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Über dieses Buch

Der Leitfaden für die tägliche Routine in der MR-Angio!

Die MR-Angiographie (MRA) hat sich mittlerweile als Routineverfahren fest etabliert. Die großen Vorteile dieser Technik sind die fehlende Strahlenexposition und Invasivität sowie die gute Verträglichkeit der verwendeten Kontrastmittel. Die Innovationen in der MRT-Technologie haben auch auf dem Gebiet der MR-Angiographie zahlreiche neue Möglichkeiten eröffnet. Und die Entwicklung schreitet fort, d.h. das Potential ist immer noch nicht ausgeschöpft.

Auf der anderen Seite besteht bei kaum einem anderen Untersuchungsverfahren eine so hohe Variabilität bei der Durchführung und damit bei der Qualität und Aussagekraft der entstandenen Bilder. An diesem kritischen Punkt setzt das vorliegende Buch an: Es gibt für alle derzeit gängigen Anwendungsmöglichkeiten klare „State of the Art“- Empfehlungen zur Erzeugung valider Daten. Denn nur diese erlauben eine zuverlässige Befundinterpretation. Entscheidend für die Praxis ist hier eine systematische Zuordnung von Hintergrundwissen, angewandter Parameter und Bildergebnis.

Dies war bisher die Limitation vieler Standardwerke, in denen ausführliche Textpassagen keine konsistente Umsetzung in Bild- und Anwendungsbeispiele aufwiesen. Genau diese Kette wird in diesem innovativen Buchprojekt für jede Technik, Organregion und Erkrankung systematisch durch ausgewiesene Experten geschlossen. Dabei wurde darauf geachtet, dass Text und Bild zu einem integrativen und aufeinander aufbauenden Lernerlebnis werden.

Ein Buch für alle, die sich mit dem ebenso anspruchsvollen wie zukunftsweisenden Verfahren MRA vertraut und alltagssicher machen wollen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Technik

Grundlage der Magnetresonanztomographie (MRT) ist die resonante Anregung der Eigendrehimpulszustände (des sog. Spins) von Atomkernen durch hochfrequente elektromagnetische Felder. Um die Kernspins anzuregen, werden sie in in ein starkes homogenes Magnetfeld (B 0) gebracht; hierzu werden meist supraleitende Magnete eingesetzt (in ◘ Abb. 1.1 grau dargestellt).
O. Dietrich

2. Kontrastmittel

Grundsätzlich lassen sich MR-Angiographien auch ohne Kontrastmittel akquirieren. Diese sind jedoch nur im Gehirn als Time-of-Flight-Angiographie (TOF-Angiographie) von klinischer Relevanz. In anderen Körperregionen ist die TOF-MRA aufgrund der langen Akquisitionszeiten und der daraus resultierenden Bewegungsanfälligkeit, der Gefahr des Dephasings (◘ Abb. 2.1) sowie der Insensitivität für Fluss innerhalb der Akquisitionsebene ungeeignet.
H. J. Michaely

3. MR-Angiographie der supraaortalen Gefäße

Die Arteriosklerose ist für die meisten Stenosen supraaortaler Arterien verantwortlich und daher das mit Abstand am häufigsten untersuchte Krankheitsbild in der MR-Angiographie der supraaortalen Arterien. An dieser Stelle wird zunächst die Diagnostik atherosklerotischer Gefäßveränderungen beschrieben. Andere Krankheitsentitäten, die zu Stenosen der Kopf-Hals-Arterien führen können (insbesondere Dissektionen und Vaskulitiden), werden in eigenen Kapiteln dargestellt.
K. Papke

4. Pulmonalgefäße

Der Truncus pulmonalis entspringt aus dem pulmonalarteriellen Ausflusstrakt des rechten Herzens und teilt sich Y-förmig in die linke und rechte Pulmonalarterie (◘ Abb. 4.1). Die Pulmonalarterien verjüngen sich gleichmäßig in Richtung der Lungenperipherie. Der Durchmesser des Truncus pulmonalis sollte den der Aorta ascendens nicht überschreiten und die Durchmesser der Pulmonalarterien sollten unterhalb des Querschnitts der Aorta descendens liegen. Die Segmentarterien teilen sich in je zwei Subsegmentarterien. Eine Ausnahme hiervon bildet nur das Segment 6, aus dem drei Subsegmentastarterien entstehen. Es existieren allerdings vielfältige Varianten dieses Teilungsmusters mit bis zu vier Ästen und gelegentlich auch schmalen einzelnen Ästen aus einer Segmentarterie.
P. Apfaltrer, T. Henzler

5. Herz

Während der Embryogenese liegt das Herz zunächst vollständig symmetrisch im Thorax. Während der Entwicklung entsteht eine Rotationsbewegung des Herzens. Der Apex (die Herzspitze) wird hierbei leicht angehoben und rotiert nach links, sodass später zwei Drittel des Herzens links, ein Drittel rechts der Mittellinie liegen. Der rechte Ventrikel kommt durch die Rotationsbewegung unmittelbar hinter dem Sternum zum liegen. Der rechte Vorhof wird rechts randbildend, der linke Ventrikel wird links randbildend und der linke Vorhof liegt dorsal (◘ Abb. 5.1).
G. A. Krombach

6. Arterien der oberen Extremität

Für die MR-Angiographie der oberen Extremität gibt es verschiedene Techniken, die zur Anwendung kommen. Bei der kontrastmittelverstärkten Variante wird nach intravenöser Gabe eines gadoliniumhaltigen Kontrastmittels der Fluss in den Gefäßen gemessen. Diese Technik beruht in erster Linie auf der Verkürzung der T1-Zeit des Bluts durch das Kontrastmittel.
R. Vosshenrich, S. Partovi, P. Reimer

7. Abdomen – Niere

Die Nieren als paarige Organe werden regelhaft über je eine einzelne Nierenarterie versorgt, die ungefähr auf Höhe von LWK1/LWK2 unterhalb des Abgangs des Truncus coeliacus sowie der A. mesenterica superior direkt aus der Aorta entspringt (◘ Abb.7.1). Die Nierenarterien teilen sich nach ca. 3–5 cm in die Lobaräste, diese dann in segmentale Äste. Die Nierenarterien verlassen dabei die Aorta nach lateral und messen maximal ca. 6–7 mm im Durchmesser. In den meisten Fällen entspringen die Nierenarterien beidseits auf gleicher Höhe oder weisen weniger als 2 cm Seitendifferenz auf. Die rechte Nierenarterie verläuft dabei dorsal der V. cava inferior. Eine koronale Positionierung des Bildgebungsvolumens (slab) erlaubt deswegen in fast allen Fällen eine optimale Abdeckung der Nierenarterien.
H. J. Michaely

8. Mesenterialgefäße

Die Anatomie der Mesenterialgefäße zeigt eine hohe Variation, Normvarianten finden sich in über 60% der Fälle. Häufige (ca. 10% der Fälle) Varianten sind der Abgang der rechten Leberarterie aus der A. mesenterica superior im Sinne eines partiellen Truncus hepatomesentericus oder die separate Versorgung der Segments 4a/4b durch einen eigenen Ast aus der A. hepatica propria (◘ Abb. 8.1). Seltenere (ca. 1%) Varianten stellen der Abgang der linken Leberarterie aus der A. gastrica sinistra (Truncus hepatogastricus) oder der Direktabgang aus der Aorta dar.
S. Schönberg

9. Abdomen, Tumor

Die Abgänge der Aorta abdominalis zur Versorgung der Oberbauchorgane weisen eine hohe Variabilität auf. Bei klassischer Anatomie geht als erster großer Abgang unter dem Zwerchfell der Truncus coeliacus ab, der sich in die A. lienalis, die A. gastrica sinistra und in die A. hepatica communis aufzweigt. Die A. hepatica communis wiederum teilt sich nach einigen Zentimetern in die A. gastroduodenalis, welche eine Verbindung zum mesenterialen Stromgebiet herstellt und in die A. hepatica propria, welche die Leber arteriell versorgt. In der Leber erfolgt dann eine Aufteilung in die A. hepatica dextra und in die A. hepatica sinistra (◘ Abb. 9.1).
C. J. Zech

10. Aorta1

Die MRA der Aorta beim Erwachsenen ist in ihrer klinischen Bedeutung in Relation zur MSCTA zu bewerten. Nach einer ursprünglich relevanten Phase in der Routinediagnostik wird sie seit Einführung der Mehrschicht-Computertomographie (MSCT, ◘ Abb. 10.1) in geringerem Ausmaß eingesetzt. Die MSCTA ist schneller, robuster in der Durchführung und geometrisch exakter als die MRA der Aorta. Oftmals handelt es sich bei den zu untersuchenden Patienten auch um akut schwer erkrankte Patienten, die entsprechend unter intensivmedizinischen Bedingungen untersucht werden müssen. Auch hierbei weist die MSCTA wegen ihrer in jeder Hinsicht besseren Zugänglichkeit relevante Vorteile gegenüber der MRA auf.
F.A. Fellner, B. Povysil, C. Fellner

11. Magnetresonanztomographie der Becken-Bein-Fuß-Arterien

Rainer Schmitt

12. Ganzkörper-MR-Angiographie

Die Akquisition der 3D-Datensätze zur Darstellung des arteriellen Gefäßsystems bei der Ganzkörper-MRA erfolgt mit einer schnellen Gradientenecho-Sequenz (3D fast low angle shot, FLASH: repetition time [TR]: 2,1, echo time [TE]: 0,7 ms, Flipwinkel: 20°, 64 Partitionen, effektive Schichtdicke 2 mm, slab: 160 mm, Gesichtsfeld 400×400 mm, Matrix: 512×512 mit Nullinterpolation, Akquisitionszeit: 12 s). Insgesamt werden 5 Datensätze mit einer Überlappung von jeweils 3 cm akquiriert.
C.U. Herborn

13. Bildgebung bei Venenerkrankungen

Venenerkrankungen gehören zu den häufigsten Erkrankungen in unserer Bevölkerung. Trotz ihrer Häufigkeit wird den Venenerkrankungen im klinischen Alltag meist nur eine geringe Bedeutung zugemessen, insbesondere im Vergleich zu den arteriellen Gefäßerkrankungen. Die Gründe hierfür liegen vermutlich in einem meist chronischen Verlauf und darin, dass Venenerkrankungen häufig nicht akut lebensbedrohlich sind. Dennoch ist das Nichterkennen einer venösen Erkrankung, z. B. der tiefen Venenthrombose (TVT), mit einer erhöhten Mortalität und Morbidität assoziiert (Kearon 2004, Pinede et al. 2001).
G.M. Kukuk, A. Lakghomi, W. Willinek

Backmatter

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Priv.-Doz. Dr. med. Jennifer Linn, Prof. Dr. med. Martin Wiesmann, Prof. Dr. med. Hartmut Brückmann

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