Skip to main content
main-content

Über dieses Buch

Veronika Schneider gibt in diesem essential in Kurzform Ärzten aller Fachgebiete einen Überblick über Ursachen, Symptomatik, Diagnostik, Differenzialdiagnosen und Therapie des Restless-Legs-Syndroms – auch bekannt als Willis-Ekbom-Disease oder Wittmaack-Ekbom-Syndrom. Damit bietet die Autorin eine Hilfestellung bei der Diagnosestellung und gibt eine Übersicht über die Therapiemöglichkeiten und ihre Nebenwirkungen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Beschrieben wurde das Restless-Legs-Syndrom (RLS) erstmals 1685 von Thomas Willis als eine Schlafstörung durch Krämpfe in Armen und Beinen. Er ging von einer spinalen Ursache aus und zur Behandlung setzte er Opiate ein, welche zu einer Verbesserung des Schlafens führten. Der Aderlass galt als Heilung der Erkrankung, was von heutigem Standpunkt aus durch einen niedrigen Ferritinwert zur Manifestation oder Aggravation des RLS führen kann.

Veronika Schneider

Kapitel 2. Epidemiologie und Vorkommen

Die Prävalenz variiert zwischen 3–10 % in den westlichen Industrieländern. Davon haben mindestens die Hälfte gering ausgeprägte Symptome. Etwa 60 % haben einen Verwandten ersten Grades, der ebenfalls an RLS erkrankt ist.

Veronika Schneider

Kapitel 3. Pathogenese und Ätiologie

Auch nach Jahren der Forschung und neurophysiologischen, zirkadianen, pharmakologischen und bildgebenden Befunde ist die Pathophysiologie des RLS weitgehend unbekannt. Es zeigt sich eine gute Wirksamkeit und Beeinflussung der Krankheitsentwicklung durch dopaminerge und opioiderge Substanzen und eine Aggravation der Symptome durch die Gabe von Dopaminantagonisten, weshalb davon auszugehen ist, dass das dopaminerge sowie das opioide System an der Pathophysiologie beteiligt sind. Beim idiopathischen RLS zeigen sich keine strukturellen Veränderungen, während in nuklearmedizinischen Untersuchungen grenzwertig erniedrigte dopaminerge striatale Rezeptorverbindungen aufgedeckt wurden.

Veronika Schneider

Kapitel 4. Diagnostik

Bei der Diagnostik eines RLS ist die Anamnese essenziell und zielführend. Die klinische neurologische Untersuchung ist in der Regel unauffällig, was hinderlich bei der Diagnosestellung sein kann. Die Symptome sind subjektiv und meist fällt es den Patienten schwer, den Bewegungsdrang und die Missempfindungen adäquat zu beschreiben, da es kein Vergleichskorrelat gibt, was zusätzlich zu Schwierigkeiten bei der Diagnosestellung führen kann.

Veronika Schneider

Kapitel 5. Therapie

Bei milderen Verlaufsformen kann eine Anpassung des Lebensstils zum Beispiel durch Verbesserung der Schlafhygiene, Vermeidung von übermäßigen Koffein- oder Alkoholgenuss und eine ausgewogene Ernährung symptomlindernd sein. Auch heiße Bäder, Massage, körperliches Training oder Dehnen vor dem Zubettgehen können hilfreich sein. Ebenfalls beschrieben ist, dass Temperaturwechsel häufig eine gute Strategie darstellt, um die Symptome zu mildern.

Veronika Schneider

Kapitel 6. Zusammenfassung

Das RLS ist eine Erkrankung, deren Existenz bereits seit Jahrhunderten bekannt ist. Trotz einer hohen Prävalenz, die regionale Unterschiede aufweist, ist die Ursache und Pathogenese weitgehend unbekannt, sodass weiterhin Forschungspotenzial besteht. Die Erkrankung kann in jedem Alter auftreten.

Veronika Schneider

Backmatter

In b.Flat Allgemeinmedizin 360° enthaltene Bücher

In b.Flat SpringerMedizin.de Gesamt enthaltene Bücher

In b.Flat Neurologie kompakt enthaltene Bücher

In b.Flat Schmerzmedizin für Hausärzte enthaltene Bücher

Weitere Informationen

Neu in den Fachgebieten Neurologie und Psychiatrie

Meistgelesene Bücher in der Neurologie & Psychiatrie

  • 2016 | Buch

    Neurologie

    Das Lehrbuch vermittelt Ihnen das gesamte Neurologie-Prüfungswissen für Ihr Medizinstudium und bereitet auch junge Assistenzärzte durch detailliertes Fachwissen optimal auf die Praxis vor. Die komplett überarbeitete Auflage enthält sechs neue, interdisziplinäre Kapitel.

    Herausgeber:
    Werner Hacke
  • 2016 | Buch

    Komplikationen in der Neurologie

    Das Buch schildert Ereignisse im Rahmen der Neuromedizin, die während der Diagnostik und Therapie neurologischer Erkrankungen und Symptome auftreten können. Die Fallbeispiele sensibilisieren Sie für mögliche Risikofaktoren, um das Auftreten solcher Komplikationen zu vermeiden.

    Herausgeber:
    Frank Block
  • 2017 | Buch

    Facharztwissen Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie

    Leitsymptome, Untersuchungsmethoden, Krankheitsbilder, Notfälle & Co. – mit der Neuauflage des "Facharztwissens" sind Sie auf die Facharztprüfung in Psychiatrie und Psychotherapie optimal vorbereitet. In dieser 2. Auflage sind die Kapitel zu psychosomatischen Störungen deutlich ausgebaut.

    Herausgeber:
    Frank Schneider
  • 2012 | Buch

    Kompendium der Psychotherapie

    Für Ärzte und Psychologen

    Wer in den vorhandenen Lehrbüchern der Psychotherapie den Brückenschlag zur täglichen praktischen Arbeit vermissen – ist mit diesem Werk gut bedient. In knapper, manualisierter Form werden verständlich und übersichtlich die Schritte, Techniken und konkreten, evidenzbasierten Vorgehensweisen beschrieben.

    Herausgeber:
    Prof. Dr. med. Tilo Kircher