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Über dieses Buch

Das Buch beschreibt anschaulich die häufigsten Hauterkrankungen die in der Allgemeinpraxis begutachtet und behandelt werden müssen.

Wie viele Patienten mit Hautkrankheiten kommen täglich in Ihre Arztpraxis? Und wie oft präsentieren Patienten in der Sprechstunde zusätzlich zu anderen Beschwerden „nebenbei“ noch ein Hautproblem?

Sicher ist: Dermatologische Probleme gehören zu den häufigsten Vorstellungsgründen in der Allgemeinmedizin.

Ob Akne, Neurodermitis, Schuppenflechte, Skabies, Warzen oder lästige Hautprobleme wie Aphthen, Hyperhidrosis, Perléche, Sonnenallergie oder brüchige Fingernägel – erkennen, differenzieren und behandeln Sie kompetent die häufigsten Hautkrankheiten!

Die aktuelle, jetzt 3. Auflage wurde vollständig überarbeitet. Neben den bisher besprochenen 34 Krankheitsbildern wurden 3 weitere häufige Hauterkrankungen mitaufgenommen: die Alopecia areata, das Exsikkationsekzem und das Erysipel.

Prägnante Texte zur Entstehung, den diagnostischen Erkennungs- und Unterscheidungsmerkmalen und der aktuellen optimierten Therapie unter Nennung der sich in der Praxis bewährten Wirkstoffe und Präparate informieren Sie zusammen mit zahlreichen Farbfotos über alles Wichtige zu den einzelnen Hautkrankheiten. Ihre Patienten werden Ihnen außerdem für zahlreiche Pflegetipps dankbar sein, damit die Haut nach einer erfolgreichen Heilung nicht wieder erkrankt.

Diese schnelle und übersichtliche Informationsquelle zu den häufigen dermatologischen Problemen werden Sie regelmäßig in Ihrer Sprechstunde zur Hand nehmen!

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Die dermatologische Diagnose

Zusammenfassung
Zahlreiche dermatologische Diagnosen sind klassische „Blickdiagnosen“. Einmal gesehen und richtig zugeordnet, kann bei erneuter Präsentation die Diagnose problemlos abgerufen werden. Dies setzt jedoch zum einen die entsprechenden Patienten voraus, zum anderen den entsprechenden dermatologischen Lehrer. Symmetrisch vorliegende Hauterscheinungen weisen auf eine systemische Auslösung hin, während lokalisiert bestehende Hautveränderungen mehrheitlich einen exogenen Auslöser haben. Das Vorhandensein oder Feheln einer epidermalen Beteiligung ist für die Einordnung von Hautveränderungen sehr wichtig.
Dietrich Abeck

Kapitel 2. Akne

Syn.: Acne vulgaris, Pubertätsakne
Zusammenfassung
Die Akne gehört zu den Erkrankungen, die unabhängig vom Schweregrad häufig mit einer hohen psychischen Belastung der Betroffenen einhergehen. Sie ist deshalb als eine ernst zu nehmende Erkrankung und nicht als geringfügiges Pubertätsproblem aufzufassen. Mehrheitlich reicht eine topische Behandlung unter Verwendung von Antibiotika wie Erythromycin oder Clindamycin (immer zeitlich begrenzt und immer kombiniert mit anderen Wirkstoffen), Antiseptika, Azelainsäure und Retinoiden bzw. Kombinationen aus. Ansonsten ist die orale Behandlung mit Isotretinoin eine in der Regel zur vollständigen Abheilung führende Therapieoption, die jedoch eines intensiven Monitoring bedarf.
Dietrich Abeck

Kapitel 3. Aktinische Keratose

Syn.: solare Keratose, Keratosis actinica
Zusammenfassung
Die Hautveränderungen imponieren zumeist als raue oder schuppende Rötungen, deren Durchmesser einige Millimeter bis zu 1–2 cm betragen kann. Eine tastbare Verhärtung (Infiltration) fehlt bei initialen Veränderungen (Abb. 3.1), stellt sich jedoch häufig im weiteren Verlauf ein (Abb. 3.2). Aktinische Keratosen finden sich fast ausschließlich in den sonnenlichtexponierten Hautarealen. Da es sich bei aktinischen Keratosen um Hautkrebsvorstufen (Carcinomata in situ) handelt, ist eine konsequente Therapie erforderlich. Die Therapiemöglichkeiten sind vielfältig und orientieren sich am individuellen klinsichen Bild. Die Behandlung erfolgt mit topisch aufgetragenen Wirkstoffen (5-Fluorouracil, Imiquimod, Ingenolmebutat, Diclofenac-Natrium), mittels chirurgischen und laserchirurgischen sowie photodynamischen Massnahmen. Die wirksamste Prävention ist strikte UV-Vermeidung.
Dietrich Abeck

Kapitel 4. Aphthen

Zusammenfassung
Scharf begrenzte, singuläre oder wenige Ulzera mit einem Durchmesser von <1 cm, die innerhalb eines Zeitraums von 10–14 Tagen spontan abheilen kennzeichnen die leichte Verlaufsform der Aphthen. Die Einzelläsionen sind v. a. in den ersten Tagen ihres Auftretens sehr schmerzhaft. Die Therapie erfolgt mit antiseptischen (Chlorhexidin) und antibiotischen (Minocyclin) Mundspülungen sowie antientzündlichen (Glukokortikoid-haltige Haftpasten, Tacrolimus) Wirkstoffen. Das Tragen einer Zahnschiene übernacht kann die Rezidivrate reduzieren.
Dietrich Abeck

Kapitel 5. Brüchige Nägel

Zusammenfassung
Ein Absplittern der Nägel vom freien Rand her oder ein längsfaseriges Aufsplittern der Nägel stellen die mit Abstand häufigsten Nagelprobleme dar auftreten. Vielfach bleibt die zugrundeliegende Ursache jedoch unbekannt. Eine mehrmonatige kombiniert topisch (mit einer speziellen Lackzubereitung) und systemisch (orale Biotin-Einnahme) geführte Behandlung ist die Therapie der Wahl.
Dietrich Abeck

Kapitel 6. Chronische Paronychie

Zusammenfassung
Der chronischen Paronychie liegt eine Schädigung durch irritative Faktoren zugrunde, insbesondere Wasser. Die Behandlung beinhaltet ein konsequentes Meiden der Auslöser, eine regelmäßige Pfllege in Kombination mit einer topischen antientzündlichen Therapie.
Dietrich Abeck

Kapitel 7. Dermatofibrom

Syn.: Histiozytom
Zusammenfassung
Das Histiozytom ist der häufigste fibrohistioztäre Hauttumor. Klinisch imponieren die benignen Hautveränderungen als kutan-subkutane, palpatorisch derbe Knoten mit bevorzugtem Sitz im Bereich der unteren Extremitätenstreckseiten. Das klassische dermatoskopische Muster besteht aus einem zentralen weißlichen Anteil mit umgebendem wabenartigen Pigmentnetz.
Dietrich Abeck

Kapitel 8. Erythema nodosum

Zusammenfassung
Das Erythema nodosum, eine der häufigsten Formen der Pannikulitis, wird heute als Überempfindlichkeitsreaktion (allergische Reaktion vom Typ 3) auf eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Auslöser (Infektionen, Autoimmunerkrankungen, Medikamente, etc.) gedeutet. Die Hautveränderungen treten akut auf, wobei sie von einem Krankheitsgefühl mit leichtem Fieber, Gelenkschmerzen und Abgeschlagenheit begleitet sein können. Die Behandlung umfasst die Abklärung und ggf. Behandlung der zugrundeliegenden Ursache sowie die symptomatische Behandlung der schmerzhaften Hautveränderungen.
Dietrich Abeck

Kapitel 9. Erythrasma

Zusammenfassung
Das Erythrasma ist eine bakterielle Infektion durchCorynebacterium minutissimum und manifestiert sich am häufigsten im Bereich der Zehenzwischenräume, gefolgt vom Leistenbereich und seltener axillär. Subjektive Beschwerden können vollständig fehlen oder sich als gelegentlicher leichter Juckreiz äußern. Die Behandlung erfolgt topisch antibiotisch (Fusidinsäure, Mupirocin). Zur Prävention eignen sich Octenidin-haltige Antiseptika.
Dietrich Abeck

Kapitel 10. Fußpilz

Syn.: Tinea pedis et interdigitalis
Zusammenfassung
Pilzinfektion an den Füssen sind häufig. Die Erkrankungszahlen bei Männern sind etwa doppelt so hoch wie bei Fraurn. Die Behandlung im Bereich der Zehenzwischenräume erolgt in der Regel topisch antimykotisch, im Bereich der Fussohlen unter dem klinischen Bild der Tinea pedis vom Mokkasin-Typ bzw. vom dyshidrosiformen Typ dagegen in der Regel topisch und auch oral antimykotisch.
Dietrich Abeck

Kapitel 11. Handekzem

Zusammenfassung
Ekzeme im Handbereich imponieren durch eine große morphologische Vielfalt. Neben irritativen Veränderungen in Form von flächigen Rötungen mit Schuppung werden auch Bläschen und Blasen beobachtet, die das sog. dyshidrosiforme Handekzem charakterisieren, oder flächige Keratosen die immer wieder Rhagaden zeigen und die für das hyperkeratotisch-rhagadiforme Handekzem typisch sind. Subjektiv besteht Juckreiz, der sehr intensiv sein kann. Die rhagadiformen Einrisse schmerzen. Die Therapieoptionen beinhalten regelmäßige Hautschutz- und Hautpflegemassnahmen, bei entzündlichen Veränderungen in Abhängigkeit des klinischen Schweregrads topische, physikalische oder systemische Therapien.
Dietrich Abeck

Kapitel 12. Herpesinfektionen

Zusammenfassung
Bei Herpes-simplex-Virus (HSV)-Infektionen imponiert initial ein umschriebenes Erythem, in dem sich rasch Vesikel und Bläschen bilden mit der typischen polyzyklischen Begrenzung Im weiteren Verlauf kommt es zur Krustenbildung infolge des Eintrocknens der Bläschen. Subjektiv klagen die Patienten über Brennen, Parästhesien und evtl. auch Schmerzen. Eine Schwellung der regionären Lymphknoten ist möglich werden durch HSV-1 (überwiegend orolabiale Infektionen) und HSV-2 (überwiegend genitale Infektionen) hervorgerufen und werden in der Regel oral antiviral therapiert, was auch für die Behandlung von Rezidiven gilt. Komplikationen sind das Eczema herpeticatum und das postherpetische Erythema exsudativum multiforme.
Dietrich Abeck

Kapitel 13. Hyperhidrose

Zusammenfassung
Hyperhidrose kann fokal (frontal, axillär, palmar, plantar) oder auch generalisiert auftreten. Lokalisationsabhängig umfasst das Behandlungssprektrum topische (Aluminiumchlorid, Methenamin), physikalische (Leitungswasseriontophorese, Mikrowellen- oder Lasertechnik), operative und systemische Therapien.
Dietrich Abeck

Kapitel 14. Hypertrophe Narben und Keloide

Zusammenfassung
Hypertrophe Narben und Keloide, die nach Verletzungen, nach Operationen oder auch spontan auftreten, imponieren als palpatorisch derbe, knotige, wulst- oder plattenartige Hautveränderungen mit glatter Oberfläche. Während hypertrophe Narben auf den Bereich des Traumas beschränkt bleiben und im Verlauf die Tendenz zum Abflachen haben, greifen Keloide über diesen hinaus und entwickeln dann auch häufig typische krebsscherenartige Ausläufer. Eine spontane Regression von Keloiden erfolgt in der Regel nicht. Zur Behandlung stehen topische (Silikon, Zwiebelextrakt), physikalische (Kryo- oder Lasertherapie), Injektionsverfahren oder operative Verfahren zur Verfügung. Die wichtigste Präventionsmassnahme ist die Vermeidung unnötiger operativer Eingriffe.
Dietrich Abeck

Kapitel 15. Impetigo contagiosa

Zusammenfassung
Erythematöse und erosive Flächen mit typischen honiggelben Krusten, die sich an allen Körperstellen, bevorzugt jedoch im Mund- und Nasenbereich, manifestieren, sind typisch für die durch Streptokokken und Staphylococcus aureus verursachte Impetigo contagiosa, die heute mehrheitlich staphylogen bedingt ist. Die Behandlung erfolgt in lokalisierten Fällen topisch antibiotisch (Fusidinsäure, Mupirocin) oder systemisch.
Dietrich Abeck

Kapitel 16. Intertrigo

Zusammenfassung
Die Intertrigo manifestiert sich in den Hautfalten, am häufigsten submammär und inguinal. Klinisch imponieren Erytheme, deren entzündliche Reaktion unterschiedlich stark ausgebildet sein kann und von blass-rot bis feuerrot reichen kann. Im weiteren Verlauf sind erosive Umwandlungen möglich. Die sekundäre Besiedelung der Intertrigo ist häufig. Die Behandlung umfasst in Abhängigkeit vom klinischen Ausprägungsgrad topische (Antiseptika, Antimykotika, vorzugsweise vom Azoltyp), Glukortikoide bzw. Antimykotika-Glukokortikoikombinationen) und systemische (Antimykotika) Therapiemassnahmen.
Dietrich Abeck

Kapitel 17. Lichen ruber

Syn.: Lichen planus
Zusammenfassung
Die Erkrankung ist durch rötliche, rötlich-violette oder livid-bräunliche, polygonale, flach-erhabene Papeln gekennzeichnet, die bei stärkerem Eruptionsdruck auch zu Plaques zusammenfließen können. Prädilektionsstellen sind die Extremitätenstreckseiten, insbesondere die Handgelenke. Lokalisierte wie auch generalisierte Verläufe kommen vor, für die topische und systemische Therapien zur Verfügung stehen. Die Oberfläche der Läsionen ist glänzend und zeigt eine feine bis netzartige weißliche (Wichkam) Zeichnung. Neben der örtlich begrenzten Aggregation von Papeln gibt es auch Verläufe mit einem generalisierten Auftreten der Papeln, dem Lichen ruber exanthematicus.
Dietrich Abeck

Kapitel 18. Lidekzeme

Zusammenfassung
Lidekzeme können auf dem Boden ätiologisch unterschiedliche Erkrankungen auftreten. Sie erfassen in der Regel die Ober- und/oder Unterlidbereiche und manifestieren sich in Abhängigkeit von der Akuität und der Bestehensdauer mit unterschiedlich stark entzündlichen schuppenden Erythemen, Infiltration und Juckreiz-bedingten Kratzexkoriationen und Krusten. Die Therapie beinhaltet eine regelmäßige Basispflege mit W/O-Formulierungen und einer vorzugsweise kortisonfreien antiinflammatorische Behandlung.
Dietrich Abeck

Kapitel 19. Nagelpilz

Syn.: Onychomykose, Tinea unguiumTineaunguium
Zusammenfassung
Nagepilzrerkrankungen nehmen an Häufigkeit mit dem Alter zu. Dermatophyten sind für die Mehrzahl der Infektionen verantwortlich, In Abhängigkeit vom Befallstyp und der Zahl befallener Nägel erfolgt die Behandlung nur topisch, insbesondere mit antimykotischen Nagellacken oder kombiniert topisch-systemisch. Terbinafin ist bei einer Infektion mit den am häufigsten isolierten Dermatophyten das wirksamste orale Antimykotikum, das unter einer topischen Begleittherapie vorzugsweise nach einer einwöchigen kontinuierlichen Gabe lediglich bis zum vollständigen Herauswachsen der befallenen Nägel nur einmal pro Woche eingenommen wird. Kennzeichen einer Nagelpilzerkrankung sind farbliche, insbesondere weißliche, gelbliche oder gelblich-bräunliche und strukturelle Veränderungen in Form von Verdickung, Aufsplitterung der Nagelplatte und des Nagelbetts mit typischen subungualen Keratosen. Die Veränderungen sind in der Regel auf den Nagel beschränkt. Eine Beteiligung der Nagelumgebung fehlt im Gegensatz zu Nagelerkrankungen als Teilsymptom entzündlicher Dermatosen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte.
Dietrich Abeck

Kapitel 20. Neurodermitis

Syn.: atopisches EkzemEkzem atopisches , atopische DermatitisDermatitis atopische (s. auch Ekzem, atopisches) , endogenes Ekzem
Zusammenfassung
Das atopische Ekzem ist eine chronische bzw. chronisch rezidivierende juckende, entzündliche Hauterkrankung, mit einer sehr komplexen Genese, die neben genetischen Faktoren immunologische, im Rahmen der epidermalen Barrierestörung bedeutsame und weitere wie z.B. mikrobielle Faktoren beinhalt. Die Management der Erkrankung umfasst neben der Basistherapie, einer bedarfsorientierten antiinflammatorischen (topisch mit Steroiden oder Calcineurin-Inhibitoren, systemisch mit Immunsupressiva oder einem Biologikum) Therapie auch eine intensive Beratung hinsichtlich der individuellen Provokationsfaktoren.
Dietrich Abeck

Kapitel 21. Periorale Dermatitis

Zusammenfassung
Die periorale Dermatitis zeigt Hautveränderungen in Form von entzündlichen Papeln und Papulopusteln, die auf unveränderter Haut oder innerhalb schuppender Erytheme auftreten. Neben der Mundregion können diese allein oder in Kombination perinasal oder periokulär auftreten („periorifizielle Dermatitis“). Topische Steroide oder zu stark okkludierende Topika sind die wichtigsten Auslöser. Die topische Applikation von Metronidazol ist die Therapie der ersten Wahl.
Dietrich Abeck

Kapitel 22. Perlèche

Syn.: MundwinkelrhagadenMundwinkelrhagaden (s. Perlèche) , Faulecken, Angulus infectiosusFaulecken (s. Perlèche)
Zusammenfassung
Perlèche klinisch an den Mundwinkeln ein- oder beidseitig als schuppende Erytheme und entzündliche Fissuren, die Schmerzen bereiten. Die Perlèche ist pathogenetisch als ein Ekzem auf irritativer Grundlage zu werten. Die Behandlung erfolgt barriererestaurierend und antiinflammatorisch.
Dietrich Abeck

Kapitel 23. Pityriasis rosea

Syn.: Röschenflechte Röschenflechte (s. Pityriasis rosea)
Zusammenfassung
Die Pityriasis ist eine häufige, nicht-infektiöse Dermatose, die aufgrund ihrer Vielfalt an klinischen Erscheinungsformen auch als Chamäleon der Dermatologie bezeichnet wird. Neben typischen Verlaufsformen gibt es auch immer wieder untypische Varianten, die große differenzialdiagnostische Probleme bereiten können. Die Erkrankung ist selbstlimitierend. Subjektive Beschwerden fehlen häufig, so dass vielfach keine spezifische Therapie erfolgen muss. Orales Aciclovir oder die orale Kortisongabe sind Therapieoptionen bei ausgeprägtem Leidensdruck.
Dietrich Abeck

Kapitel 24. Pityriasis versicolor

Zusammenfassung
Bei der Pityriasis versicolor handelt es sich um eine nicht-ansteckende Hauterkrankung durch Hefepilze der Gattung Malassezia (bitte Malassezia kursiv). Subjektive Symptome fehlen häufig ganz, gelegentlich besteht ein leichtes Jucken. Die Therapie erfolgt topisch (Propylenglykol oder Azolantimykotika) oder systemisch (Itraconazol oder Fluconazol). Aufgrund der hohen Rezidivrate ist eine Rezidivprophylaxe empfehlenswert.
Dietrich Abeck

Kapitel 25. Polymorphe Lichtdermatose

Syn.: SonnenallergieSonnenallergie (s. Lichtdermatose, polymorphe)
Zusammenfassung
Die polymorphe Lichtdermatose ist die häufigste Photodermatose, die sich unter einer Vielzahl unterschiedlicher klinischer Manifestationsformen manifestieren kann, intraindividuell aber immer das selbe Reaktionsmuster zeigt. Die Akuttherapie der sehr stark juckenden Hautveränderungen erfolgt mit topischen, evtl. auch oralen Steroiden. Präventiv besteht die Möglichkeit eines UV-Hardenings oder der kombiniert oral-topische Einsatz von Polypodium leuctomos (bitte dies KURSIV!!!!!!!!!) - Extrakten.
Dietrich Abeck

Kapitel 26. Psoriasis vulgaris

Syn.: SchuppenflechteSchuppenflechte (s. Psoriasis vulgaris)
Zusammenfassung
Die immunmediierte entzündliche Hauterkrankung Psoriasis vulgaris ist mit einer Inzidenz von etwa 2% eine häufige Hauterkrankung, die in Abhängigkeit vom Schweregrad topisch oder systemisch behandelt wird. Für die systemische Behandlung stehen heute neben den konventionellen Wirkstoffen (Ciclosporin, Diemethylfumarat, Methotrexat) eine Vielzahl sehr wirksamer Biologika zur Verfügung, die häufig auch für die Behandlung der Psoriasis-Arthritis zugelassen sind.
Dietrich Abeck

Kapitel 27. Rhagaden

Zusammenfassung
Rhagaden manifestieren sich im Rahmen von Hauterkrankungen oder werden durch äußerliche Faktoren wie Kälte- oder Wasserexposition verursacht. Einzelne Rhagaden können mit einem Sekundenkleber geschlossen werden, was zu einer sofortigen Schmerzfreiheit führt. Die konseqente Vermeidung irritativer Faktoren ist in Kombination mit einer intensiven Hautpflege der betroffenden Areale die etnscheidende Präventivmassnahme.
Dietrich Abeck

Kapitel 28. Rosazea

Zusammenfassung
Die Rosazea ist eine in der Regel chronisch-rezidivierend verlaufende Gesichtsdermatose, die klinisch durch Erytheme und ggf. Teleangiektasien (Stadium I), zusätzlich auch Papeln und Papulopusteln (Stadium II) sowie in Einzelfällen auch einer Gewebsvermehrung (Stadium III) gekennzeichnet ist. Die Therapie erfolgt Stadienabhängig nur topisch oder topisch-oral kombiniert und wird durch eine Basistherapie, ggf. auch Laser- und weitere phsikalische Behandlungsmethoden unterstützt.
Dietrich Abeck

Kapitel 29. Schleimretentionszyste

Syn.: traumatische Schleimdrüsenzyste, Schleimdrüsenzyste, traumatische (s. Schleimretentionszyste) Mukozele Mukozele (s. Schleimretentionszyste)
Zusammenfassung
Schleimretentionszysten imponieren als relativ-derbe, glasig-zystische Knötchen und entstehen traumatisch überwiegend im Bereich des Lippenrots sowie der Mukosa der Unterlippe, seltener an der Wangenschleimhaut. Ihre Entfernung erfolgt vorzugweise laserchirurgisch.
Dietrich Abeck

Kapitel 30. Seborrhoisches Ekzem

Zusammenfassung
Das seborrhoische Ekzem ist eine mehrheitlich chronisch-rezidivierend verlaufende Dermatose mit erythematosquamösen Hautveränderungen im Gesicht (v. a. Stirn, perinasal, Glabella, Augenbrauen) sowie der behaarten Kopfhaut und dem Brustbereich. Die äußerliche Behandlung erfolgt antimykotisch bzw. kombiniert antimykotisch-antientzündlich.
Dietrich Abeck

Kapitel 31. Senile Angiome

Syn.: cherry angioma, Rubinflecken Rubinflecken (s. Hämangiome, senile)
Zusammenfassung
Senile Angiome sind die häufigsten Gefäßläsionen im Erwachsenenalter. Neben dem Alter sind auch Schwangerschaft und eine medikamentöse Immunsuppression Faktoren, die die Entstehung der benignen Hautveränderungen begünstigen. Falls gewünscht, ist die Entfernung, vorzugsweise mit dem Laser, eine rasche und unkomplizierte Behandlungsoption.
Dietrich Abeck

Kapitel 32. Skabies

Syn.: Krätze
Zusammenfassung
Die humanpathogene, durch die Krätzemilbe Sarcoptes scabiei varietas hominis verursachte, sehr kontagiöse Hauterkrankung bereitet immer wieder differentialdiagnostische Schwierigkeiten. Das topisch applizierbare Permethrin und das oral einzunehmende Ivermectin sind heute die Therapeutika der ersten Wahl. Benzylbenzoat und Crotamiton werden nur noch bei besonderen klinischen Fragestellungen eingesetzt. Wichtig ist bei Skabieserkrankungen die konsequente Mitbehandlung von Kontaktpersonen.
Dietrich Abeck

Kapitel 33. Sonnenbrand

Zusammenfassung
Beim Sonnenbrand kommt es in den der Sonne ausgesetzten Arealen zu einem flächigen Erythem das sich kontinuierlich 3–5 h nach der UV-Exposition entwickelt, sein Maximum nach 12–24 h erreicht und mehr als 48 h persistieren kann, bevor es langsam abblasst. Therapeutisch erfolgt die konsequente Kühlung mittels feuchten Umschlägen in Kombination mit Auftragen von 0/W-Zubereitungen sowie bei stärkeren Beschwerden auch die orale Einnahme von nichtsteroidalen Antiphlogistika.
Dietrich Abeck

Kapitel 34. Urtikaria

Zusammenfassung
Die Einteilung der Urtikaria erfolgt unter zeitlichen Gesichtspunkten (akut bzw. chronisch) und hinsichtlich der Auslösefaktoren (spontan, physikalisch induzierbar, sonstige). Eine umfangreiche Diagnostik ist heute nicht mehr notwendig. Therapie der ersten Wahl ist in allen Fällen die Gabe nicht-sedierender H1-Antihistaminika. Der rekombinante humanisierte Antikörper gegen das Immunglobulin E, Omalizumab ist heute das Therpeutikum der 2. Wahl. Obwohl seine Zulassung lediglich für die chronisch spontane Urtikaria gilt, ist er auch bei den übrigen Formen der Urtikaria wirksam.
Dietrich Abeck

Kapitel 35. Verrucae seborrhoicae

Syn.: seborrhoische Keratosen, senile Keratosen, „Alterswarzen“
Zusammenfassung
Verrucae seborrhoicae multipel auf und imponieren klinisch als scharf begrenzte, gräulich-bräunliche, manchmaltreten zumeist auch dunkel pigmentierte flache Knoten oder Plaques mit stumpfer, nicht spiegelnder Oberfläche. Die Hautveränderungen treten nicht an Schleimhäuten sowie palmoplantar auf Ihre Entfernung ist nach örtlicher Betäubung mittels mechanischem Abtragen oder laserchirurgisch möglich.
Dietrich Abeck

Kapitel 36. Vitiligo

Zusammenfassung
Vitiligo ist die häufigste Depigmentierungsstörung weltweit und immer erworben. Die Erkrankung verläuft häufiger unter dem Bild der nichtsegmentalen Vitiligo. Bis heute ist eine vollständige Repigmenterung kein realistisches Behandlungsziel. Die Substanzklasse der Januskinase-Inhibitoren ermöglicht eventuell in naher Zukunft deutlich besere Therapieerfolge.
Dietrich Abeck

Kapitel 37. Warzen (extragenital)

Syn.: Verrucae
Zusammenfassung
Extragenitale kutane Warzen sind im Kindesalter mit etwa 30 Prozent deutlich häufiger als im Erwachsenenalter mit etwa 3 Prozent. Die spontane Abheilungsrate ist gerade bei Kindern sehr hoch, so dass das aktive Zuwarten eine echte Therapieoption darstellt. Besteht ein physischer oder psychischer Leidensdruck ist ein therapeutisches Vorgehen indiziert, das in Abhängigkeit von der Warzenzahl und -lokalisation sowie der Bestehensdauer sehr unterschiedlich erfolgt. Destruierende Verfahren stehen ebenso wie immunologische Therapieverfahren zur Verfügung.
Dietrich Abeck

Kapitel 38. Zoster

Syn.: Herpes zosterHerpes zoster , Gürtelrose Gürtelrose (s. Zoster)
Zusammenfassung
Der durch das Varicella-Zoster Virus ausgelöste Zoster zeigt ab dem 60. Lebensjahr deutlich erhöhte Inzidenzraten. Die antivirale Therapie mit den Wirkstoffen Aciclovir, Famciclovir, Valaciclovir oder Brivudin wird von einer konsequenten Beschwerde-adaptierten Schmerztherapie begleitet. Seit 2018 steht ein Totimpfstoff (Shingrix®), zur Verfügung. Die Wirksamkeit dieses sogenannten Subunit-Impfstoffs, bei dem die Immunreaktion durch ein rekombinantes Oberflächenantigen des Varicella- Zoster-Virus hervorgerufen wird, ist zur Prävention von Zoster und der postherpetischen Neuralgie gut dokumentiert.
Dietrich Abeck

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