 20. Jahrhunderts durchgeführt. Die heutige modifizierte Form wurde erstmals 1957 von Ogilvie beschrieben. Die Indikation zur Diffusionsmessung besteht vorrangig in der Erstdiagnose und der Verlaufskontrolle von interstitiellen Lungenerkrankungen und dem Lungenemphysem. Sie wird zudem zur Abklärung einer Dyspnoe, einer obstruktiven Atemwegserkrankung sowie einer restriktiven Ventilationsstörung eingesetzt.
Dennis Bösch, Carl-Peter Criée

7. Mundverschlussdruckmessung

Zusammenfassung
Die Ventilation der Lunge wird durch die Kraft der Atempumpe ausgeübt, die sich aus Atemzentrum, Nerven, Atemmuskulatur und dem knöchernen Thorax zusammensetzt. Mittels Mundverschlussdruckmessungen lassen sich die maximale Atemmuskelkraft sowie die aktuelle Beanspruchung ermitteln. Wie die Skelettmuskulatur auch, ist die Inspirationsmuskulatur bei Überbeanspruchung ermüdbar, und es kann zu einem myogenen Pumpversagen kommen. Andererseits kann die Kapazität aufgrund verschiedener Ursachen auch primär vermindert sein (muskuläre/neuromuskuläre Schwäche), ohne dass eine Lungenerkrankung vorliegt.
Dennis Bösch, Carl-Peter Criée

8. Peak-Flow-Messung

Zusammenfassung
Die Peak-Flow-Messung ist eine einfache Methode, um eine Atemflussbehinderung der vornehmlich großen Atemwege zu untersuchen. Hierbei können die Patienten den Verlauf ihrer obstruktiven Atemwegserkrankung selbstständig kontrollieren. Typischerweise werden die Patienten angeleitet, die Messung 2- bis 3-mal täglich durchzuführen und zu protokollieren. Anhand der Tagesschwankung (PEF-Variabilität) der Werte sowie der sich ergebenden Trends können Rückschlüsse sowohl auf den Schweregrad und den Verlauf der Erkrankung als auch auf das Ansprechen einer Therapie gezogen werden. Manchmal lässt sich auch eine drohende Exazerbation noch vor der klinischen Manifestation an fallenden Werten erkennen. Mittels Ampelschema bzw. zuvor definierten Schwellenwerten können Notfallmedikamenteneinnahmen mit dem Patienten vereinbart werden und die Therapiesteuerung für den Patienten nachvollziehbar dargestellt werden. Es sei jedoch angemerkt, dass die einfache Peak-Flow-Messung nicht die Spirometrie oder andere Lungenfunktionsprüfungen ersetzen kann.
Dennis Bösch, Carl-Peter Criée

9. Blutgasanalyse

Zusammenfassung
Die Hauptaufgabe der Lungen ist die Oxygenierung des Blutes zur Versorgung des Organismus mit Sauerstoff sowie die Elimination des Stoffwechselproduktes Kohlendioxid. Die Blutgasanalyse (BGA) stellt die Methode der Lungenfunktionsdiagnostik dar, in der letztlich das Endergebnis der einzelnen Lungenteilfunktionen erfasst wird, indem die Konstellation der Blutgase (Sauerstoff- und Kohlendioxidpartialdruck) dargestellt wird. Mit ihr kann der Wirkungsgrad der Lunge als Organ des Gasaustausches zwischen Außenwelt und Körper bewertet werden. Die Blutgasanalyse ist Ausdruck der Bilanz zwischen den pulmonalen Anforderungen des Stoffwechsels und der Leistungsfähigkeit des Atemapparates. Da die Lunge auch in die Regulation des Säure-Basen-Haushaltes eingebunden ist, können die Werte z. T. auch durch pathologische nichtpulmonal bedingte Faktoren beeinflusst werden (z. B. die Nierenfunktionsstörung).
Dennis Bösch, Carl-Peter Criée

10. Pulsoxymetrie

Zusammenfassung
Die pulsoxymetrische Messung der arteriellen Sauerstoffsättigung gibt einen schnellen und einfachen Überblick zu respiratorischen Problemen und ist daher seit Anfang der 1970er-Jahre weit verbreitet. Das Einsatzgebiet ist universell und erstreckt sich von ersten orientierenden Messungen, z. B. im Rettungsdienst, bis hin zum Monitoring in der Endoskopie oder auf der Intensivstation. In Praxen und Kliniken erfährt die Methode heute eine sehr vielfältige Verwendung. Bei aller Begeisterung müssen jedoch die Limitationen des Verfahrens bedacht werden, und es sollte klar sein, dass die Pulsoxymetrie die BGA nicht ersetzen kann.
Dennis Bösch, Carl-Peter Criée

11. 6-Minuten-Gehtest

Zusammenfassung
Der 6-Minuten-Gehtest wird meist als 6MWT oder 6MWD („6-min walk test“ bzw. „6-min walking distance“) bezeichnet. Dieser einfache Belastungstest hat in den letzten Jahren vor allem bei der Evaluation chronischer Lungenerkrankung zunehmende Beachtung gefunden. Der 6MWD hat sich als verlässlich, einfach, kostengünstig und sicher erwiesen. Er korreliert gut mit der Morbidität und hat auch prognostische Aussagekraft. Bei dem Test ist der Patient angehalten, innerhalb von 6 Minuten die größtmögliche Strecke auf einem definierten Korridor (durch Hin- und Herlaufen zwischen 2 Pylonen) zurückzulegen. Neben der Gehstrecke werden hierbei pulsoxymetrische Daten aufgezeichnet und die Symptomatik abgefragt.
Dennis Bösch, Carl-Peter Criée

12. Die Variable Patient

Zusammenfassung
Es wurde in den vorhergehenden Kapiteln bereits mehrfach betont, dass eine gute Mitarbeit bei der Lungenfunktionsprüfung bzw. die korrekte Durchführung der Messung unabdingbare Voraussetzungen für die Validität der Messung und die Beurteilbarkeit der Ergebnisse sind. Neben der Betrachtung der Lungenfunktion in ihren Details muss aber auch stets der Mensch als Individuum berücksichtigt werden. Die menschliche Lunge durchläuft im Leben verschiedene Phasen (Entwicklung/Wachstum, adulte Lunge, Degeneration) und erfährt zudem unterschiedliche Einflüsse (Ernährungszustand etc.), die bei der Indikationsstellung verschiedener Tests sowie bei der Beurteilung der Lungenfunktionsprüfung zu beachten sind. Die „Variable Patient“ ist oftmals nicht unerheblich und soll daher im Folgenden weiter differenziert werden.
Dennis Bösch, Carl-Peter Criée

13. Befundung der Lungenfunktionsprüfung

Zusammenfassung
Eine valide Lungenfunktionstestung setzt voraus, dass der Befunder profunde Kenntnisse über die Lungenfunktion, etwaige Erkrankungen und die Testmethoden besitzt. Eine erfolgreiche Lungenfunktionsdiagnostik ist nicht nur von einer guten Interpretation der einzelnen Untersuchung, sondern auch von der richtigen Auswahl des Testes und des Testzeitpunktes, d. h. einer gewissen Strategie, abhängig.
Dennis Bösch, Carl-Peter Criée

14. Gemischter Übungsteil

Zusammenfassung
In diesem Kapitel sind die verschiedenen Untersuchungen der Lungenfunktionsprüfung als Kasuistiken in Übungsform nochmals zusammengestellt. Versuchen Sie, die Befunde selbstständig zu erheben, und vergleichen Sie die Ergebnisse anschließend mit den Interpretationsvorschlägen.
Dennis Bösch, Carl-Peter Criée

Erratum zu: Diffusionsmessung

Dennis Bösch, Carl-Peter Criée

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